(Haus - Hof - und Staatsarchiv Wien)

Cilli betreffende Urkunden

DIPLOMEN, LEHNBRIEFE, SATZBRIEFE, SCHULDBRIEFE, KAUFBRIEFE, QUITTUNGEN, VERZICHTSREVERSE, REVERSE, DIENSTREVERSE, SCHADLOSBRIEFE, SCHULDUND PFANDBRIEFE, AUSSPRUECHE, VERMAECHTNISBRIEFE, AUFSANDBRIEFE, SCHADLOSVERSCHREIBUNGEN, BEKENNTNISSE, RICHTERLICHE AUSSPRUECHE, VERSCHREIBUNGEN (etc.)

30. Maerz 1451; Geleitsbrief (Salvus conductus) von Franz Foscari, Herzogen zu Venedig, fuer Grafen Friedrich zu Cilly, dass er ungehindert in die venezianischen Staaten hineinund heraus reisen, auch alle Staedte, Flecken und Ortschaften nach Wohlgefallen besuchen und auch darin verweilen duerfe und koenne.

15. Mai 1451; ein Schreiben vom Grafen Friedrich und Ulrich zu Cilly an Grafen Heinrich zu Goerz, nicht ausgedrueckt, worueber.

15. Juni 1451; Antwortschreiben vom Grafen Friedrich zu Cilly an Grafen Heinrich zu Goerz, dass man willig sei, ihm seinen Sohn wieder zu ueberantworten, wenn er dagegen die mit ihm aufgerichtete Verschreibung herausgeben und zurueckschicken werde. (Im Hausarchiv).

17. Juni 1451; Lehenbrief von Friedrich Grafen zu Cilly etc., welcher auf Ansuchen des Hans Staudacher die 2 Teile Zehend auf 9 Guetern gelegen, die dieser innhatte und aufgesendet hat, dem Jobst Mosheimer und dessen Nachkommen zu Lehen verleiht.

18. Juni 1451; Vertrag, welchen Hans Ungnad mit Grafen Friedrich zu Cilly etc. wegen den zwei Schloessern Stain im Jauenthal und Sunegk (Sonneck) abgeschlossen hat, vermoeg welchem dem Ungnad alle Freiheiten in seinem Burgfrieden besagter Schloesser zugestanden ist.

21. Juni 1451; Donationsbrief, Kraft welchem Styborius Borynowixh de Nareka dem Grafen Ulrich zu Cilly etc. etliche Besitzungen, worunter Sobrethin und Dola im Agramer Comitate begriffen sind, als Geschenk einrauemt und mit aller Herrlichkeit ueberlaesst.

20. Juli 1451; ein Schreiben des Grafen Heinrich zu Goerz von Grafen Friedrich zu Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger, dass er Mittel und Anstalten treffe, dass ihm sein Sohn Graf Johann zugesendet und wieder in seine Gewalt ueberantwortet werde.

13. August 1451; LehenUrlaub, Kraft welchem Friedrich Graf zu Cilly etc. bewilliget, dass Janko von Snopuschau das Schloss und Herrschaft Meichau mit allen Zugehoerungen, welches ihm Ulrich Graf zu Cilly etc. (obigen Grafen Friedrich's Sohn) zum Nutzgenuss auf Lebenslang ueberlassen habe, besitzen duerfe und koenne, zu welchem Ende nunmehrigem Besitzer die Lehen hierueber verliehen werden.

6. September 1451; Bittschreiben des Grafen Friedrich zu Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger etc. an seinen Schwager Grafen Heinrich zu Goerz und Tirol etc. des Inhalts: dass er einen Hof Goerzerischer Lehenschaft, worauf Lienhard Hoemerl eine Summe Geld geliehen, nach dessen Tode aber dieses Capital auf etliche Kirchen in der Herrschaft Cilly vermacht hat, den armen Zechleuten bis zu Abzahlung der darauf haftenden Legaten, zurueckeinantworten wolle.

13. Dezember 1451; Vermaechtnisbrief der Gebrueder Wolfgang und Reinprecht von Walsee etc. Kraft welchem sie ihre frei eigenthumlichen Schloesser und Herrschaften Gonabitz und Stettenberg in Steyer, samt ihrer Stadt St. Veit am Pflaum mit allen deren Zugehoerungen unter der Bedingnis, wenn sie beide ohne maennliche Descendenz abgehen moechten, denen Grafen von Cilly vermachen, dass diese hiermit nach Wohlgefallen schalten und walten koenne.

13. Dezember 1451; Vermaechtnisbrief des Grafen Friedrich und seines Sohnes, Grafen Ulrich zu Cilly, Ortenburg und in dem Seger etc., in Folge dessen sie, im Fall sie ohne maennliche Erben von der Welt abgingen, den Gebruedern Wolfgang und Reinprecht von Walsee und deren maennlichen Descendenz die Schloesser und Herrschaften Traberg und Seldenhoven samt den dazu gehoerigen Maerkten, Schloessern, Mauthen und Aemtern zu ihrem wahren Eigenthum vermachen.

10. Juni 1452; Schuldbrief von Johann, Grafen von Schaumberg, Obristen Marschallen in Steyer etc. ueber 500 guter wohlgewogener Gulden ungarischer Dukaten, die er auf dringende Nothdurften von Ulrich Grafen zu Cilly etc. bar dargeliehen erhalten zu haben bekraeftiget. Er macht sich verbindlich, diese Summe entweder an Herrn Darleiher oder an den getreuen Briefsinhaber recht und redlich wieder zurueckzubezahlen.

24. Juli 1452; Geleitsbrief (salvus conductus) von Francisco Folcari, Herzoge zu Venedig fuer die Grafen Friedrich und Ulrich zu Cilly, dass sie ungehindert in die venetianischen Staaten ausund eingehen, die Staedte und Oerter besuchen und auch darin nach Wohlgefallen verweilen koennen und duerfen.

2. November 1452; Lehenbrief, Kraft welchem Johann, Bischof zu Gurk etc. seinem besondern guten Freunde, Grafen Friedrich von Cilly und allen dessen Erben die Festen Rabensperg und Lemberg mit allen ihren Zugehoerungen, welche vom Gotteshause Gurk zu Lehen herruehren, zu Lehen verleiht.

18. Januar 1453; Donationsbrief von Laslau, Koenige zu Ungarn und Boehmen, worin er seinem Oheim, Ulrich Grafen zu Cilly und Ortenburg das Umgeld auf allen den Guetern, die zur Feste Tobenstein gehoeren, wie auch das Umgeld zu Sittendorf, zu Gaden und in der Sparbacher Pfarre, schenkt.

19. Januar 1453; Bulla vom Pabste Nicolaus V fuer Grafen Ulrich zu Cilly, dass er einem jeden heimlichoder oeffentlich Beichtenden auch jene Suenden, die sich der Pabst zu verzeihen vorbehalten hat, einmahl vergeben koenne.

2. April 1453; Schuldbrief, wodurch Ulrich von Rosenberg und dessen Soehne Heinrich und Jan oeffentlich bekennen, dass ihnen Graf Friedrich zu Cilly zu Nothdurften die Summe von 4.000 Gulden ungarischen und Dukaten gut und gerecht im Gold und in Wag, dargeliehen habe. Sie verpfaenden demnach zur Sicherstellung der wirklichen Zurueckzahlung ihre saemtlichen in Boehmen und Maehren besitzenden Gueter an obigen Herrn Glauebiger.

9. Mai 1453; BuergschaftsInstrument, Kraft welchem Johann Graf zu Schaumberg, obrister Marschall in Steyer etc. bekennt, dass erstbenannte von Rosenberg die Summe von 4.000 Gulden Grafen Friedrich zu Cilly schuldig geworden sind, die sie in 4 Jahren wieder zurueckzubezahlen versprochen haben. Er bestaetigt diesen Schuldbetrag und verbuergt sich dabei als Zahler, im Fall die Schuldner nicht zu halten moechten.

Sine Dato 1454; Revers und Verschreibung des Abtes und Convents zu Obernburg, dass sie dem Grafen Friedrich zu Cilly und Ortenburg als ihrem Vogte und Herrn von denen auf ihres Gotteshauses Gruenden gelegenen Weingaerten und Bergrecht jaehrlich 200 Eimer Wein in das Amt und Urbar Pressberg liefern, nach desselben toedtlichen Hintritt aber eine ewige Stiftung fuer ihn, seine Vorfahrer und Nachkommen halten wollen und sollen, die darin besteht, dass sie allzeit den zweiten und dritten Tag nach einem jeden feyerlichen Frauentage mit Vigilien, Processionen, libera me Domine, gesungenen und gelesenen Seelenmessen von ihrer gesamten Priesterschaft und Bruedern, mit Kerzen, aufgerichteter Bahre und mit allen andern TodtenOrnate feiern werden.

8. Januar 1454; Vidimirter Schuldbrief ueber 6.000 Gulden, welche Koenig Laslau, Herzog zu Oesterreich etc. vom Grafen Ulrich zu Cilly als bares Darlehen empfangen hat. Vidimirt von Benedict, Bischof zu Agram, und von Caspar, Abten zu Altenburg.

17. Maerz 1454; Quittung ueber 2.600 Gulden, welche Haug, Burggraf zu Lueenz von den Grafen Friedrich und Ulrich von Cilly empfangen zu haben bestaetiget, welche Schuld von dem seeligen Grafen von Ortenburg herruehrt, und setzt den hierueber ausgefertigten Schuldbrief ausser Kraft.

4. April 1454; PflegRevers, vermoeg welchem Sigmund Sebriacher (Sobriacher) fuer sich und alle seine Erben bekennet, dass ihn Graf Friedrich von Cilly im pflegeweisen Besitze des Schlosses Krupp auf Lebenslang gelassen und ihm alle Nutzungen, Huelten, Renten und Zinsen einzunehmen, und zu geniessen uebergeben habe. Er gelobt demnach Treue, Ergebenheit und Eifer in Verwaltung obigen Schlosses als getreuer Vasal.

30. Mai 1454; Vermaechtnisbrief, in Folge dessen Georg Glaner fuer sich und alle seine Erben bekennet, dass im Fall er ohne Erben mit Tode abgehen moechte, alle seine Habe und Gueter, Hofstaette, Muehlen, Bergrechte, nichts davon ausgenommen, dem hochgebornen Fuersten, Grafen Friedrich zu Cilly etc. wegen der vielen und grossen Gnaden, welche dieser ihm Glaner selbst, seinem Vater und Freunden erwiesen hat, als volles und wahres Eigenthum zufallen sollen.

25. August 1454; Schuldbrief ueber 600 Gulden Ungarischer Dukaten, gut in Gold und gerecht in Wag, welche Bernhard, Graf zu Schaumberg, Marschall in Oesterreich etc. auf dringende Nothdurften von seinem lieben Oheim, Grafen Ulrich zu Cilly etc. als ein aufrechtes Darlehen empfangen zu haben bestaetiget. Die Rueckzahlung ist auf ein Jahr bedungen.

27. August 1454; Schuldbrief ueber 400 Gulden Ungarisch und Dukaten gut und gerecht in Gold und Wag, welche Wilhelm Pebringer von Pebrarn von Ulrich Grafen zu Cilly bar dargeliehen erhalten zu haben bekraeftiget. Er gelobet zur festgesetzten Zeit die Rueckzahlung zu leisten, wo in entgegengesetztem Falle gegen ihn im Wege Rechtens fuergegangen werden solle, und dies zwar auf eigene Unkosten.

28. August 1454; Schuldbrief ueber 3.000 Gulden gut und vollgerichtig, welche Johann und Sigmund Gebrueder, Grafen von Poesing vom hochgebornen Fuersten, Grafen Ulrich zu Cilly bar erhalten haben, welche Summe sie nach Verlauf einem Jahre sicher zurueckzubezahlen hierbey angeloben, und dabei alle ihre Hab und Gueter verpfaenden.

17. November 1454; Schuldbrief ueber 300 Gulden Ungarisch gerecht an Gold und Wag, welche Eustach Frodnacher als ein aufrechtes Darlehen von Grafen Ulrich zu Cilly etc. empfangen hat, und welche er nach Jahresfrist wieder zurueckzubezahlen angelobet.

18. November 1454; Schuldbrief ueber 2.000 Gulden Ungarisch und Dukaten, gut an Schrott und Kron, welche Wilhelm von Liechtenstein auf Nicolspurg von Grafen Ulrich zu Cilly etc. auf ein Jahr lang als ein aufrechtes Darlehen empfangen hat, die er auch in dieser Frist um so sicher zurueckzuzahlen gelobet, im Widrigen gegen ihn executionsweise verfahren werden solle.

24. April 1455; Schuldbrief ueber 1.000 Gulden Ungarisch und Dukaten, gut im Golde und gerecht in Wag, welche Hans Chansdorfer, Buerger zu Wien, von Ulrich Grafen zu Cilly richtig empfangen zu haben bekraeftiget. Er bestaetiget mit Zeugen die zugesagte Rueckzahlung.

23. Juni 1455; Buendnis zwischen Laslau, Koenig zu Ungarn und Boehmen etc., dann Sigmund, Herzogen zu Oesterreich, Steyer und Kaernten etc. und Ulrich Grafen zu Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger, Ban in Dalmatien, Croatien und in den windischen Landen, etc. worin sie festsetzen, wenn der roemische Kaiser Friedrich etc. ihre Laendereyen und Leute auf was immer fuer eine Art feindselig behandeln und beunruhigen, oder mit Krieg ueberziehen wollte, sich alle drey wechselseitige Hilfe und Beystand gegen ihn leisten wollen.

24. September 1455; Kaufbrief ueber das Landgericht, anfangend bei dem Rennstein im Traatal ob Villach bis zum Kanal in der Pontafel reichend, welches Daniel Cholnitzer und dessen Gattin Dorothe mit aller Zugehoer (der Grafschaft Goerz lehnbar) Grafen Ulrich zu Cilly etc. um 1.600 wohlgewogener Gulden und Dukaten verkaufen, und allen weitern Ansprueche darauf entsagen.

20. Oktober 1455; Lehensverleihung. Ulrich, Graf zu Cilly belehnt Hansen Brosslecky seiner treu geleisteten Dienste wegen mit einer Hube zu Rayach und mit einem Gute zu Grefling mit einer Stampf, solche nach Lehensrecht zu besitzen und zu geniessen.

20. Oktober 1455; Lehenbrief des Grafen Ulrich zu Cilly etc. welcher dem Hans Bartholosch, dessen Soehnen, dessen Hauswirthin Agnes und deren Bruders Kindern, die Schmidund Hofstatt als freye Haueser, zwei Geraite, die Muehlstatt und Sagstatt mit dem dazu gehoerigen Wald und Wasser zur Nothdurft der Schmide, alles zu St. Lienhard gelegen zu Lehen verleiht.

14. Juli 1456; Revers und Quittung ueber 14.000 Gulden, welche der hochgeborne Fuerst und Herr Herzog Albrecht, Erzherzog zu Oesterreich etc. als Schuld dem Grafen Ulrich zu Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger etc. abgetragen und bezahlt hat, daher der hierueber ausgefertigte Schuldbrief ausser Thaetigkeit gesetzt.

30. Maerz 1457; PfandRevers, Kraft dessen Georg Dienstl bekannt macht, dass ihm und seinen Erben Kaiser Friedrich etc. das Amt Vackel bey Crainburg, das vorhin den Grafen zu Cilly zustaendig war, mit allen Zugehoerungen pro 1.400 Gulden gegen Wiederloesung pfandweise verschrieben habe.

6. April 1458; Lehenbrief, Kraft welchem Friedrich roemischer Kaiser etc. dem Jobst Sauer fuer ihn selbst und als Lehenstraeger seiner eheligen Kinder mit unterschiedlichen Crainischen und Cillyschen Lehenguetern, als muetterliches Erbe, naemlich mit einem Hofe zu Kersteten in der Schaerfenberger Pfarr, dann mit 6 Huben und mit allerley GetreidZehend zu NiederRatschach etc. etc.

1. November 1458; Lehenbrief. Ulrich, Bischof zu Gurk, ertheilt hiermit dem Heinrich Stermeler die Lehen ueber jene Gueter, welche durch den Tod und Abgang der Grafen von Cilly etc. dem Stift Gurk anheimgefallen sind, als der Thurm zu Rohatsch mit 15 Hofstaetten, mit Fischwaid, Holz und sonstigen Zugehoerungen, 4 Huben zu Morsthetzendorf, 5 Huben in der Sabiach, 1 Hube zu Czeuratz, 11 Huben zu Prestowetz, 2 Huben zu Swetzo, eine Muehle an der Zatl, 65 Eimer Bergrecht, 2 Huben zu Gerlitz etc. etc.

6. Januar 1459; Pfandund PflegRevers des Friedrich Abprecher Pfarrers zu Tieffen und Vizedom zu Cilly und dessen Bruders Niclas Abprecher, womit sie bekennen fuer sich und ihre Erben, dass ihnen Kaiser Friedrich etc. die zwei Doerfer Burk und Seel, wie auch 4 Huben zu Niederdorf, um 200 Pfund Pfennige Pfandschilling, dazu das Schloss Osterwitz im Sennthal satzweise verschrieben und verpfaendet habe.

7. Mai 1461; Bekenntnis des Andre Jaegermeisters, darin er anfuehrt, dass Seine Majestaet Friedrich, roemischer Kaiser etc. alle seine Jaegerhuben in Krain, und etliche Zehende, die er als Jaegermeister in Krain besessen, in das dortige Vizedomamt eingezogen, ihm aber dafuer das Jaegeramt zu Radmannsdorf mit allen seinen Zugehoerungen, Nutzungen und Rechten, wie solches die Grafen von Getemburg und Cilly innehatten, nebst einem halben Hofe im Lusthale auf Lebenslang zu geniessen uebergeben habe.

3. Juli 1461; LeibgedingsRevers, Kraft welchem Erasmus von Wilthaus fuer sich und alle seine Erben bekennet, dass ihm Seine Majestaet Friedrich roemischer Kaiser etc. aus besonderer Gnade und der treugeleisteten Dienste wegen zwey bei St. Marein um Langenberg gelegene Triche, welche vormals den Grafen von Cilly gehoerten, auf Lebenslang Leibgedingsweise zu besitzen und zu geniessen uebergeben habe.

13. Februar 1464; Pflegund BestandRevers von Georg Wurtzpuechler, womit er bekennet, dass ihm Kaiser Friedrich etc. das Schloss Landstroht mit der gewoehnlichen Burghut pflegweise, die Mauth aber und Stadtgericht daselbst um jaehrliche 100 Pfund Denar, welche er der Frau Katharina, weiland Grafen Ulrich von Cilly Witwe, und nach ihrem toedtlichen Abgange Seiner Majestaet und Hoechstderoselben Erben reichen solle, bestandweise ueberlassen habe.

21. Dezember 1464; BestandRevers, Kraft dessen Johann Radmannsdorfer, Buerger zu Cilly, fuer sich und seine Erben bekennet, dass ihm der roemische Kaiser Friedrich etc. das Amt zu Cilly mit aller Zugehoerung auf 2 nacheinander folgende Jahre gegen Entrichtung jaehrlicher 515 Pfund 5 Schilling 22 Denar in Bestand ueberlassen habe, wobei er angelobet, obbesagtes Bestandgeld in quartemberlichen Raten sicher und gewiss abzufuehren.

9. Januar 1465; Lehenbrief von Kaiser Friedrich etc. welcher dem Hans Poyner und dessen Erben mit einem ihm von seinem Bruder kaueflich ueberlassenen, der Grafschaft Cilly lehenbaren und zu Volkersdorf im Lauenthal gelegenen Hofe belehnet.

8. August 1465; Kaufund Schirmbrief, vermoeg welchem Friedrich roemischer Kaiser seinem Kaemmerer Friedrich von Kastelbark mehrere hierinn specificirte Stueck und Gueter im Amte Affritz gelegen, mit Vorbehalt des Wiederkaufs um 1.500 Gulden Ungarisch und Dukaten verkauft, doch sind nur die Namen der Gueterbesitzer nicht aber der Ort, wo sie sich befinden, angefuehrt. Alle diese Gueter haben vormahls dem Sigmund Pibriacher (Bibriacher) und dessen Erben zugehoert, welche diesem von den Grafen zu Cilly zu Lehen verliehen waren.

1. Juli 1466; Lehenbrief vom Kaiser Friedrich etc. Er ertheilt naemlich dem Andreas Trautmannsdorfer fuer ihn selbst und seines Bruders Soehnen die Belehnung ueber den halben Theil etlicher ihnen erblich zugehoerigen und der Grafschaft Cilly lehenbare Gueter, Hoefe, Huben.

26. September 1466; Befehlsschreiben Kaisers Friedrich etc. an den Pfarrer der Pfarrkirche zu Cilly, dass er den Georg Rosenauer zum AltarsPriester St. Nicolai in der Kirche zum Heiligen Daniel in Cilly praesentire.

3. September 1467; Lehenbrief, wodurch Kaiser Friedrich den Leonhard Voit fuer sich und seine Geschwister, als den Aeltern und Lehenstraeger mit einem der Grafschaft Cilly lehenbaren, und von ihrem Vater Veit Voit erblich auf sie gefallenen Hofe zu Puerch im Lauenthal gelegen, rechtlich belehnet.

20. Maerz 1468; PflegRevers von Caspar Lamberger fuer sich und seine Nachkommen mit dem Bekenntnis, dass ihm Kaiser Friedrich aus besonderen Gnaden das Schloss zu Landstrost mit der gewoehnlichen Burghut pflegweise, die Mauth und das Stadtgericht aber allda gegen jaehrliche 100 Pfund Denar, welche er der Frau Katharina, weiland Grafen Ulrich von Cilly Witwe, und nach ihrem toedtlichen Abgange Seiner Majestaet oder Hoechstdero Erben zu reichen hat, bestandweise ueberlassen habe.

31. Mai 1470; Revers von Andreas Hochenwarter ausgestellt, worin er kund macht, dass Seine Majestaet Kaiser Friedrich etc. ihm das Schloss OberCilly in Burggrafschaft und pflegweise bis auf Widerruf eingegeben, und ihm als Burghut 350 Pfund Pfennige jaehrlich versichert habe, die er aus den Einkuenften des Amtes Cilly beziehen solle, und verheisst daher, gesagtes Schloss getreu zu verwesen, solches vor Schaden zu bewahren und stets damit gewaertig zu sein, auch solches auf jedesmahliges Anfordern ohne Widerrede sogleich abzutreten.

21. Oktober 1474; AmtsRevers von Wennko Lusstal ausgestellt, des Inhalts, dass ihm Kaiser Friedrich etc. das Dorf Bischalsdorf und das Haus zu Cilly, das durch den Tod des Andre Gloggauer ledig geworden und Seiner Majestaet anheimgefallen ist, pflegweise bis auf Widerruf zu verwesen ueberlassen habe.

28. Juni 1476; PflegRevers, womit Andre Hochenwarter von Gerlachstein fuer sich und alle seine Erben bekennet, dass ihm Seine Majestaet Kaiser Friedrich etc. die Burg zu Cilly pflegweise und als Burghut jaehrlich 100 Pfund Dukaten verliehen habe. Er verspricht demnach feierlich, dieselbe wohl zu behueten und zu verwahren und damit stets gewaertig zu sein bei Tag und bei Nacht.

5. August 1478; UebergabsInstrument. Andreas Hochenwarter zu Gerlachstein, derzeit Burggraf der Burg zu Cilly, uebergibt hiermit an den roemischen Kaiser Friedrich etc. einen WiderfeilBrief von Hans Eckelhaimer seeligen auf Hans Schnaeer und seine Erben ueber 200 Pfund guter Wiener Pfennige lautend, (worin auch des Hans Weydinger und des Andreas Radmannsdorfer erwaehnt wird) ferner den UebergabGerichtsBehabund Schirmbrief von Hans Weydinger.

14. Oktober 1478; Revers an Kaiser Friedrich etc. von Gilg Prantner, Buerger zu Cilly, worin vorkommt, dass ihm von Seiner Majestaet das Schloss Plankenstein mit dem Landgericht und allen deren Zugehoerungen gegen der gewoehnlichen Burghut pflegweise ueberlassen worden sei und zwar eben so, wie solches vorher Andre Pfleger besessen und innegehabt hat.

17. Dezember 1478; Lehenbrief, Kraft welchem Friedrich roemischer Kaiser etc. dem Georg von Trautmannsdorf die Lehen ueber mehrere Cillysche wie auch ueber viele andere Steyrische Gueter und Gerechtigkeiten ertheilt.
14. Juni 1480; Consens von Johann Macenigo, Herzogen zu Venedig, worin er dem Leonhard Pfalzgrafen in Kaernten, Grafen zu Goerz und Tyrol etc. die Bewilligung ertheilt, das Schloss und die Herrschaft Belgrad in Friaul von der durchlauchtigsten Fuerstin Katharina Graefin zu Cilly an sich zu kaufen. Mit 37 Stueck Handbriefen ueber diesen Ankauf.

27. September 1484; BestandRevers des Richters und Rathes der Stadt Mahrburg, worin sie kundmachen, dass ihnen Kaiser Friedrich etc. den Aufschlag von den Weinen, welche von Feistritz aus der Kalass, von Weitenstein, Lembach und aus andern Gegenden der Herrschaft Cilly, auch ueber den Redl von Eybeswald, von Schwannberg und von Schmielenberg gefuehrt, auch den Aufschlag allda zu Mahrburg und in den Puchln mit allen Einund Zugehoerungen auf ein Jahr, gegen Reichung 1.400 Pfund Denar in Bestand ueberlassen habe.

21. Maerz 1488; BestandRevers, womit Wilhelm Dolacher bekennt, dass ihm Kaiser Friedrich etc. das 80ste Pfund Denar von allen Kaufmannswaren in der Grafschaft Cilly als neuen Aufschlag bis auf Widerruf, um jaehrliche 800 Pfund Denar guter Landmuenz in Bestand ueberlassen habe.

8. September 1489; Revers mit Buergschaft an Kaiser Friedrich etc. von Friedrich Lamberger dem Aelteren, worin er anfuehrt, dass ihm Seine Majestaet das Schloss Guttenstein mit dem dortigen Landgerichte bis auf Widerruf pflegweise, und die dazu gehoerigen Nuetzungen und Renten aber zu treuer Hand und Verrechnung ueberlassen habe; das 80ste Pfund des neuen Aufschlags jedoch von allen Waren und aller Kaufmannschaft in der ganzen Herrschaft Cilly sei ihm um jaehrliche 800 Pfund Denar weisser Muenz, bis auf weitern Befehl, in Bestand verlassen worden.

22. Oktober 1489; Lehenbrief. Friedrich roemischer Kaiser belehnt Hansen Aphalterm fuer ihn selbst und als Lehenstraeger seines Bruders Philipp mit unterschiedlichen, von ihrem Vater ererbten, theils Crainischen, theils Scherfenbergischen und Cillyschen Lehenguetern, als naemlich mit einem Zehend zu dem Klieneck in der Wulzer Pfarre, und mit einem Zehend zu Morentsch, in dem Dorfe bei Rudolfsegg, dann mit 4 Huben in dem NiedernNebelberg etc.

29. September 1490; AmtsRevers an Kaiser Friedrich von Friedrich Lamberger, worin vorkommt, dass Seine Majestaet ihm das 80ste Pfund Geld von aller Waren und Kaufmannschaft, welches zu Laibach, zu Cilly und zu Seldenhofen eingeht, auf getreue Raitung innzuhaben, verliehen habe.

29. Januar 1492; Revers von Andreas Hohenwarter, Ritter, Obristen, Erbtruchsess in Crain und in der Windischen Mark, worin er anfuehrt, dass ihm Kaiser Friedrich etc. die Hauptmannschaft zu Cilly auf 2 Jahre, das Schloss OberCilly aber auf Wohlgefallen pflegweise, dann die Nutzungen und Renten derselben Hauptmannschaft, auch das Vicedomamt und die Aemter der Stadt Cilly und der Stadt Steyer, wie auch im Markte Hohenegg, Sachsenfeld, zu Reifnitz, Moethnickh etc. etc. um 800 Pfund Denar guter Landmuenz in Bestand ueberlassen habe, welchen Betrag er in quartemberlichen Raten jederzeit richtig zustellen verheisst.

4. Maerz 1493; Aufsandbrief. Jacob Rueger in Grosskirchheim ansaessig meldet dem roemischen Kaiser Friedrich etc., dass er ein Guetl in Kirchheim, genannt an der Dueber, in der Grafschaft Ortenburg, seinem Bruder Leonhard Rueger verkauft habe, welches ehemals von dem Fuersten und Herrn Grafen Ulrich von Cilly zu Lehen herruehrte und er nachmals von dem Kaiser empfangen hat, und welches er seinem Bruder zu verleihen bittet.

21. Dezember 1493; Lehenbrief, Kraft welchem Kaiser Maximilian etc. den Wilhelm von Trautmannsdorf als Lehenstraeger fuer ihn selbst, und Hansen seinen Bruder, auch Wolfgang, Georg, Sigmund und Ernst Trautmannsdorf Gebrueder, seine Vetter, mit vielen Cillyschenund Steyrischen Lehensguetern und Gerechtigkeiten belehnet.

28. Dezember 1493 (1393); Confirmationsbrief. Papst Bonifacius VIII confirmirt mit Apostolischer Gewalt die Verleihung des Patronatsrechtes ueber die Pfarrkirchen St. Martin, in Tiefer, Sancti Martini in Ponikl, Beatae Mariae Virginis in Gurkfeld, Sanctae Margarethae in Goditz, Sanctae Crucis bei Rohats (Rohatsch) und Sancti Ruperti bei Nassenfuess, alle in der Aquilejer Dioezese, dem Grafen Hermann zu Cilly, welche diesem durch Johann, Patriarchen zu Aquileja zugestellt wird.

20. Mai 1494; Aufsandbrief. Gotthard Weidecker meldet dem Koenige Maximilian I., dass sein seeliger Vater Moritz Weidecker den Hof zu Kirchbach im Goldensteiner Gericht gelegen, der einst von denen zu Cilly zu Lehen herruehrt und dann dem Kaiser Friedrich als Lehensherrn zugefallen, zu Lehen gehabt, und dass er Gotthard Weidecker diesen Hof dem Leonhard Hauser (Hausner), Buerger an der Mauth und dem Kreutzberg an der Geyl, und allen seinen Erben verkauft habe, welchen er ihm zu verleihen bittet.

14. November 1496; Verschreibung vom roemischen Koenige Maximilian etc. Kraft welcher er dem Leonhard von Kollnizer, Ritter, auf 2 produzirte Geldschuldbriefe, wovon der eine von weiland Herzogen Leopold von Oesterreich, der andere aber von weiland Grafen Ulrich von Cilly ausgefertigt ist, und von Seiner Majestaet zu zahlen sind, das Schloss Loschenthal mit allen Zugehoerungen ihm solange pflegweise verschreibt, bis die Sache vollkommen eroertert und ausgeglichen seyn wird.

28. Oktober 1497; Pfruendeverleihung. Leonhard, Graf zu Goerz, verleiht dem Priester Johann Schellegger zu Cilly durch den Aquilejer Patriarchen, oder durch dessen GeneralVicar die Pfarrey St. Andre in Rohatsch.

25. Februar 1498; Revers, wodurch Lionhard Nyderdorfer (Niederdorfer) bekannt macht, dass ihn Maximilian roemischer Koenig etc. zum Forstknechte in Cilly mit einem Pferd aufgenommen, und ihm fuer Sold und Schaeden woechentlich einen halben Gulden Rheinisch und ein Kleid festgesetzt habe, welches er von den Cammergefaellen in Innspruck zu beheben haben wird. Er verspricht dagegen, Seiner Majestaet Wildbahn, Forste, Hoelzer, Rothund Schwarzwild um Cilly treulich und mit Fleiss zu hegen, zu behuerten und zu bewahren.

29. Jaenner 1500; Revers von Heinrich Scheppach ausgefertigt, worin er anfuehrt, dass der roemische Koenig Maximilian etc. ihm aus Gnaden das Urbaramt der Grafschaft Cilly, dann das Schloss Altenburg und das Forstamt zu Cilly bis auf Widerruf in derselben Eigenschaft pflegweise ueberlassen und anvertraut habe, wie solches vormahls Wolfgang Schelbs (Schelchs) Seiner Majestaet Thuerhueter, inne hatte. Auch habe ihm Seine Majestaet fuer getreue Verwaltung alles dessen einen jaehrlichen Sold von 300 Gulden Rheinisch angewiesen.

7. Oktober 1500; AmtsRevers des MartinDurlacher, Richters zu Cilly, wodurch er bekennt, dass Koenig Maximilian, ihm das Urbaramt allda zu Cilly bis auf hoechstes Wohlgefallen zu verwesen und die Einkuenfte desselben getreu zu verrechnen uebergeben habe.

7. Januar 1501; PfandRevers, womit Johann, Abt, und der ganze Convent zu St. Lamprecht oeffentlich bekennen, dass ihnen Maximilian roemischer Koenig etc. fuer dargeliehene 400 Gulden auf jetzige Nothdurften, wie auch in Anbetracht jener Summe, welche der seelige Abt Heinrich schon weiland Hermann Grafen zu Cilly dargeliehen, folgende 2 Aemter pfandweise ueberlassen habe, und zwar das Amt bey dem Neumarkt, worauf 600 Pfund Wiener Pfennige, und das Amt unter Friesach gelegen, worauf 232 Gulden Hungarisch versichert sind.

10. Februar 1501; Revers, wodurch Paul Wolf bekennt, dass ihn Maximilian roemischer Koenig etc. zu hoechst Ihrem Forstknechte mit einem Pferd in der Grafschaft Cilly aufgenommen und ihm zum Solde jaehrlich 26 Gulden Rheinisch und ein Hofkleid bestimmt haben, wofuer ihm im Falle er solches nicht benoethigte, 4 Gulden ausbezahlt werden sollen. Er gelobet demnach seine Schuldigkeit getreu zu erfuellen.

2. August 1501; Revers des Heinrich Scheppach, Seiner roemischen koeniglichen Majestaet Urbarer und Forstmeister zu Cilly, womit er bekannt macht, dass ihm Seine Majestaet der roemische Koenig Maximilian etc. die Burg zu Cilly mit aller derselben Zugehoerungen gegen Auszahlung jaehrlicher 50 Gulden Rheinischer Burghut zu verwalten und wohl zu bewahren, bis auf weiteren Befehl ueberlassen habe, welches er auch zu thun feierlichst gelobet.

25. April 1502; PflegRevers des Jacob von Landau, Ritters und Landvogtes in Oberund NiederSchwaben, worin er bekennt, dass ihm Maximilian roemischer Koenig etc. die Hauptmannschaft Cilly mit dem Schlosse und der Stadt gleichen Namens mit allen deren Obrigkeiten und Berechtigkeiten und den gewoehnlichen Robothen (die Renten, Guelten und Nutzungen aber ausgenommen) zu verwesen uebergeben habe. Er verpflichtet sich gegen Erlangung eben derselben Burghut, welche seinem Vorfahrer dem Edlen Andreas Hohenwarter gereicht worden, solche Hauptmannschaft getreu innzuhaben, zu verwesen und damit gehorsam und gewaertig zu sein.

20. Juni 1502; LehenRevers von Jacob Trappen fuer sich und in seiner Brueder Namen ausgestellt, wegen der vom roemischen Koenige Maximilian etc. erhaltenen Belehnung mit den ihnen vom Vater erblich angefallenen der Grafschaft Cilly lehenbaren Guetern, als naemlich mit einem Hofe und 6 dazu gehoerigen Hofstaetten zu Leutschach, mit 5 Huben in der Rossbach, mit 3 Huben unter Sailenburg etc. etc.

28. Juli 1506; LehenRevers von Peter Tschawitz ausgefertigt ueber die vom roemischen Koenige Maximilian empfangene Belehnung mit etlichen der Grafschaft Cilly lehenbaren Guetern, als mit 4 Huben zu Kysstal ober der Pfarrkirche, und mit 3 unter derselben, dann mit einer Hube zu Lipewitz oberhalb Plankenwart.

9. August 1506; PfandRevers, wodurch Jacob von Ernau, Ritter, koeniglicher Rath und Landvogt in Oberund NiederSchwaben, bekennt, dass er Seiner Majestaet dem roemischen Koenige Maximilian etc. die Summe von 8.000 Gulden Rheinisch bar dargeliehen habe, wofuer ihm Seine Majestaet die Hauptmannschaft Cilly mit allen Zugehoerungen pfandweise zu besitzen und innzuhaben conferirt haben.

16. August 1506; Aufsandbrief. Anna Kammerin meldet dem roemischen Koenige Maximilian etc., dass sie ihre anliegenden Gueter freies Eigenthum sowohl, als solche, die vom roemischen Koenige als Landesfuersten in Steyer zu Lehen sind, dem edlen Paul von Puechwald, derzeit koeniglichen Amtmann zu Tiefer und allen seinen Erben ganz frei uebergen habe, welche sie ihm zu verleihen bittet. Mit dem rueckwaerts geschriebenen BekraeftigungsInstrumente des Richters und Rathes der Stadt Cilly.

14. September 1506; LehenRevers des Sebastian Guckhen, Gegenschreibers zu Cilly, fuer sich und seine Hausfrau ausgestellt ueber die vom roemischen Koenige Maximilian etc. erhaltene Belehnung mit den von seinem Vater Michael Wechsler ihm uebergebenen Steyerischen Lehenguetern, als mit 2 Huben zu Slatina, dann mit einer oeden Hube zum Hof bei St. Marein, ferner mit einer oeden Hube zu Lenndorf, etc.

13. September 1506; Koeniglicher Expectanzbrief fuer den Johann Turlacher, dass ihm die Caplaney in der Pfarrkirche zu Cilly sogleich eingeantwortet werden wird, wenn Leonhard Mandeck mit Tode abgegangen sei.

3. November 1509; Revers von Paul Clamer, darin vorkommt, weiland Maximilian roemischer Kaiser habe ihm eine Stelle beim Forstknechtamte in der Grafschaft Cilly mir jaehrlichen 42 Gulden Besoldung verliehen und er wolle und solle seiner aufhabenden Pflicht getreu nachleben.

13. November 1509; Revers, welchen Christoph Schwarzmair ueber das vom roemischen Kaiser Maximilian etc. erhaltene Forstmeisteramt in der Grafschaft Cilly ausstellt und darin gelobet bei seiner jaehrlichen Besoldung per 50 Gulden alle hierher gehoerigen Forste, Wildbahnen, Hoelzer, Gejaide, Rothund Schwarzwildbraet fleissig zu versehen und zu warten.

21. Februar 1510; AmtsRevers von Balthasar Springinsfeld, worin er meldet, dass Kaiser Maximilian etc. ihm auf getreue Rechnung bis auf Wohlgefallen die Mauth zu Cilly mit allen Zugehoerungen zu verwalten anvertraut habe, wobei er die ihm obliegenden Verbindlichkeiten zu erfuellen angelobet.

7. Mai 1510; Befehl vom Kaiser Maximilian, die Capelle zum heiligen Niclas auf dem Berge bei Cilly mit der Pfarrkirche allda in Cilly zu vereinigen, solche derselben einzuverleiben und sie mit einem eigenen Caplan zu versehen, damit der Gottesdienst gehoerig verrichtet werden moege.

19. Juni 1510; Revers von Hans Rohatscher, Pfleger zu Rohatsch, ausgestellt, darin enthalten ist, dass ihm Kaiser Maximilian etc. weil er zum Venediger Kriege 2.100 Gulden Rheinisch dargeliehen hat, die Aemter Schoenstein und Katzenstein mit dem kleinem Amte Bischofsdorf in der Grafschaft Cilly, mit allen deren Renten, Guelten und Zinsen und sonstigen Zugehoerungen satzund bestandweise in der naemlichen Eigenschaft zu besitzen verschrieben habe, wie solche vormahls Friedrich Lamberger, Sebastian Guakh, und Martin Duellacher inne hatten.

8. April 1511; Satzbrief vom Kaiser Maximilian, worin ersichtlich ist, dass Niclas von Thurn Seiner Majestaet die Summe per 1.000 Gulden Rheinisch dargeliehen, wofuer ihm Hoechstdieselben das Urbaramt in der Grafschaft Cilly unter der Bedingung satzweise ueberlassen haben, dass er von Thurn zu Abschlag seiner Forderung auf Sold und Burghut sich aus den Urbaramtsgefaellen jaehrlich 220 Pfund Dukaten zurueckbehalten koenne und duerfe.

17. November 1511; Schreiben vom Kaiser Maximilian etc. an einen Unbenannten, dass dieser die ihm verliehene Caplaney unsers lieben FrauenAltars zu Cilly, weil er kein Geistlicher werden will, sogleich zurueckstelle, damit sie einem andern wuerdigen Geistlichen verliehen werden koenne.

19. November 1511; Befehl vom Kaiser Maximilian an Niclas von Thurn, Urbarer zu Cilly, dem Martin Morin den St. Niclas Altar in der Pfarrkirche zu Cilly zu uebergeben und ihn zu praesentiren und einzustalliren.

30. November 1514; LehenRevers zu Folge welchem Caspar Herbst, Herr zu Laass, kaiserlicher Rath und Cammerdiener, fuer sich und alle seine Erben bekennt, dass Kaiser Maximilian etc. ihm aus besonderen Gnaden das Schloss und die Herrschaft Laass.

Erklaerung von Caspar Herbst, Herrn zu Laass etc. womit er kund thut, dass er, wenn er weiland Herrn Georgen von Thurn rueckgelassene Witwe zur Frau erhaelt, wie er es Willens ist, die Verschreibungen ueber die Herrschaften Laass, Cilly, Gurkfelden und Scherffenberg in die Haende Seiner Majestaet ueberantworten wolle; vorzueglich aber erklaert er sich, die Briefe ueber Cilly nicht zu gebrauchen, es sey denn zu vor Bernhard Raunacher, der gegenwaertig diese Hauptmannschaft innehat, auf eine andere Art entschaedigt.

12. Februar 1515; Revers, womit Silvester Puechler bekennet, dass ihn Kaiser Maximilian zum Forstknechte in Cilly mit jaehrlicher 36 Gulden Besoldung und 4 Gulden auf ein Kleid, in allem mit 40 Gulden aufgenommen habe, wogegen er das Wild fleissig zu hegen und die Waldungen wohl zu besorgen verspricht.

12. Februar 1516; Revers des Wolfgang Fordann, kaiserlichen Rathes und Vizedoms in Steyer, des Herrn Leonhard von Ernau Diener, worin er sagt, dass er 3 Bestandbriefe und zwar den Ersten vom Buergermeister, Richter und Rathe der Stadt Judenburg wegen den 2 Mauethen allda zu Judenburg und Liechtenstein, worauf 444 Rheinisch; den zweyten vom Richter und Rathe zu Cilly wegen der Mauth allda, worauf 3.000 Gulden Rheinisch; und den dritten vom Michael Meixner wegen den 2 Aemtern zu Froessach und Sumeregk, worauf 400 Gulden haften, dem Vizedom in Steyer Herrn von Ernau uebergeben habe, und macht sich verbindlich, die Reverse hierueber sowohl den von Judenburg und Cilly, wie auch den vom Meixner ehestens einzusenden.

15. Maerz 1516; Kundmachung. Seine Majestaet Kaiser Maximilian etc. machen hiermit oeffentlich kund, dass hoechstdieselben den Caspar Herbst, Ihren Rath und Kammerdiener zum Hauptmann und Vizedom fuer die Grafschaft Cilly aufgenommen, und ihm diese Hauptmannschaft mit dem Vizedomamte, das Schloss OberCilly, wie auch die Stadt und Burg Cilly mit allen Obrigkeiten und Herrlichkeiten und allen Nutzungen bis auf Widerruf gegen dem ueberlassen habe, dass er alle Jahr zu gehoeriger Zeit dem Landhofmeister, Marschallen, Kanzler, Statthalter und Raethen getreue Rechnung lege, wofuer ihm die mit diesem Amte verbundene Besoldung aus dem Vizedomamte zu Cilly bezahlt werden wird.

10. Dezember 1518; Revers, womit Hans Presinger, kaiserlicher Thuerhueter und Forstmeister der Fuerstenthuemer Kaernten, Krain und der Grafschaft Goerz oeffentlich kundmacht, dass ihm vom Kaiser Maximilian in Anbetracht seiner dem Erzhause Oesterreich geleisteten treuen und erspriesslichen Dienste das Schloss Plankenstein in der Grafschaft Cilly mit dem Landgerichte, Bauund Mayerhofe, Fischwaessern und allen andern Zugehoerungen auf 10 nacheinander folgende Jahre auf Raitung, nach deren Verlauf aber auf Wohlgefallen zu verwesen verliehen worden sei, wie beistehende Verschreibung zeiget.

17. Dezember 1521; Zusicherungsund BewilligungsBrief. Caspar Herbst, Herr zu Laass (Loos) Hauptmann und Vizedom zu Cilly und Helena, dessen eheliche Gemahlin, geborne Graefin von Frangkenpan, bekennen anstatt ihrer leiblichenund Stieftochter Anna (weiland Georgen von Thurn rueckgelassenen Tochter) dass der auf 16 Jahre bedungene Wiederkauf des Schlosses Friedrichstein mit der Stadt Gotschee und dem Amte Riegk, welch alles Kaiser Maximilian etc. an obigen von Thurn um 11.000 Gulden verkauft hat, bereits zu Ende gehe. Sie bewilligen daher dem jetzt regierenden Herrn und Landesfuersten, Erzherzogen Ferdinand etc. noch 4 Jahre, waehrend welcher Zeit die Abloesung genannten Schlosses der Stadt und des Amtes pro 11.000 Gulden zu geschehen soll.

23. Juli 1523; Verschreibung. Ferdinand, Erzherzog zu Oesterreich verschreibt dem Hans Presinger, Kammerthuerhueter und Forstmeister in Kaernten, Crain und in der Grafschaft Cilly, das Schloss Plankenstein in der Grafschaft Cilly mit dem Landgerichte, Bauund Mayerhofe, Fischwaessern und mit allen andern Zugehoerungen, dann die Aemter Lengberg, St. Marein, und noch andere Aemter, welche Hans von Schwetkowitz innehatte, auf Lebenslang pflegund amtsweise unverrait zu besitzen.

11. August 1523; BestandRevers vom N. Richter und Rathe der Stadt Cilly, dem des Erzherzogs Ferdinand zu Oesterreich etc. Raethe und Verordnete Commissarien der Reformation in Steyer in Kraft ihrer Instruction, die Mauth zu Cilly mit ihren Gefaellen und Einkommen um jaehrliche 480 Gulden Bestandgeld auf 1 Jahr, dann darauf bis auf Widerruf ueberlassen habe.

9. September 1523; Revers, womit Achatz von Lindeckh bekennt, weil ihm Prinz Ferdinand von Spanien, Erzherzog zu Oesterreich etc. die Hauptmannschaft und das Vizedomamt in der Grafschaft Cilly, wie auch das Schloss, die Burg und Stadt zu verwesen anvertraut habe, dass er die Renten, Einkommen, Urbarsteuer, und alle dahin gehoerigen Gefaelle mit aller Sorgfalt einnehmen und solche zu Seiner Fuerstlichen Durchlaucht Haenden zu rechter Zeit einantworten wolle.

11. August 1524; BestandRevers des N. Richters und Rathes der Stadt Cilly, worin kundgemacht ist, dass ihnen mit Ferdinand, Erzherzogs zu Oesterreich, etc. Bewilligung die verordneten Raethe und Commissarien der Reformation in Steyer, die Mauth allda zu Cilly mit ihren ganzen Gefaellen und Einkommen auf 2 nacheinander folgende Jahre und zwar jaehrlich pro 480 Gulden Bestand ueberlassen haben.

12. November 1524; BestandRevers, Kraft dessen Jobst Lilgenberger oeffentlich bekennt, dass ihm vom Erzherzoge Ferdinand zu Oesterreich etc. das Amt zu Cilly genannt das Cillyer Amt mit dem Landgerichte und allen dahin gehoerigen Gefaellen und Einkommen auf 3 nacheinander folgende Jahre und zwar um jaehrliche 460 Gulden Rheinisch in Bestand ueberlassen worden sei.

10. Dezember 1526; Pfandund PlegRevers von Hans Katzianer, worin er kund macht, Erzherzog Ferdinand habe ihm das Schloss und Amt Altenburg in der Grafschaft Cilly, welches er mit hoechstem Consens von Thomas Gradnecker und dessen Erben um 2.225 Gulden Rheinisch und 200 Gulden Baugeld abgeloest hat, mit noch Darzuschlagung von 200 Gulden Baugeld, folglich in Summa pro 2.625 Gulden ebenfalls pfandund pflegweise bis zu Wiederloesung verschrieben und eingegeben.

14. Januar 1527; BestandRevers von Jobst Lilgenberg, worin er anfuehrt, dass ihm der roemische Koenig Ferdinand das ZillierAmt mit dem Landgerichte und allen dessen Einkommen und Zugehoerungen auf 10 nacheinander folgende Jahre und zwar jaehrlich um 460 Gulden Rheinischer Bestandgeld verlassen habe, wobei er die damit verbundenen Obliegenheiten getreu zu beobachten verspricht.

18. Januar 1527; Revers von Hans Ungnad Freiherrn zu Sonnegg, Seiner Majestaet Obristen Fuerschneider, Hauptmanne und Vizedom zu Cilly und von Anna gebornen von Thurn, seiner Gemahlin, womit sie kundmachen, dass sie den mit Seiner Majestaet verabredeten Termin wegen Wiederzurueckkaufung des Schlosses und der Stadt Friedrichstein und Kotschee (Gotschee) samt dem Amte Riegk zu Gunsten Seiner Majestaet noch auf 2 Jahre verlaengern.

22. Januar 1527; Revers des Georg Grillinger, Stadtrichters zu Cilly, dass er den Revers ueber die Mauth allda, welche Seine Majestaet der roemische Koenig Ferdinand der gemeinen Stadt allda auf ein Jahr lang und hernach auf Wohlgefallen ueberlassen hat, ehestens an die niederoesterreichische Kanzlei einschicken wolle.

6. Mai 1527; Befehl vom roemischen Koenige Ferdinand an die verordneten Raethe der niederoesterreichischen Raitkammer, dass sie von dem Hans Ungnad, Freiherrn von Sonnegg, Obristen Fuerschneider und Hauptmanne und Vizedom zu Cilly den Revers verbindlich machen wird, die von ihm abgetretene Herrschaft Gotschee erst nach Verlauf von 2 Jahren wieder in Besitz zu nehmen.

24. Mai 1527; Vermerkoder Inventarium ueber alle Gegenstaende, welche Herr Hans Ungnad, Freiherr zu Sonnegg, Seiner Majestaet Obrister Fuerschneider, Hauptmann und Vizedom zu Cilly, in dem Schlosse Medwit gelassen hat, da er solches zu Gunsten des Grafen Carl zu Corbau etc. abtrat.

22. Februar 1528; Verschreibung, Kraft welcher Ferdinand, Koenig zu Hungarn und Boehmen etc. bekannt macht, dass, wenn Hans Presinger, Kammerthuerhueter und Forstmeister in Kaernten, Crain und zu Cilly, der das Schloss Plankenstein und die Aemter Lengberg, St. Marein und noch andere Aemter pflegweise unverrait innehat, mit Tode abging, sein Bruder Balthasar Presinger, koeniglicher Rath und Obrister Kuechenmeister alle diese Besitzungen ueberkommen solle.

12. Januar 1529; Lehenbrief, Kraft welchem Ferdinand roemischer Koenig, Erzherzog zu Oesterreich den Balthasar Presinger und alle seine maennlichen Nachkommen mit dem VicedomHause in der Stadt Cilly belehnt.

16. April 1529; Revers von Balthasar Presinger, koeniglichem Rathe, Obristen Kuechenund Forstmeister in Kaernten, Crain und in der Grafschaft Cilly, worin er kundthut, dass ihm der roemische Koenig Ferdinand etc. das Amt Stain im Jauenthal mit allen Zustaenden um 4.000 Gulden pflegund pfandweise verschrieben habe.

11. Maerz 1533; BestandRevers vom N. Richter, Rathe und der Gemeinde der Stadt Cilly, darin vorkommt, dass der roemische Koenig Ferdinand etc. ihnen in Anbetracht ihrer Treue und Anhaenglichkeit die Mauth in der Stadt Cilly mit allen deren Zustaenden neuerdings auf 3 nacheinander folgende Jahre, und zwar um jaehrliche 350 Gulden bestandweise ueberlassen habe, dabey sie die richtige Abfuhr des Bestandgeldes zu vorgeschriebener Zeit zusichern.

25. Oktober 1534; Relation von Christoph von Eberstein, Ritter, dann Heinrich von Wernegk und Georg von Truebnegk zum Schwarzenstein als verordneten Commissarien zur Untersuchung der Streitigkeiten und Irrungen in Beiseyn des Wolfgang von Lamberg, Vizedoms in Krain zwischen dem Herrn Sigmund von Weichselberg, Rittern und Innhaber des Schlosses Siebenegk und Forstmeister zu Cilly, und zwischen dem Herrn Haug von Tschernemelt (Tschernomell) wegen etlichen Eingriffen am Schlosse Siebenegk.

5. April 1535; BestandRevers vom Richter und Rathe der Stadt Cilly ausgestellt ueber die Mauth allda in der Stadt Cilly, welche Ihnen Seine Majestaet Ferdinand roemischer Koenig etc. neuerdings auf 3 nacheinander folgende Jahre gegen ein jaehrliches Bestandgeld pro 350 Gulden ueberlassen hat.

11. April 1535; Bekenntnis des Jobst von Lilienberg, koeniglichen Rathes und Obristen Proviantmeisters, darin er anfuehrt, dass ihm Ferdinand, Koenig zu Hungarn und Boehmen etc. die Mauth zu Franz im Saernthal in der Grafschaft Cilly auf sein Lebenlang unverrait fuer 200 Gulden Provision verschrieben habe.

11. April 1535; Pfandrevers vom erstgenannten Jobst von Lilienberg ueber die ihm vom roemischen Koenige Ferdinand etc. pro 1.700 Gulden Rheinischer Pfandschilling ueberlassene Herrschaft samt Schloss Osterwitz in der Grafschaft Cilly und der Mauth zu Franz.

1. Januar 1536; Revers, welchen Hans Ungnad, Freiherr zu Sunnegk, koeniglicher Rath, Obrister Fuerschneider, Landeshauptmann in Steyer, dann Hauptmann und Vizedom zu Cilly ausstellt und darin bekannt macht, ihm habe Ferdinand roemischer Koenig der treu und erspriesslich geleisteten und noch leistenden Dienste wegen, das Dorf Rorbach und 5 Huben zu Praerach mit allen Zugehoerungen auf sein Lebenlang ganz frei zum Genusse nach seinem Tode aber seinen Erben 6 Jahre zu besitzen und zwar unverrait in Gnaden eingegeben und verschrieben.

24. April 1537; VerzichtsBrief von Hansen Ungnad, Freiherrn zu Sonnegg etc. fuer sich und seinen Bruder Andre, Koeniglichen Rathe etc. ausgestellt, worin sie allen Anspruechen und Forderungen von Gerichtskosten, Zehrungsgeldern, Schaeden und entgangenen Nutzungen, die in der Rechtsangelegenheit zwischen ihnen und den Herrn von Reichenburg wegen gewissen Schuldforderungen aufgelaufen sind, feierlich entsagen, da ihnen Seine Majestaet die Summe per 1.500 Gulden Rheinisch in Muenz auf die Grafschaft Cilly versichert haben.

4. Juli 1539; Revers, womit der Richter und Rath der Stadt Cilly bekennt, dass ihnen der roemische Koenig Ferdinand etc. den BestandContract der koeniglichen Mauth allda auf 3 nacheinander folgende Jahre wieder neuerdings verlaengert habe. Das Bestandgeld ist jaehrlich 350 Gulden Rheinisch.

15. Februar 1543; BestandRevers des Richters und Rathes der Stadt Cilly ueber die Mauth allda, welche ihnen der roemische Koenig Ferdinand etc. wieder neuerdings auf 3 nacheinander folgende Jahre gegen Entrichtung jaehrlicher 350 Gulden in Bestand ueberlassen, welchen Betrag sie ordentlich zu entrichten angeloben.

30. November 1545; BestandRevers vom N. Richter und Rathe der Stadt Cilly ueber die Mauth allda, welche ihnen Koenig Ferdinand etc. mit allen Zustaenden abermahl auf 3 nacheinander folgende Jahre bestandweise ueberlaesst.

13. Dezember 1546; Pfandund BestandRevers, vermoeg welchem Hans Ungnad, Freiherr zu Sonnegg, koeniglicher Rath, Landeshauptmann in Steyer, wie auch Hauptmann und Vizedom zu Cilly bekannt macht, dass ihm der roemische Koenig Ferdinand etc. in Ansehung der stets treu geleisteten Dienste das CillyerAmt, welches er mit 1.000 Gulden Rheinisch von weiland Jobst von Lilligenbergs (Lilienbergs) Erben abgeloest hat, um den naemlichen Pfandschilling pfandund bestandweise verschrieben habe, und zwar auf sein Lebenlang unabgeloest nach seinem Absterben auf Wiederloesung. Hierbei haben sich Seine Majestaet die Landesfuerstlichen Hoheiten, Schaetzund Bergwerke, die Urbarsteuer, Hochund Schwarzwild, geistund weltliche Lehenschaften, Raisen und Gezug nebst der Appellation und die Confiscationen ausbedungen.

Auszuege jener inneroesterreichischen Urkunden, welche vom Herrn Hofrathe von Rosenthal im Jahre 1752 aus dem Grazer Schatzgewoelbe in das hiesige geheime HausArchiv uebertragen worden sind.

Montag nach der Osterwoche, d.i. 16. April 1341: Diploma vom Kaiser Ludwig von Bayern, Kraft welchem er den Fiedrich Freiherrn von Seunegkh, samt dessen Erben und Nachkommen in ReichsGrafenstand erhebt und ihnen den GrafenNamen von Cilli mit Verleihung selbiger Grafschaft gegeben hat. (Gegeben zu Muenchen, wie oben).

13. Novembris 1341: Patriarchae Bertrandi infeudatio comiti Henrico Cillae ob ejus ingentem devotionem et exhibita ecclesiae Aquilegensi grata fidelitatis obsequia, collata super decime in Tyffer sita, et a domino Joanne de Scherer, vicarium in Tyffer, per procuratorem suum Philippum de civitate Austria, diaconum in manus dimini Patriarchae, pure sponte et libere resignata. Actum in Civitate Austria in palatio patriarchali. ut supra.

25. Novembris 1347: Bertrandi Patriarchae investitura cujusdam decimae in praedio dictae Tyffer sitae, et ad liberas ejusdem manus a nobilibus viris, dominis Martino et Joanne fretribus de Reichenegg per procuratorem suum, nomine Paulinum resignatae ex speciali gratia et proprio motu, solenniter collatae domino Friderico, comiti Cillae. Actum in civitate Austria ut supra.

Freitag vor Bartholomei, d.i. 22. August 1348: Quittung von Grafen Otto zu Ortenburg fuer Grafen Friedrich von Cilly ueber diejenigen 1.200 Gulden, die er ihm an der Haimsteuer dessen Gemahlin als seiner Tochter, entrichtet hat.

Freitag in den Osterfeiertagen, das ist 29. Maerz 1353: Verzicht der Graefin Catharina von Goerz und Tyrol, die nach erhaltener Haimsteuer per 1.600 Mark Aglayer Pfennige ihren Vater und Gebrueder versichert, kein Erbtheil, keine Feste oder Herrschaft von ihnen Grafen von Cilly in Anspruch zu nehmen, oder je daran eine Forderung zu machen.

Am St. Niclas Tag das ist, 6. Dezember 1365: Lehenbrief von Albrecht, Herzogen zu Oesterreich, Kraft welchem er die Grafschaft Cilly mit allen Zugehoerungen samt Gericht, Stock und Galgen, mit allen Rechten und Gerechtigkeiten den Grafen Ulrich und Hermann Gebruedern von Cilly ihrer treu geleisteten Dienste wegen zu rechten Lehen gegeben hat.

9. Mai 1368: Credentialschreiben an Patriarchen Marquard zu Aglay von der Graefin Margareth und ihrer Tochter Graefin von Pfannberg, dasjenige zu befolgen und zu vollfuehren, was Ihro paebstliche Heiligkeit wegen des zwischen dieser und Graf Hansen von Cilly cum dispensatione geschlossenen Heirats ihnen schriftlich befohlen haben. Geschehen zu Pfannberg, wie oben.

Samstag vor Urbani, das ist 20. Mai 1368: Brief an die Herzoge zu Oesterreich vom Abte und Convente zu Obernburg, worin sie bitten, die Herzoge wollen die Grafen Ulrich und Hermann zu Cilly als rechtmaessige Voegte und Schirmer ihres Gotteshauses bestellen und praesentiren.

Die 26. Martii 1369: Publicatio Papalis dispensationis matrimonio inter comitem Joannem Cilliae, et Margaretham comitissam de Pfannberg non abstante quarto consanguinitatis gradu legitime contrahendo per Marquardum Patriarcham Aquilegensem tanquam commissarium in hac parte specialiter deputatum. Facta et data in patriarchali palatio Aquilegensi ut supra.

Freitag vor dem Sonntage Oculi in der Fasten, das ist 7. Maerz 1371: Verzicht der Graefin Adelheid, Grafen Ulrichs von Cilly Wittib, gegen Grafen Hoerman von Cilly, ihren Bruder, respectu ihrer auf die Nutzungen der Stadt Feustritz und des Urbars daselbst mit 10.000 Gulden verwiesenen Heimsteuer und Wiederlegung. Geschehen zu Cilly, wie oben.

Erchtag vor Ostern, das ist 1. April 1371: Revers der Graefin Adelheid von Cilly ueber 1.000 Pfund Wiener Denar Morgengabe, welche ihr Graf Hoermann von Cilly auf 100 besessene Huben im Urbar zu Prassberg und Altenburg gewiesen, und selbige loco eines Pfandes eingeantwortet hat. Gegeben zu Cilly, wie oben.

Am St. Hieronimi Tage, das ist 30. September 1372: Lehenbrief, Kraft welchem Kaiser Carl die Vogtey des Klosters zu Obernburg, Ordinis Sancti Benedicti den Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly Vettern zu Lehen verleiht. Gegeben zu Brunne, wie oben.

Am St. Hieronimus Tage, das ist 30. September 1372: Diploma vom Kaiser Carl, vermoeg welchem Seine Majestaet den Hermann und Wilhelm Gevettern von Seunegkh und alle ihre Erben und Nachkommen zu Freyen ReichsGrafen von dem roemischen Reich, denen nachkommenden Kaisern und Koenigen aber zu rechten Freyen, Edlen und Lehensvasalen, wie ihnen Ihro Majestaet solche mit gewoehnlicher Huldigung und Eiden verglichen haben, empfangen und ruhig besitzen sollen und moegen. Actum zu Brunnen, wie oben.

30. September 1372: Diploma in simili, jedoch in dem Inhalt mit Einund Andern Unterschied. Zu Brunnen, wie oben.

Samstag vor Martini, das ist 7. November 1372: Consens von den Herzogen Albrecht und Leopold Gebruedern, Herzogen zu Oesterreich, worin sie ihre Zufriedenheit darueber auessern, dass Kaiser Carl den Hermann und Wilhelm, die Freyen von Seunegk in den Reichsgrafenstand gesetzt und ihnen der GrafenNamen von Cilly gegen habe. Gegeben zu Neuburg, wie oben.

Am Gottsleichnamstage, das ist 16. Juni 1373: Schiedsspruch von Albrecht, Herzogen zu Oesterreich in der Streitsache zwischen den Grafen von Montfort und Pfannberg, dann denen Grafen von Cilly, wegen etlichen Festen, Guetern und Schloessern, dann Geldforderungen und andern Ansprechungen. Geschehen zu Graetz, wie oben.

Am Gottsleichnamstage, das ist 16. Juni 1373: Compromissum erstbenannter Partheyen an Herzog Albrecht zu Oesterreich in besagter Angelengheit, wie oben.

Am naechsten Freitag vor St. Gallentag, das ist 14. Oktober 1373: Ein Brief, worin Pfalzgraf Meinhard von Kaernten, Graf zu Goerz und Tirol etc. seine Tochter Elisabeth dem Grafen Wilhelm zu Cilly zur Ehe verspricht und ihr 3.000 Mark Aglayer Denar zur Heimsteuer zu geben gelobet. Gegeben zu Villach, wie oben.

Freitag vor dem Sonntag Judica in der Fasten, d.i. 17. Maerz 1374: Quittung ueber 432 Gulden 32 Venediger Muenz, welche Graf Hermann zu Cilly von seinem Schwager Grafen Meinhard zu Goerz erhalten zu haben bestaetiget. Geschehen zu Cilly, wie oben.

Am naechsten Samstag nach des heiligen Kreutztags im Herbst, das ist 16. September 1374: LoesungsRevers der Catharina Graefin zu Cilly, womit sie verwilliget, dass die Erben des Grafen Hoermann von Cilly ihres Gemahls naemlich, ihre auf der Feste Gurkfeld und OberWippach versicherte und vom Koenige Ludwig zu Hungarn ihr gegenbene Heimsteuer per 10.000 Gulden und Morgengabe per 5.000 Gulden nach Gefallen an sich loesen koennen und moegen. Gegeben zu Cilly, wie oben.

Am naechsten Sonntag nach des heiligen Kreutztages im Herbste, das ist 17. September 1374: Revers der Graefin Catharina von Cilly, worin sie bestaetiget, dass ihr Gemahl Graf Hoermann von Cilly ihre Heimsteuer per 10.000 Gulden und die Morgengabe per 5.000 Gulden auf die Feste Gurkfeld und Wippach verwiesen und ihr solche pfandweise eingegeben habe. Geschehen zu Cilly, wie oben.

Mittwoch in den Osterfeiertagen, das ist 16. April 1376: Urkunde vom Grafen Hermann zu Cilly, vermoeg welcher durch dessen interposition Graf Meinhard zu Goerz sich mit Grafen Albrecht in Betreff der Abloesung unterschiedlicher Pfandschaften dahin verglichen hat, dass Grafen Meinhard alle besagter Pfandschaften halber in Handen befindlichen Briefe und Verschreibungen extradirt werden sollen, im widrigen alle diese Urkunden fuer ungueltig erklaert werden. Gegeben zu Cilly, wie oben.

Sine dato, 1377: LehenConsens vom Bischof Lamprecht zu Bamberg, womit er seinen Willen bekannt macht, dass Friedrich Graf von Ortenburg das Schloss Pregradt und andere von ihm von dem Gotteshause Bamberg zu Lehen habende Gueter seinen Oheimen denen Grafen zu Cilly vermachen und mortis causa schenken koenne und duerfe.

Erchtag nach dem Sonntag Oculi in der Fasten, das ist 1. Maerz 1377: Entscheidung zwischen Grafen Hoermann von Cilly und Catharina seiner Schwester, des Hans Truchsess von Walburg ehligen Gemahlin, in Angelegenheit ihrer gegen einander gehabten Forderungen und Ansprachen. Geschehen zu Wien, wie oben.

Am PfingstErchtag, das ist 19. Mai 1377: Vermaechtnisbrief, Kraft welchem Graf Hermann von Cilly auf den Fall, wenn er samt seinem Vetter Grafen Wilhelm und seinem Sohne Grafen Hermann auf der Reise, die er mit Herzog Albrecht zu Oesterreich nach Preussen vorgenommen hat, ohne Leibeserben mit Tode abgehen sollte, die Herrschaft Cilly und alle seine andern Herrschaften, Saetze, Festen und Gueter dem Grafen Heinrich von Ortenburg, als seiner Schwester Sohn und dessen Erben, die fahrende Habe aber, Silbergeschmeide und Kleinodien seiner Gemahlin, Graefin Catharina, vermacht und legirt, wobei auch mehrere legata ad pias causas vorkommen. Gegenben zu Cilly, wie oben.

Am naechsten Montag vor St. Catharina, das ist 23. November 1377: Consens des Bischofs Albrecht zu Trient, Grafen zu Ortenburg, dass die Grafen von Ortenburg und Cilly im Fall sie ohne maennliche Erben mit Tode abgehen sollten, ihre Lande und Herrschaften einander reciproce vermachen duerfen.

Sine dato 1378: PfandRevers von Rudolph und Wilhelm, Gebruedern von Scherfenberg ueber 25 Eimer Bergrecht und ueber den Zehendwein von 14 Weingaerten, welche sie denen Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly pro 20 Mark Graetzer Denare auf 3 Jahr lang versetzt haben.

Am naechsten Sonntag vor Pfingsten, das ist 6. Mai 1380: Guetliches Einverstaendnis der Graefin Catharina von Cilly und Truchsessin zu Walburg, mit ihrem Bruder, Grafen Hermann zu Cilly in Betreff der von ihrem Ehegemahl, Grafen Albrecht zu Goerz seeligen legirten 2.000 Pfund Wiener Denare. Geschehen zi Cilly, wie oben.

Feria quinta proxima ante dominicam Palmarum, id est 25. Martii 1382: Ludivici regis Hungariae, Poloniae et Dalmatiae etc. dispositio, secundam quam dos viginti millium Florenorum auri Annae Casimiri olim Poloniae regis natae consorti Guilielmi comitis Cilliae numerata, ipsis sine prole decedentibus, ad Hermanum juniorem Cilliae comitem, nepotem suum, ejusdemque haeredes devolvi et transferri statuit. Budae, ut supra.

Montag vor Gottsleichnamstag, das ist 18. Mai 1383: Quittung ueber 1.200 Pfund guter Wiener und Graetzer Denare, welche Catharina Truchsessin von Walburg, geborne Graefin von Cilly von ihrem Bruder, Grafen Hermann als ein von ihrem vorigen Ehegemahl, Grafen Albrecht von Goerz seeligen herruehrendes Legatum, bezahlt erhalten hat.

Mittwoch vor Gottsleichnamstag, das ist 20. Mai 1383: Bewilligung vom Herzoge Leopold zu Oesterreich, dass die Grafen zu Cilly auf den von ihm Herzogen pro 19.200 Gulden ihnen verschriebenen Satz in der Metlickh, die Graefin Anna von Kradhau mit einem Theil ihres Heirathsguts verweisen und versichern duerfen. (Liegt im Repertorium I).

Sonntag vor Pfingsten, das ist 14. Mai 1385: Revers der Graefin Adelheid zu Cilly Witwe, worin sie zugesteht, dass ihr Sohn Graf Hermann und der Graf Wilhelm von Cilly die ihr um 80 Mark Wiener und Graetzer Denare versetzten 8 Huben zu OberRemesch, bei dem heiligen Creutz gelegen, wieder an sich loesen koennen. Geschehen zu Cilly.

Freitag nach St. Goergtag, das ist 29. April 1386: Pfandbrief von Hansen Truchsess zu Walburg und Catharina seiner Gemahlin, gebornen Graefin von Cilly, worin ersichtlich, dass Bischof Albrecht zu Trient und Friedrich (sein Vetter), beide Grafen zu Ortenburg, die Herrschaften Landstrass, Stettenburg, Rudolphswoerth und Weixelberg pfandweise an sich zu loesen gewaltigt sind.

Am St.Gregoritag, das ist 12. Maerz 1387: Vertrag der Grafen Hermann und Wilhelm zu Cilly mit ihrer Mutter, Graefin Catharina von Cilly, Witwe, vermoeg welchem sie ihr gegen gutwilliger Abretung der Feste Gurkfeldt so viel Renten, als das Urbar daselbst ertraegt, aus dem Urbar der Feste Schoenstein bonificiren wollen und sollen. Actum zu Cilly, wie oben.

Am naechsten Mittwoch nach Michaeli, das ist 30. September 1388: HeirathsPactum, welches Graf Stephan von Modrusch und von Vegelis und Graefin Catharina, seine Gemahlin, mit ihrer Tochter, Graefin Elisabeth und Grafen Friedrich von Cilly aufgerichtet haben, worin sie besagter ihrer Tochter ein Heirathsgut per 20.000 Gulden in Gold zusichern.

Mittwoch vor St. Johannestag, das ist 23. Juni 1390: Satzbrief von Grafen Hermann und Wilhelm (Vettern von Cilly), vermoeg welchem sie der wohlgebornen Frau Catharina, Grafen Stephan von Modrusch seeligen Witwe, die Herrschaft Montpreiss mit aller ihrer Zugehoerung pro 5.000 guter Gulden gegen Abloesung verpfaenden.

Montag nach dem Sonntag Misericordia Domini, das ist 21. April 1393: Urtheil vom Albrecht Herzogen zu Oesterreich in Betreff der Feste Welein, welche Graf Hermann von Cilly dem Johann von Liechtenstein ohne Absag feindlich abgenommen hat. Geschehen zu Wien, wie oben.

Mittwoch nach des heiligen Creutztages im Herbst, das ist 16. Septemer 1394: Quittung und Verzicht von Anna, weiland Koenigs Casimiri in Pohlen Tochter, und Grafen Wilhelm von Cilly seeligen Gemahlin, worin sie anfuehrt, dass sie ihr Heiratsgut, die Morgengabe und Wiederlage von ihrem Schwager, Grafen Hermann von Cilly, laut einer Ausgleichung gegen Erhalt von 10.000 Gulden in Gold, richtig erhalten habe und daher auf alle weitern Ansprueche darauf verzichtet. Gegeben zu Cilly, wie oben.

Am St. Johann Baptista Abend, das ist 23. Juni 1396: Testament des Grafen Hoermann von Cilly, Hauptmanns in Crain, welches er ausgestellt hat, als er zu Diensten des Koenigs und der Cron Ungarns gegen die Tuerken ins Feld zog. Gegeben zu cilly, wie oben.

Quinto Idus Septembris, id est: 9na Septembris 1398: Confirmatio a Sigismundo Hungariae etc rege. S.R. imperii ArchiCamerario, nec non Bohemiae et Lucemburgensium haerede, comiti Hermano Cilliae, super donatione duorum castrorum Vyniche et Orboch nuncupatorum ob praeclare contra Turcas pro defensione coronae Hungariae paractas clades facta.

Sexto Calendas Februarii, id est: 27ma Januarii 1399: Donatio Sigismundi, Hungariae, Dalmatiae et Croatiae regis, comiti Hermano Cilliae, ejusque filio et masculini duntaxat sexus, haeredibus ab eadem indirecta linea descendentibus, seu procreandis, super Comitatu Sagoriae et castris in eo existentibus facta.

In dominica Laetare, id est 9. Martii 1399: Consensus et litterae Privilegiales Capituli Zagrabiensis super praefata donatione comitatus Sagoriae, et comitis Hermani ad eandem introductione. Datae et supra.

Samstag vor Lichtmess, das ist 30. Jaenner 1400: Heiratsbrief und Eheverlobnis des Pfalzgrafen Heinrich in Kaernten, Grafen zu Goerz und Tirol, worin er zugesichert und gelobet hat, des Grafen Hermann zu Cilly Tochter, Graefin Elisabeth zur ehelichen Gemahlin zu nehmen. Datiert zu Villach, wie oben.

Am St. Johannistage zu Sunnawendten, das ist 24. Juni 1400: Revers von Pfalzgrafen Heinrich in Kaernten, dass dem Grafen Hermann zu Cilly in Abschlag seiner Tochter Graefin Elisabeth versprochenen Heiratsgut aufgerichtete 6.268 Gulden in Gold bei sich ergebendem Todtfall wieder zurueckfallen sollen. Geschehen zu Linz, wie oben.

Am St. BartholomaeAbend das ist 23. August 1400: Lehensverleihung. Wenzeslaus, roemischer und zu Boehmen Koenig, verleiht das Reichslehen der Feste Rorau mit allen derselben Guetern, Doerfern, Bergen, Renten und Gefaellen, Rechten und Gerechtigkeiten, dem Grafen Hermann von Cilly und dessen maennlichen Erben als Mansslehen vom Reiche innzuhaben. Gegeben zu Prag, wie oben.

Am St. Niclastage, das ist 6. Dezember 1400: Schiedsrichterlicher Ausspruch, Kraft welchem Graf Hermann zu Cilly die zwischen Bischof Gregori zu Salzburg und dem Grafen Friedrich von Ortenburg obwaltenden Streitigkeiten in Betreff der Kirchenlehen, benanntlich zu Ursen Molzbuechel und Weissenstein, dann des Gerichts zu Pressing und Bluetspans daselbst, wie auch der Vogtei und Kirchtags zu Kreuschlan beilegt. Geschehen zu Cilly, wie oben.

Am naechsten Montag nach Lichtmess, das ist 7. Februar 1401: Heiratsvertrag der Graefin Elisabeth von Schaumberg, Witwe, Kraft welchem sie Grafen Hermann dem Aelteren von Cilly gelobet, Grafen Hermann seinen Sohn mit Uebergebung 16.000 Gulden Heiratsgut in Gold zur Ehe zu nehmen mit beigesetzter Bedingnis, dass, wenn die Verehelichung nicht geschehen moechte, ihr Hermann der Aeltere das beiderseitige Heiratsgut per 32.000 Gulden binnen 4 Wochen auszubezahlen schuldig sein solle. Gegeben zu Schaumberg, wie oben.

Am neuen Jahrstag, das ist 1. Januar 1402: Gewalt und Vollmacht von Wenceslaus, roemischen und zu Boehmen Koenig und vom Koenige Sigmund in Hungarn, wodurch sie Grafen Hermann von Cilly bevollmaechtigen, mit denen Grafen zu Ortenburg und zu Goerz dahin zu tractiren, dass sie ihre Gebuerge und Strassen gegen die Lamparten oeffnen, um Ihrer Majestaeten Voelker ungehindert durchfuehren zu koennen. Geschehen auf dem Berg zu Luten, wie oben.

Eritag nach Laetare, das ist 11. Maerz 1404: Zeugnis vom Herzog Leopolden zu Oesterreich, dass Graf Hermann von Cilly wegen der Nachrede, als wenn er die Heirat zwischen Herzog Wilhelm von Oesterreich und der Fuerstin Johanna von Duratz gehindert haette, sich entschuldiget habe. Datum Wien, wie oben (im Familienarchiv).

Montag nach dem heiligen Auffahrtstage, das ist 5. Mai 1404: Consens vom Herzoge Wilhelm zu Oesterreich fuer Herzogen Albrecht zu Oesterreich, seinen Vetter, dass dieser vom Grafen Hermann zu Cilly die Feste Liechtenstein ob Enschesdorf gelegen, dann den Weinund Getreidezehend zu Moedling, wie auch den zu Enschesdorf und Prun an sich bringen koenne. Gegeben zu Wien, wie oben.

Mittwoch vor dem heiligen Auffahrtstage, das ist 7. Mai 1404: CessionsInstrument, vermoeg welchem Wilhelm, Herzog zu Oesterreich dem Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben seinen eigenen Teil Zehend bei Baden und in dieser Gegend cedirt und uebergibt. Actum Wien, wie oben.

Samstag vor Catharina, das ist 22. November 1404: Ausspruch welchen die Herzoge Wilhelm, Leopold und Ernst zu Oesterreich Gebrueder, zwischen Grafen Hermann zu Cilly an Einem, dann dem Ulrich von Dachsberg und Albrecht von Ottenstain andern Teils wegen eines strittigen Hauses zu Wien getan, und selbes genanntem Grafen zugesprochen haben. Actum zu Wien, wie oben.

Die dominica post festum Beatae Helenae, id est 24. Maii 1405: Sigismundus, rex Hungariae, Marchioque Brandenburgensis roman. imperii Vicarius Generalis et regni Bohemiae Gubernator, comiti Hermano Cilliae, ac ejus filiis, ipsorumque haeredibus universis villas, castra et oppida, cum totali territorio muram inter et Tragam, necnon castris Schakathurnica, et Strygo nuncupatis ac possessionem Bedaya vocatam 48.000 florini auri puri boni et justi ponderis vendict cum pacto retrovenditionis et suis in regno Hungariae successoribus reservato tenore praesentium. Datarum Budae, ut supra.

Am St. Jacobustage, das ist 25. Juli 1405: Vermaechtnisbrief, vermoeg welchem Gutta, Graefin von Montfort, geborne von Stadekh, ihrem Oheim, Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben die 2 Festen Rorau und Cranichberg mit allen ihren Zugehoerungen legirt, doch mit dieser Condition, dass die Feste Rorau ihrem Gemahle, Grafen Ulrich von Montfort und dessen Vater Grafen Haugen leibgedingsweise verbleiben und erst nach deren beider Tode gemeldtem Grafen von Cilly anfallen solle. Geschehen zu Pfannberg, wie oben.

Am St. Peterstag ad vincula, das ist 1. August 1405: Verzicht der Graefin Anna des Niclas von Gara, Gera, Grossgrafen des Koenigreiches Ungarn Hausfrau fuer ihren Herrn Vater, Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben maennlichen Geschlechtes, worin sie ausfuehrt, dass sie wohl auf das ihr loco haereditatis zufallen sollende Erbe per 6.000 Gulden in Gold verzichte, wohl aber, wenn keine maennlichen Erben von Cilly vorhanden sein sollten, sie gleichen Teil daran mit ihren Schwestern haben soll. Datum zu Sokloss, wie oben.

IIItio Nonas Augusti, id est 3. Augusti 1405: Privilegium et confirmatio regis Sigismundi etc. super donatione civitatis Warosd, sicut 9na Septembris 1398 renovata.

Quarto Calendas Aprilis, id est 29. Martii 1406: Regia Sigismundi regis confirmatio super donatione Comitatu Sagoriae et castris in eo ut 27ma Januarii 1399.

IIItia Nonas Septembris, id est 3. Septembris 1409: Sigismundi regis Hungariae etc. confirmatio impignorationis castri Zanabor vocati per Elisabetham, olim reginam Hungariae suae Majestatis parentem, comiti Hermani Cilliae, ejusque haeredibus factae.

4. Septembris 1409: Sigismundus rex Hungariae, Dalmatiae, Croatiae, Marchioque Brandenburgicus, sacri romani imperii vicarii Generalis, et regni Bohemiae gubernator soceratus Hermano Comiti Cilliae, plenam comisit potestatem cum christiano milite de Savorgnano super omnibus et singulis negotiis gestis et gerendis, ex parte regis tractandi, disponendi et terminandi. Datum Budae et supra.

Die 14ta Junii 1411: Rescriptum insimili, uni comes Hermanus Cilliae, verus, legitimus universalisque vicarius, et generalis Patriae seu dominio fori Julii proficitur cum traditione omnimodae jurisdictionis, ita, ut etiam foedera inire, bellum indicere, exercitus movere, quoscunque pro quocunque delicto aut infidelitate, etiam crimina laesae Maiestatis ob fuscatos in gratiam recipere possit. Datum in Temespurg et supra.

Am St. Laurenztag, das ist 10. August 1412: Vermaechtnis, vermoeg welchem Graf Johann von Schaumberg seine Grafschaft, und darin die Festen Schaumberg, Neuhauss, Stauff, Peurbach, die Stadt Everding, samt allen seinen Herrschaften, Staedten und Schloessern dem Grafen Hermann von Cilly, dessen Soehnen und allen ihren maennlichen descendenten auf den Fall, wenn er ohne MannsErben mit Tode abgehen sollte, vermacht und legirt, jedoch sollen sie gehalten sein, einer jeden Tochter des genannten vom Schaumberg pro date 4.000 Gulden zu geben. Geschehen zu Schaumberg, wie oben.

9. November 1414: Lateinisches Vidimus ueber 4 Briefe, welche die Vogtei des Klosters zu Obernburg, und wie selbe nach Ableben der Grafen von Heunburg auf die Grafen von Cilly und Pfannberg erblich gelangt sei, betr.

Am St. Erhardstag, das ist 3. Jaenner 1415: Sigismundi, roemischen Koenigs Bestaetigung, dass Graf Hermann von Cilly als erblicher Vogt des Klosters und Gotteshauses zu Obernbug, St. Benedicti Ordens im Aglayer Patriarchat, verbleiben soll. Gegenben zu Costanz, wie oben.

Donnerstag vor Misericordia Domini, das ist 11. April 1415: Sigmund roemischer und zu Hungarn, Dalmatien und Croatien Koenig verleiht dem Grafen Hermann von Cilly, seinem Schwager, den Bann ueber das Blut zu richten. Geschehen zu Costanz, wie oben.

Die VIta Calend. Decembris, id est 26. Novembris 1415: Sigismundi Roman. et Hungariae regis confirmatio et approbatio, comiti Friderico Cilliae ac canthorali suae Elisabethae, earumque haeredibus super impignoratione castri Stanisnak, et quibuscunque ante castrorum suorum Regum Hungariae, in hac causa emanatis privilegialibus litteris facta, praesentis scripti Regii patrocinio mediante.

Sina Dato 1416: Pfandbrief ueber die Guelt zu Thoersach, welche die Grafen Hermann der Aeltere und Friedrich der Juengere zu Cilly dem Bischof zu Agram pro 4.000 Gulden versetzt und verpfaendet haben.

Am St. Pauli Bekehrungstage, das ist 15. Jaenner 1417: Donationsbrif, Kraft welchem Barbara, roemische und zu Hungarn Koenigin, ihrem Bruder, Grafen Friedrich zu Cilly und in dem Seger etc. die ihm dargeliehenen 4.000 Gulden nach ihrem Tode als Geschenk ueberlaesst. Geschehen zu Vasprim, wie oben.

Am St. Georgentag, das ist, 24. April 1419: Bestaetigungsbrief vom Koenige Sigmund ueber etliche Lehengueter, welche die Grafen zu Cilly von dem Bistume zu Gurgg innehaben. Geschehen zu Wissegradt, wie oben.

Am naechsten Donnerstage nach St. Mathias, das ist 28. Februar 1420: Sigmund Friedrich roem. und zu Hungarn, Boehmen, Dalmatien und Croatien etc. Koenig, hat mit Rath der Churund Fuersten nach Absterben Grafen Friedrichs von Ortenburg das dem heiligen roemischen Reiche heimgefallene Reichslehen dieser Grafschaft, samt allen derselben Herrschaften Lande und Leuthe seinem Schwager, Grafen Hermann von Cilly und in dem Seger etc. maennlichen Descendenten erblich und als Manneslehen verliehen und zwar im Beisein vieler Erzund Bischoefe, auch mehr andern Fuersten des Reichs. Gegeben zu Bresslau, wie oben.

Samstag vor Bartholomae, das ist 21. August 1423: Verzicht von Elisabeth, Herzogin zu Oesterreich, gebornen KoenigsTochter Sigmunds roem. und zu Hungarn und Boehmen Koenigs, auf ihr Erbtheil und die Herrschaften, die sie von Graf Hermann dem Aelteren zu Cilly zu ueberkommen haette, welche sie jedoch dessen Soehnen ueberlaesst.

Freitag nach Lichtmess, das ist 9. Februar 1424: Heirathsbrief in Folge dessen Pfalzgraf Ernst am Rheim und Herzog in Bayern, seine Tochter Beatrix an Grafen Hermann zu Cilly den Juengeren verlobet und ihr ein Heiratsgut per 12.000 Gulden zusichert mit dem Bemerken, solche Summe innerhalb 4 Wochen im bischoeflich Salzburgischen Schlosse Rastatt zu berichtigen, im widrigen er als poen neuerdings 12.000 Gulden zu bezahlen pflichtig sein solle. Gegeben zu Salzburg, wie oben.

Sonntag vor St. Barbara, das ist 3. Dezember 1424: Schenkungsurkunde, Kraft welcher Graf Hermann zu Cilly seiner Tochter Elisabeth Graefin zu Goerz und Tirol, die Feste Stain im Jauenthal mit aller Zugehoer, wie auch das Niederhaus zu Wippach mit dem Landgericht allda schenkungsweise ueberlaesst. Gegeben zu der Kruppen, wie oben.

Die dominica proxima post festum B. Valentini Martiris, id est 12. Januarii 1427: Instrumentum pacificationis et cncordiae Nicolai, Ladislai et Antonii de Blagay fratrum cum comite Hermano Cilliae et Sagoriae, regni Sclavoniae bano.

Die dominica ante festum B. Helenae, ist est 18. Maii 1427: Sigismundus, Romanorum, Hungariae et Bohemiae rex, comiti Hermano Cilliae, bano Sclavoniae, omnes et quascunque injurias et offensas per se, s suos filios et servitores subditis, partim nobilibus, partim ignobilibus sui Bannatus illatas remittit, omnem infamiae notam ex plenitudine regiae potestatis de super abolendo, samt GeleitsErteilung. Datum in Feuldwari, ut supra.

Die 2. mensis Septembris 1427: Transumptum seu vidimus illarum litterarum privilegialium, per quas Stephanus, rex Bosnae fratri et consanguineo suo, comiti Hermano Ciliae et universis haeredibus masculini sexus, ex nomine Comitum Ciliae, pro creandis dictum regnum suum, et regnicolas castra, fortalitia, civitates, oppida, villas, possessiones, cum universis pertinentiis plene et integraliter dedit ac firmae donationis titulo in successores elegit, eo tamen casu, si absque haeredibus legitimis, aut haeredes sui, absque haeredibus legitimis decaderent. Datum in castro regio Bobawez, ut supra.

Am St. Augustini Tag, das ist 28. August 1428: Verschreibung und Vermaechtnis vom Grafen Hermann zu Cilly, dass alle seine von dem Gotteshause Gurgg zu Lehen habende Schloesser, Festen, Leute und Gueter im Fall er ohne maennliche Leibserben stuerbe, dem dortigen Bischof zu Gurgg, seinem Gotteshause und Nachkommen wieder zufallen sollen. Geschehen zu Cilly, wie oben.

Feria sexta proxima post festum St. Georgii, id est 30. Aprilis 1429: Donatio, quomodo Sigismundus Romanorum et Hungariae rex, comiti Friderico Cilliae ob multiplica ipsius merita castrum Cruppa, una cum omnibus ejusdem pertinentiis dederit, et donaverit pro se et haeredibus masculis ab eo legitime descendentibus jure parpetuae haereditatis et irrevocabiliter possidendum, tenendum, pariter et habendum. Datum Posonii, ut supra.

Am Allerheiligen Tage, das ist 1. November 1429: Schuldbrief ueber 32.000 Gulden Ungarischer und Dukaten, welche Graf Ulrich zu Cilly von seinem Vater, Grafen Friedrich zu Cilly zu seiner RitterReise ueberkommen hat und welche Summe er bis kuenftigen Michaeli wieder zurueckzuzahlen sich verpflichtet.

Freitag nach unserer Frauen Lichtmess, das ist 3. Februar 1430: Quittung ueber 5.000 Gulden vom Grafen Friedrich und seinem Vater Grafen Hermann zu Cilly und im Seger, an des Letzteren Frau Tochter Barbara, roemischen auch zu Hungarn und Boeheim koeniglichen Majestaet lautend. Datiert zu der Kroppin, wie oben.

Am St. Mathiastag, das ist 24. Februar 1430: Ausspruch des Herzogs Albrecht zu Oesterreich zwischen seinem Vetter, Herzogen Friedrich zu Oesterreich einesund Grafen Hermann von Cilly andern Teils wegen etlichen strittigen Gruenden, Doerfern und Jurisdictionen in der Zirchlinz und Cram gelegen, dann auch wegen einigen Durchzuegen durch des Herzogs Friedrichs Lande ohne vorher nachgesuchter Bewilligung. Geschehen zu Wien, wie oben.

Am Sonntage Invocavit in der Fasten, das ist 5. Maerz 1430: Verzicht der Graefin Margareth zu Montforth, gebornen Graefin von Cilly auf ihren vaeterlichen Erbteil von seiten des Grafen Hermann von Cilly, welcher ihr Heiratsgut und Heimsteuer mit 4.000 Gulden entrichtet hat, doch setzt sie die Bedingnis, wenn die Grafen zu Cilly ohne maennliche Descendens mit Tode abgingen, ihrer Schwester ein gleicher Teil als Erbschaft zufallen solle.

Dienstag nach unser Frauen Verkuendtag, das ist 27. Maerz 1431: Consens und Gnadenbrief vom Koenige Sigmund fuer Grafen Hermann zu Cilly, seinen Schwager, dass er alles in seinen Herrschaften, Schloessern und Guetern findende Gold, Silber, Bley, Kupfer, Zinn, Eisen, oder was es immer sei, graben, auheben und verarbeiten lassen koenne. Gegeben zu Nuernberg, wie oben.

Sonntag nach St. Margarethtag, das ist 15. Juli 1431: Donationsbrief von Friedrich Herzogen zu Oesterreich ueber seine dem Grafen Hermann zu Cilly und dessen Erben als Eigenthum geschenkten Doerfer und Suppen, genannt Comey in seiner Durchlaucht Herrschaft Adelsperg gelegen. Geschehen in Insprug, wie oben.

Freitag vor St. Johannestag zu Sunwendten, das ist 20. Juni 1432: Anordnung des Grafen Hermann zu Cilly des Inhalts, dass nach seinem und Grafen Friedrichs und Ulrichs, seiner respectiven Soehne und Enkel toedlichen Abgang die Staedte Feustritz, Hohenegg, Tauer, Siebenegg und Gatschan mit allen deren Zugehoerungen den Herzogen Friedrich dem Juengeren und Albrecht, seinem Bruder, Herzogen zu Oesterreich and allen deren Erben gaenzlich und ledig zufallen sollen. Geschehen zu Cilly, wie oben.

XVI. Calendas Julii id est, 16. Junii 1435: Sigismundus imperator Hungariae, Bohemiae, Dalmatiae et Croatiae etc. rex, confirmat et ratificat Comitibus Cilliae donationem comitatus Zagoriae, nec non civitatis Warosd, in comitatu Warasdini ensi sitae, incondignam fidei et servitiorum bellicorum remunerationem factam.

Sabato proximo post festum Corporis Christi, ist est 18. Junii 1435:
Confirmatio insimili Comiti Hermano Cilliae, ejusque descendentibus masculis, ob inumera fidelium obsequiorum merita, ac uberrima contra non nullos regni Hungariae rebelles, praelatos, barones, proceres et nobiles juxta regis nutum et voluntatis libitum ac excelsum honoris Gerii incrementum cum summa diligentia et sollicitudine indefessa laudabiliter exhibita et impensa servitia. Data Tyrnavise, et supra.

VI. nonas Octobris, id est, 2. Octobris 1435: Sigismundi imperatoris, et Hungariae, Bohemiae, etc regis confirmatio donationum Comiti Friderico Cilliae, factarum ut supra die 16. Junii 1435.

IV. nonas Decembris id est, 2. Decembris 1435: Confirmatio et ratificatio in simili. Datum ut supra.

In festo conceptionis Beatae Mariae Virginis gloriosae, id est, 8. Decembris 1435: Sigismundus imperator Romanorum castrum suum Cruppa vocatum, comiti Friderico Cilliae pro certo pecuniae mutuo titulo verae impignorationis obligavit.

V. Idus mensis Aprilis, id est 9. Aprilis 1436: Sigismundus Imperator etc. confirmat possessionem mediae insulae Wegle dictae, cum castris Tersadh et Bucari, comiti Udalrico Cilliae.

Am St. Andreastag, das ist 30. November 1436: FuerstenDiploma vom Kaiser Sigmund, Kraft welchem Ihre Majestaet in Ansehung des Hauses Cilly vornehme Taten, Erhoehung an Land, Leuten und maechtigen Herrschaften, wie auch der nahen Verwandtschaft (indem hoechstgedacht Seine Majestaet die Durchlauchtigste Fuerstin Frauen Barbaram, roem. und zu Hungarn Koenigin, des Grafen Hermann von Cilly seeligen Tochter zur ehelichen Gemahlin genommen) desselben Grafen Hermanns Erben, naemlich Friedrich, Grafen von Cilly, dero Schwager und Ulrich, dessen Sohn, alle ihre Erben, ErbsErben und Nachkommen in der Stadt zu Pag, oeffentlich auf dem Platz und im kaiserlichen Stuhl sitzend mit Rath der Churund Reichsfuersten, zu des heiligen roemischen Reichs gefuersteten Grafen erhoehet und alle ihre Lehen, naemlich die Grafschaft Cilly, Ortenburg und Sternberg zu Lehen verliehen, so sie auch mittels aufgerechten Panieren, als denen Fuersten zugehoeret, von Seiner Durchlaucht Hand empfangen, und selbige samt allen andern Ihren Herrschaften und Gebiethen als ein Fuerstenthum von dem roemischen Reich und nachkommenden roemischen Kaisern und Koenigen zu rechten Fuerstenlehen allzeit zu gewoehnlichen Zeiten mit aufgeregten Manniren, als andere des Reichs Fuersten empfangen und mit allen fuerstlichen Hoheiten ruhig besitzen sollen. Geschehen zu Prage, wie oben.

Pfingstag nach St. Gregorientag, das ist 14. Maerz 1437: Vermaechtnis des Grafen Friedrich zu Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger, und des Grafen Ulrich, seines Sohnes, Kraft welchem sie ihrem Schwager, Pfalzgrafen Heinrich in Kaernten, Grafen zu Goerz und Tirol, auf den Fall, dass sie ohne maennliche LaibsErben abgehen, oder ihre kuenftige Erben keine maennliche Descendenz hinterlassen sollten, ihre Grafschaft Cilly, Ortenburg, Sonegkh, und alle andern ihre Herrschaften, Schloesser, Land und Leute in deutschen Landen vollkommen vermachen, mit der Zusicherung, ihnen gegen Jedermann Hilfe zu leisten, doch mit Ausnahme des roemischen Reichs, des Kaisers oder Koenigs. Gegeben zu Traburg, wie oben.

Pfingstag nach Gregori, das ist 14. Maerz 1437: Pfalzgraf Heinrich in Kaernten, Graf zu Goerz und Tirol verordnet, dass sein Schwager Graf Ulrich zu Cilly Vormund seiner Kinder, im Fall er deren zuruecklassen wuerde, seyn solle. Gegeben zu Traburg, wie oben.

Pfingstag nach St. Gregori, das ist 14. Maerz 1437: Vermaechtnis, in Folge dessen Pfalzgraf Heinrich in Kaernten, Graf zu Goerz und Tirol, dem Grafen Friedrich zu Cilly und dessen Sohn Ulrich als seinen Schwaegern, sein Land, seine Grafund Herrschaften, im Fall er ohne maennliche Descendenten abgehen sollte, und diese ihm gegenseitig wieder unter erst besagter Condition ihre Landund Herrschaften pleno jure zusagen und vermachen. Gegeben zu Traburg, wie oben.

Am St. Gertrautentag, das ist 17. Maerz 1437: Gehorsambrief, vermoeg welchem Graf Heinrich zu Goerz allen seinen Amtleuten befielt, im Fall er ohne maennliche Leibserben mit Tode abgehen sollte, dass sie in Kraft dieses Briefes den Grafen zu Cilly fuer ihren Herrn erkennen sollen. Geschehen zu Luenz, wie oben.

In festo B. Elisabethae viduae, id est, 19. Novembris 1437: Sigismundus, imperator, tanquam rex Hungariae, comitibus Cilliae, ipsorumque haeredibus et posteritatibus universis tam propter multiplicata eorum merita, quam data duorum millium florenorum auri Hungaricalium mutua, castellum Stupnikh vocatum, in comitatu Sagrabiensi existens, una cum omnibus pertinentiis, imo ecclesiis et ecclesiarum patronatibus animo deliberato dedit, donavit, contulit, atque vendidit. Datum in Thelsch partium Moraviae ut supra.

Am St. Philippi und Jakobi, das ist 1. Mai 1438: Compromiss an Koenig Albrecht, roemischen Koenig etc. Herzogen zu Oesterreich der Herzoge Friedrich und Albrecht zu Oesterreich contra die Grafen Friedrich und Ulrich von Cilly, dass sie sich wider des Hauses Oesterreich Freiheit, Briefe und Gnaden auf die Herrschaften Cilly und Ortenburg, die in der Herzoge Fuerstenthuemern, Landen und Gewaltsam gelegen sind, zu Fuersten haben erheben lasssen. Gegeben zu Wien, wie oben.

In Festo B. Pauli primi Eremitae, id est, 25. Januar 1440: Donatio Elisabethae, Hungariae, Dalmatiae, Croatiae reginae, Austriae Styriaeque ducissae etc. quae ad Regiae paternae scilicet sublimitatis Solium tanquam vera et legitima regni Hungariae haeres evocata illustribus principibus Friderico et Udalrico Cilliae Ortenburgae et Segoriae comitibus, utpote tam progenitorum suorum, quam propriorum meritorum coronae Hungariae multiplicibus fidelitatis obsequiorum et virtutum gestis, praestitorum perfectione fulgentibus castellum Koplanniza vocatum, ex altera parte fluvii Sawa nuncupati, cum toto et omni jure regio, simulque, praediis, utilitatibus, utilitatumque quorumlibet integritatibus, et juribus universis ex certa scientia et animo deliberato praelotorumque et baronum Hungariae ad id accedente consilio prae maturo in perpetuum et irrevocabiliter tenendum, possidendum pariter et habendum donavit et contulit. Datae Budae, ut supra.

Am St. BartholomaeAbend, das ist 23. August 1440: Waffenstillstand zwischen dem roemischen Koenige und den Grafen zu Cilly. Geschehen zu Haymburg, wie oben.

Am St. BartholomaeAbend das ist, 23. August 1440: Waffenstillstand zwischen dem roemischen Koenige und den Grafen von Cilly, fuer welche sich die Koenigin Elisabeth von Hungarn, und Herzog Albrecht zu Oesterreich angenommen haben, durch des Bischofs Silvester zu Kiemsee und andern Theils Salzburger, Theils Saechsischer Raethe, wie auch die Oesterreichischen und Steirischen Landleute mit Auswechslung der beiderseitigen Gefangenen. Geschehen zu Haymburg, wie oben.

Secunda die post festum S. Michaelis Archangeli, id est 1. Octobris 1440: Transumptum quarundam litterarum, quibus Fridericus Cilliae, Ortenburgae, Sagoriaeque comes, Domino Benedicto episcopo Zagrabiensi potestatem, et jus eligendi, nominandi et praesentandi ad omnia et singula beneficia curata et non curata in ecclesia Zagrabiensi cathedrali vel Chasnensi collegiata vacantia, et in futurum vacatura penitus et omnino tribuit et contulit pleno cum affectu. Datum Cilliae, ut supra.

Am St. Gregorientage, das ist 12. Maerz 1441: Friedensverlaengerung zwischen dem roemischen Koenige Friedrich, Herzogen zu Oesterreich und Bischofen zu Gurgg, dann denen Grafen Friedrich und Ulrich, Grafen zu Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger. Gegeben zu Cilly, wie oben.

Feria sexta proxima ante festum Pasca Domini, id est 10. Aprilis 1441: Obligatio regis Uladislai, Hungariae et Poloniae etc. qui in verbo veritatis Regio inviolabiliter observando et pura fide promisit et se obligavit, universas, et quaslibet litteras in facto captivitatis comitis Udalrici Cilliae, ac fide justionis pro eo factae emanatos eidem comiti 10a die datarum praesentium proxime futuro inclusive opportare et reddere. Datum in descensu suae Majestatis exercituali campestri prope oppidum Sabariae ut supra.

Feria quarta proxima post festum Pascha, id est 20. Aprilis 1441: Uladislaus rex Hungariae et Bohemiae et Poloniae comites Friedericum et Udalricum comites Cilliae, Ortenburgae et Sagoriae adversarios suos ingratiam recipit, et ipsis tanquam membris regni Hungariae contra quoscunque eorum inimicos, praesentes et futuros auxilium et armorum conjunctionem promittit sub obligatione juramenti de super praestiti.

Sub dato ut supra, 20. Aprilis 1441: Indem rex praefatos comites obedientiam et fidelitatem sibi promittentes ex captivitate remittit et obsides restituit, datum ut supra.

Sonntag und Montag nach St. Gilgen Tag, das ist 3. und 4. September 1441: Zwei Stueck Friedensverlaengerungen vom Koenige Friedrich und den Grafen zu Cilly, wie unterm 12. Maerz 1441 angefuehrt worden.

Sonntag nach der heiligen Auffahrt, das ist 12. Mai 1442: Defensiv AllianzTractat zwischen Albrecht Herzogen zu Oesterreich und den Grafen Friedrich und Ulrich zu Cilly, sich wechselweise gegen Jedermann beizustehen nur ausgenommen die heilige christliche Kirche, das roemische Reich und die Cron Hungarn. Geschehen zu Forchtenstein, wie oben.

Freitag nach unser lieben Frauen Himmelfahrt, das ist 16. August 1443: Friedenstractat der Grafen Friedrich und Ulrich zu Cilly etc. mit Koenig Friedrich, Herzogen zu Oesterreich, vermoeg welchem aller Krieg aufhoert, die zugefuegten Beschaedigungen, als Raub, Brand, Todschlag etc. abgestellt, und die einander abgenommenen Schloesser, Doerfer, Leute, Guelten und Gueter wieder gegenseitig einander zurueckgestellt werden. Die uebrigen strittigen Punkte als ueber Mauth, Pinarchen etc. sollen durch 6 hierzu bestimmte Schiedsrichter, wobei Herzog Heinrich, Pfalzgraf am Rhein und Herzog in Bayern den Vorsitz fuehren wird, ausgeglichen werden. Geschehen zu der Neustadt, wie oben.

Freitag nach unserer lieben Frauen Himmelfahrtstag, das ist 16. August 1443: GegenVermerkung, wie Friedrich roemischer Koenig, Herzog zu Oesterreich fuer sich, dann Koenig Laszlo (Ladislav) in Hungarn, seinen Bruedern Albrecht und Vetter Sigmund, beide Herzoge zu Oesterreich, gegen dem vermacht, so ihnen Graf Friedrich und Ulrich zu Cilly mit Verschaffung ihrer Grafund Herrschaften Cilly, Ortenburg und Sternberg, auch aller andern ihnen in Deutschland und dem roemischen Reich gelegenen Staedte, Herrschaften, Festen und Schloesser, im Fall sie ohne maennliche Descendenten mit Tode abgehen sollten, gethan; die Herrschaft Mitterburg, samt allem, was dem Haus Oesterreich in Isterreich zugehoerig, item die Grafschaft Metling mit dem Schloss Meichau, das Neustadtl in der windischen March, Landstrass, Tiver, Hohenegg, Sachsenfeld, Adelsberg und Wippach pari tamen conditione verschafft haben, in Kraft dieses Briefes, der gegeben ist zu der Neustadt, wie oben.

Freitag nach unserer lieben Frauen Assumptionis, das ist 16. August 1443: Revers von Friedrich Grafen zu Cilly und seinem Sohn Ulrich an den roemischen Koenig Friedrich ueber ihre erhaltenen Freiheiten und Erhebung in den Fuerstenstand, dass sie dieserwegen so viel ihr und ihrer Erben LeibEhre und fuerstliche Wuerde kuenftig betreffen wird, und sie darum angegangen wuerden von Seiner Koeniglichen Majestaet oder den Nachkommenden am Reich, alles thun und verantworten wollen und sollen, wie der Brief zeiget. Geschehen zu der Neustadt, wie oben.

Freitag nach unserer lieben Frauentag Himmelfahrt, 16. August 1443: Friedensschluss zwischen Koenig Friedrich IV., roemischen Koenige und den Oesterreichischen Fuersten eines, dann den Grafen von Cilly andern Theils. Geschehen zu Neustadt, wie oben.

Samstag nach unserer lieben Frauentag Assumptionis, 17. August 1443: Einverstaendnis, wodurch die Herzoge Albrecht und Sigmund Fuersten zu Oesterreich, ihre Beistimmung und ihren Willen dazu geben, dass Koenig Friedrich den Grafen Friedrich und Ulrich zu Cilly und deren Erben den Reichsfuerstenstand verliehen haben. Geschehen zu Neustadt, wie oben.

Sonntag nach Bartholomae, 28. August 1443: Uebereinkunft des Koenigs Friedrich mit Fuersten Friedrich und Ulrich, seinen Soehnen, Grafen von Cilly, dass sie in Sachen ihren Leib, Ehre und fuerstliche Wuerde von Seiner Koeniglichen Majestaet und dero Nachkommen am Reich, hingegen aber respective ihrer Grafschaft und in den Oesterreichischen Landen gelegenen Gueter, Gruenden und Boden vor dem Herzoge von Oesterreich Rede und Antwort geben sollen. Geschehen zu der Neustadt, wie oben.

Am St. MatheusTag, das ist 21. September 1443: Ewiges DefensivBuendnis des roemischen Koenigs Friedrich fuer sich und das gesammte Haus Oesterreich mit Friedrich und Ulrich Grafen von Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger, sich gegen Jedermann wechselweise Hilfe zu leisten; nur die heilige christliche Kirche und das roemische Reich ausgenommen.

Am St. MatheusTag, das ist 21. September 1443: Gegenseitiges ewiges DefensivBuendnis der Grafen von Cilly mit dem roemischen Koenige Friedrich und dem gesamten Hause Oesterreich, wie oben.

Am St. MichaelsTage, das ist 29. September 1443: Verschreibung des Grafen Ulrich zu Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger, dass nach seinem und seines Vaters Abgang ihre Erben zu Ehren und Gefallen des roemischen Koenigs Friedrich, alle Fuersten und Herzoge zu Oesterreich anstatt des gebrauchten Titels Liebden die Gnad hinfuero geben sollen, es waere dann, dass das Haus Cilly zu hoeherem Stand und Wuerde erhoben wuerde, welchen Falls selbiges sich mit Oesterreich solches zu schreiben (des Titels) zu vergleichen habe.

Am St. Andreastag, das ist 30. November 1443: Vormundschaftsbrief, in Folge dessen Pfalzgraf Heinrich in Kaernten, Graf zu Goerz und Tirol etc. seine Herren Schwaeger, die Grafen Friedrich und Ulrich zu Cilly, zu Gerhaben seiner ehelichen LeibsErben bestimmt. Geschehen zu Luenz, wie oben.

Mittwoch vor St. Lucientag, das ist 11. December 1443: Revers vom Grafen Ulrich zu Cilly und Ortenburg, ueber die erst oben besagte Gerhabschaft und Regierung des Grafen Heinrich zu Goerz und Tirol hinterlassener LeibsErben und Kinder, wie auch dessen Landen und Leuten. Datum zu Luenz, wie oben.

Am naechsten Mittwoch nach St. Lucientag, das ist 14. December 1443: Verschreibung erst gemeldten Pfalzgrafen Heinrichs, dass er seinen Sohn, Grafen Johann obbesagten Grafen von Cilly als Gerhaben mit dem BurggrafenBriefe ueberantworten wolle. Gegeben zu Luenz, wie oben.

Am naechsten Mittwoch vor St. Lucientag, 11. December 1443: Heiratsbuendnis des Pfalzgrafen Heinrichs in Kaernten, Grafen zu Goerz und Tirol etc. fuer seinen noch unvogtbaren Sohn, Pfalzgrafen Johann mit des Grafen Ulrich zu Cilly, auch noch unvogtbarer Tochter, Graefin Elisabeth, deren beider Heiratgut und Widerlage per 24.000 Gulden und dabei der Wiederzurueckfall auf die Freundschaft und Erben reservato tamen super vivendi conjugi usus, fructu ex bonis defuncti bedungen worden, adjecta hac clausula poenali, dass der von dieser Heirathsverbindung parte altera invita zuruecktretende Teil dem andern die Strafe per 24.000 Gulden innerhalb der naechsten 3 Monathe darauf bezahlen solle. Gegeben zu Luenz, wie oben.

In festo Epiphaniarum domini, id est, 6. Januarii 1446: Liga perpetua. Nicolai Wilak, Woywodae Transilvani Bani Machoviensis Siculorum et Themasiensis comitis, cum Friderico et Udalrico comitibus Cilliae, contra quoscunque, exceptis tamen Rom. et Hungariae regibus. Data in castro Palothae ut supra.

An unser lieben Frauen Lichtmesstag, das ist 2. Februar 1446: Buendnis des Martin von Frangepan, Grafen zu Voegel und Modrusch mit Grafen Friedrich zu Cilly und mit dessen Sohne, Grafen Ulrich, gegen alle ihre Feinde und Widersacher, ausgenommen den roemischen Koenig und den Koenig von Hungarn. Gegeben zu Zeng, wie oben.

XVIImo Calendas Decembris, id est, 15. Novembris 1447: Bulla Nicolai papae V. qua Joannem Spurium, Friderici comitis Cilliae legitimavit ea virtute, ut in castris Reiffnitz, Friderichstain, Polan, Ortnegk et Zoblsperg, ac in aliis parentum et agnatorum suorum bonis, tamen testamento, quam ab intestato succedat, illa teneat ac possideat, de eis disponat, nec non ad quascunque dignitates, honores, et ad Ministrationes officiorum secularium publicorum et privatorum admittatur, contra quascunque leges et constitutiones tam Apostolicas, quam Imperiales ac municipales, nec non civitatem terrarum ac locorum statuta et consuetudines, quoscunque leges et constitutiones etiam juramento confirmatione Apostolica, vel quacunque firmitate alia roboratas dispensando, et in contrarium agentes censuram ecclesiasticam statuendo. Datum Romae apud S. Petrum, ut supra.

Am St. Goergentag, das ist 24. April 1449: Testament und Vermaechtnis von Michael des heiligen roemischen Reichs Burggrafen zu Maidtburg Grafen zu Hardegg und des Reichs Hofrichter, Kraft welchem er alle seine Staedte, Schloesser und Barschaft, Herrschaften, Landgerichte und Jurisdictionen den Fuersten Friedrich und Ulrich Grafen zu Cilly seinen Oheimen als seinen rechtmaessigen Erben vermacht. Geschen zu Rez, wie oben.

Sonntag vor Catharina, das ist 23. November 1449: Vermaechtnis vermoeg welchem Niclas von Liechtenstein Erbmarschall in Kaernten und obrister Caemmerer in Steyer, seine Stadt Muhrau samt dem Schloss, dann das Schloss Grueenfels und seine beiden Landgerichte mit allen darin gelegenen Guetern und Aemtern, auf den Fall, dass er ohne Mannserben sterben sollte, dem Grafen Friedrich zu Cilly und dessen maennlichen Erben vermacht. Geschehen zu Muhrau, wie oben.

Freitag vor St. Andreentag, das ist 28. November 1449: Vermaechtnis vom oben genannten Michael Grafen zu Hardegg ueber etliche Herrschaften, Stueck, Guelten, Leute und Gueter, welche er denen Grafen Friedrich und Ulrich zu Cilly und allen deren Erben vermacht hat. Datum zu Wien, wie oben.

Samstag nach St. Pangrazientag, das ist 14. Mai 1451: Ein Schreiben der Grafen Friedrich und Ulrich zu Cilly an Grafen Heinrich zu Goerz. Datum zu Cilly, wie oben.

Am St. Veitstage, das ist 15. Juni 1451: Antwortschreiben vom Grafen Friedrich zu Cilly an Grafen Heinrich zu Goerz, dass man willig sey, ihm seinen Sohn wieder zu ueberantworten, wenn er dagegen die mit ihm aufgerichtete Verschreibung herausgeben und uebersenden werde. Geschehen zu Senegg (Sonneck), wie oben.

Erchtag nach St. Margarethentag, das ist 19. Juli 1451: Schreiben vom Grafen Heinrich zu Goerz an Grafen Friedrich zu Cilly etc. mit der Bitte, zu bewerkstelligen, dass ihm sein Sohn Graf Johann wieder ueberantwortet werde. Geschehen zu Schoeneckh, wie oben.

Sonntag, Laetare zu Mitterfasten, das ist 19. Maerz 1452: Confoederation zwischen der Landschaft Oesterreich und denen Grafen zu Cilly wider den roemischen Koenig. Datum zu Wien, wie oben.

Sonntag, als man singt in der heiligen christlichen Kirche Misericordia, das ist 15. April 1453: Pfalzgraf Johann in Kaernten, Graf zu Goerz und Tirol etc. enthebt Grafen Ulrich zu Cilly von allen mit seinem Vater Pfalzgrafen Heinrich eingegangenen Verschreibungen und darin angemerkten poenalien. Gegeben zu Warasdin, wie oben.

Feria quinta post festum St. Georgii Martyris, id est 29. Aprilis 1453: Confoederatio inter gubernatorem regni Bohemiae Georgium de Cunstat, et comitem Udalricum Cilliae, Ortenburgae, Zagoriaeque comitem pro majori augmento et gloria serenissimi principis Ladislai Hungariae et Bohemiae regis conclusa. Datum Znaymae, ut supra.

Sonntag unserer lieben Frauentag Nativitatis, id est 8. September 1454: Schuldbrief ueber 4.000 guter wohlgewogener Gulden Hungarisch und Dukaten baren Darlehens, welche Graf Ulrich zu Cilly und dessen Erben dem Michael, des heiligen roemischen Reichs Burggrafen zu Maidburg und Grafen zu Hardegk dargeliehen zu haben bestaetigen. Datum zu der Kreppein, wie oben.

An unserer lieben Frauentag Nativitatis, 8. September 1454: Offener Befehl von Herrn Michael, des heiligen roemischen Reichs Burggrafen zu Maidburg und Grafen zu Hardegk an seine Hauptleute, Pfleger und Beamten, dass sie auf den Fall er unter einem Jahre mit Tode abginge, alle seine Herrschaften und Schloesser dem Fuersten Ulrich, Grafen zu Cilly, Ortenburg und in dem Seger einantworten sollen. Datum zu der Kreppin, wie oben.

Am Samstag vor PauliBekehrung, 18. Jaenner 1455: Schuldbrief ueber 200.000 Gulden guter Hungarischer und Dukaten, welche Herzog Sigmund zu Oesterreich von Grafen Ulrich zu Cilly gegen Verhypotezirund wirkliche Einantwortung der Schloesser Rotenberg, Landegg und Wissberg etc. mit deren Zugehoerungen im Innthal gelegen, empfangen zu haben bekennet. Geschehen zu Linz, wie oben.

Am St. Pauli Bekehrungstage, das ist 25. Jaenner 1455: Pfandrevers vom Grafen Ulrich zu Cilly, worin er anfuehrt, dass ihm Sigmund, Herzog zu Oesterreich, fuer dargeliehene 200.000 Gulden Hungarisch und Dukaten die Schloesser Rotenburg, Trazberg, Tauer, Vollenberg, Fraggenstein, Schlossberg, Hartenberg, Ehrenberg, Landegg und Wissberg im Innthal gelegen (doch ausgenommen die Stadt Hall und das Pfannhaus allda) samt dem Salzberg, pfandweise verschrieben habe. Gegeben zu Luenz, wie oben.

Sonntag nach Pauli Bekehrung, das ist 26. Jaenner 1455: Bewilligungsbrief vom Grafen Ulrich zu Cilly und zu Ortenburg etc., welcher seinem Oheim, Pfalzgrafen Johann zu Kaernten, Grafen zu Goerz und Tirol respectu der ihm vermoeg Verschreibung contrahirten Kriegshilfe und Beistand, so viel bewilliget, dass er soche Hilfe an keinen andern Enden, als in der Grafschaft Ortenburg und derselben confinen zu thun pflichtig seye, jedoch den in obbemeldter Verschreibung inserirten Puncten und Artikeln in allweg unvergriffen. Gegeben zu Luenz, wie oben.

Sonntag nach Pauli Bekehrung, das ist 26. Januar 1455: Abschriftliches DefensivBuendnis, welches Herzog Sigmund zu Oesterreich, Graf Ulrich zu Cilly und Ortenburg, Johann Pfalzgraf in Kaernten, Graf zu Goerz und Tirol und seine Brueder, Grafen Ludwig und Leonhard untereinander aufgerichtet haben, jedoch mit dieser condition, dass man zwischen ihnen und der Venediger Republik einige offensivoder defensiv Kriege entstuenden, einer dem andern ausser Eroeffnung des Passes oder Durchzuges nichts zu leisten schuldig sei, und dass auch die Untertanen mit allen ihren Kaufmannschaften, Gewerben und Handlungen von einem jeden Land in das andere sicher tractiren und handeln koennen etc. Geschehen zu Luenz, wie oben.

Freitag vor dem PalmSonntag, das ist 28. Maerz 1455: Schuldbrief ueber 3.000 guter wohlgewogener Gulden Dukaten und Ungarischer, welche der Richter, Rath und die Gemeinde der Stadt Pressburg von Grafen Ulrich zu Cilly als Darlehen empfangen zu haben bekraeftigen. Gegeben zu Pressburg, wie oben.

Montag vor St. Johannes Baptistatag, das ist 23. Juni 1455: Bestaetigung eines DefensivBuendnisses zwischen dem Koenige Laszlo zu Hungarn und Boehmen etc., Herzogen Sigmund zu Oesterreich und dem Grafen zu Cilly errichtet. Datum zu Wien, wie oben.

Montag vor Johannes Baptistatag, das ist 23. Juni 1455: Ein anderes Defensivund GegenBuendnis des Grafen zu Cilly mit erstbenannten Koenige von Hungarn etc. gegen den Kaiser Friedrich. Datum wie oben.

In festo ad Vincula Petri, id est, 1ma Augusti 1455: Joannes de Hunyad comes perpetuus Bystricensis se obligat, quod comitem Udalricum Cilliae ratione dotis paraphernalium filiae suae contra beneplacitum et propriam voluntatem urgere non velit. Datum Budae ut supra.

In festo ad Vincula Petri, id est, 1. Augusti 1455: Confoederatio jurata praefati Joannis de Hunyad cum dicto comite Udalrico Cilliae. Datum Budae ut supra.

Sonntag vor der 11000 Maidtag, das ist 19. October 1455: Gehorsambrief des Grafen Ulrich von Cilly an alle seine Beamten, dass sie, im Fall er ohne maennliche LeibsErben mit Tode abginge, alle seine Schloesser, Staedte und Herrschaften seinen getreuen Dienern, denen er sie vermachen wird, abtreten und einantworten sollen. Geschehen zu Cilly, wie oben.

Sine dato 1456: Jurata liga Joannis et Ladislai nati ejus de Hunyad, comitum perpetuorum Bistriciensium cum principe Udalrico Cilliae comite, contra quoscunque hostes et invasores; conclusa Budae, ut supra.

Freitag nach dem Sonntag Reminiscere, das ist 26. Februar 1456: Buendnis des Herzogs Friedrich zu Sachsen, Landgrafen zu Thueringen und Markgrafen zu Meissen mit seinem Oheim und Schwager Fuersten Ulrich zu Cilly etc. wegen dem Bann in Windischen Landen. Geschehen zu Ofen, wie oben.

Feria IIItia proxima ante festum Pentecostes, 13. Maii 1456: Litterae obligatoriae regis Ladislai, regis Hungariae etc., Austriae et Styriae ducis, comiti Udalrico, comiti Cilliae, consanguineo suo pro mutuatis 52 millibus librarum, trecentis et octuaginta una libris denariorum Viennensium, et decem denariis Viennensibus, sub sigillo et subscriptione Regia. Datum Budae, ut supra.

Am St. Alexientage, das ist 17. Juli 1456: Schuldbrief ueber 9.000 guter Gulden Hungarischer und Dukaten, welche Sigmund Herzog zu Oesterreich fuer seinen Vetter Albrecht, Herzogen zu Oesterreich an Grafen Ulrich zu Cilly zu bezahlen uebernommen hat. Ausgestellt zu Wien, wie oben.

Freitag nach St. Gilgentag, das ist 3. September 1456: Buendnis zwischen Grafen Ulrich zu Cilly und dem Gubernator und Obristen Hofmeister der Crone Boeheim. Datum im Dorfe zu Tresskwitz in Maehren, wie oben.

Erchtag vor St. Gregorientage des Papstes, das ist 10. Maerz 1458: Verzicht der Katharina, Graefin zu Cilly, Witwe, auf alle ihre an Kaiser Friedrich gehabten Ansprueche und Forderungen, gegen Auswechslung einer gewissen Summa Geldes und Einantwortung des Schlosses Gurkfeld, selbes ad dies vitae innzuhaben und zu geniessen. Datum zu Warasdin, wie oben.

Am Heiligen Pfingsttag, das ist 13. Mai 1459: Revers der erstbesagten Katharina, Graefin von Cilly, Witwe, an Kaiser Friedrich lautend; worin sie anfuehrt, dass ihr Seine Majestaet der Verdienste ihres Gemahls des Grafen Ulrich zu Cilly willen und gegen Verzichtleistung auf alle gehabten Ansprueche und Forderungen, das Schloss Gurkfeld mit 2.000 Pfund Denar Geld auf dem zu demselben Schloss gehoerigen Renten, Guelten und Zinsen samt andern Seiner Majestaet Aemtern, Mauthen und Gerichten ad dies vitae innzuhaben verschrieben haben, der gestalten, dass ihr auch eingerauemt bleiben solle, 4.000 Gulden davon zu legiren. Geschehen zu Warasdin, wie oben.

Montag vor St. Gregorientag, das ist 10. Maerz 1460: Verzicht und Uebergab erst besagter Katharina, Graefin zu Cilly, aller ihrer Ansprueche und Forderungen auf etliche Schloesser, benanntlich auf Koprenitz, St. Goergen, Tschakatthurn, Triga und Warasdin an Kaiser Friedrich. Gegeben zu Wien, wie oben.

Sonntag vor Michaelis, das ist 22. September 1460: Verzichtbrief, Kraft welchem Margareth, Herzogin zu Schlesien, zu Teschen, und GrossGlogau, Graefin von Cilly und in dem Seger,, zu Gunsten Georgs Koenig in Boehmen auf alle von weiland dero Vettern Grafen Ulrich von Cilly zu hoffen gehabte Habe und Gueter, es seyen Fuerstenthuemer, Grafschaften, Herrschaften, Schloesser, Staedte, Gerichte, Pfandoder Lehenschaften etc. feierlich verzichtet. Geschehen zu Prag, wie oben.

Am St. Lucientage, das ist 13. Dezember 1462: Koenig Georg in Boehmen, Markgraf in Maehren, Herzog zu Luxenburg und Schlesien etc. tritt alle ihm von obbesagter Margareth, Herzogin zu Teschen etc., gebornen von Cilly, zugebrachte Habe, Gueter und Anforderungen, es waere auf Fuerstenthuemer, Grafund Herrschaften, Schloesser, Staedte, Gerichte, Barschaft und Kleinodien etc., loco haereditario, dem Kaiser Friedrich Herzogen zu Oesterreich, etc., pleno iure ab. Geschehen zu Corneuburg, wie oben.

Sonntag nach Peter und Pauli, das ist 3. Juli 1469: Verzicht der Graefin Katharina zu Cilly ihres auf dem Schlosse Gurkfeld mit 2.000 Mark Schilling verschriebenen und vom Kaiser Friedrich ihr bezahlten Leibgedings. Geschehen zu Peuschldorf, wie oben.