(Haus - Hof - und Staatsarchiv Wien)

Auszuege aller inneroesterreichischen Urkunden

CILLI betreffende Urkunden

DIPLOMEN, LEHNBRIEFE, SATZBRIEFE, SCHULDBRIEFE, KAUFBRIEFE, QUITTUNGEN, VERZICHTSREVERSE, REVERSE, DIENSTREVERSE, SCHADLOSBRIEFE, SCHULD UND PFANDBRIEFE, AUSSPRUECHE, VERMAECHTNISBRIEFE, AUFSANDBRIEFE, SCHADLOSVERSCHREIBUNGEN, BEKENNTNISSE, RICHTERLICHE AUSSPRUECHE, VERSCHREIBUNGEN (etc.)

23. Juni 1379; LehenRevers des Seibold Ruspach, seiner Wirthin und Erben, welche ihren eigenthumlichen Thurm zu Gornisch und 4 Mark Geld dabei, nebst mehreren Huben auf verschiedenen Ortschaften gelegen ihrem Herrn Grafen Hermann von Cilly zurueckgesagt, selbe aber wieder von ihm zu Lehen erhalten haben.

4. Juli 1379; Schadlosbrief der Gebrueder Otto und Ulrich von Liechtenstein ueber 900 Pfund Wiener Pfennige, welche dieser Otto seiner Hausfrau Margareth, gebornen von Puchhaim zu geben gelobt hat und fuer deren Sicherstellung Graf Hermann von Cilly, Hertneid von Pettau der Juengere, Marschall in Steyer, und Hans von Stadeck Buergschaft geleistet haben.

29. Juli 1379; Kaufbrief des Conrad Campaniser und seiner Hausfrau Petronella, worin sie anfuehren, dass sie ihr Buergerhaus zu Graetz in der Burgerstrasse gelengen, mit allen Zugehoerungen an Grafen Hermann von Cilly um 175 Pfund guter Wiener Denare verkauft haben.

9. April 1380; Bekenntnis von Pervald Klingenfurter mit der Erklaerung: Alle Schuldbriefe und Geldanforderungen, die er an den seeligen Chol von Seldenhofen zu machen hatte, habe Graf Hermann von Cilly ihm berichtiget und bezahlt.

12. April 1380; Bestaetigung und Quittung ueber 60 Pfund Wiener Pfennige, welche David Strauss, der Jude zu Wien, als Dienstgeld von Grafen Hermann von Cilly richtig und bar empfangen zu haben bekraeftigt.

13. Juni 1380; Kaufbrief, in Folge dessen Jacob Gaymer, seine Hausfrau und deren Erben an Grafen Hermann von Cilly ihren eigenthumlichen Garten und Stadel zu Graetz um 12 Pfund guter Wiener Denare verkaufen.

21. September 1380; Einantwortungsund VerleihungsUrkunde, Kraft welcher Graf Hermann von Cilly 3 ihm eingeantwortete, der Kirche zu Tifer gehoerige Zehende, benanntlich den Zehend zu Ratsch, den im Thal zu St. Jacob und den zu Trenesfeld, dem Kaplan und Pfarrer zu Cilly verleiht und einantwortet, nachdem die Kirche zu Tifer dafuer durch andere Mittel entschaedigt worden ist.

30. Januar 1381; Kaufbrief, in Folge dessen Elisabeth Toppauer, Witwe fuer sich und ihre Erben recht und redlich ihre 3 Huben in der Zanried bey Seldenhofen an Grafen Hermann von Cilly um 36 Mark guter Wiener Pfennige verkauft.

30. August 1381; Schuldbrief, wodurch Nicel von Hopfenbach fuer sich und seine Erben bestaetigt, dass er Grafen Hermann von Cilly die Summe per 40 Mark Venediger Schilling schuldig geworden sei, die er nach beigesetztem Termine wieder zu bezahlen sich hiermit erklaert.

28. September 1381; Kaufbrief, vermoeg welchem Diepold von Katzenstein fuer sich und seinen Bruder Rudlein und fuer beider Erben und Nachkommen bekennt, dass er seine eigenthumliche Feste Sauenstein mit allen ihren Wuerden und Rechten, Gerichtund HerrschaftKirchenlehen, Stock und Galgen, Pimarchen, Fischwaiden und allen andern Zugehoerungen an die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly Vettern pro 900 Pfund guter Wiener Pfennige verkauft habe mit Entsagung aller weitern Ansprache darauf.

21. Dezember 1381; Kaufbrief von Erhard Stuppel von Stain und von seiner Hausfrau Agnes, womit sie an Grafen Hermann von Cilly ihr Bergrecht pro 100 Eimer Wein am Berge bei Hellenstein mit aller Zugehoer um 100 gute Gulden verkaufen.

29. Dezember 1381; Kaufbrief vermoeg welchem Gerlach Metschach und seine Wirthin Dorothe ihre zwei Huben Land mit aller Zugehoer an Grafen Hermann von Cilly um 26 Pfund gute Wiener Pfennige verkaufen.

9. Februar 1382; Lehensverleihung. Hermann Graf zu Cilly macht hiemit kund, dass vor ihn kommen sei Dymont, des Hansen Reinlein Wirthin und ihn gebeten habe, diesem ihrem Manne etliche Gueter zu Lehen zu verleihen. Er verleiht auch wirklich in Kraft dieses Briefes genanntem Hans Reinlein nachstehende Gueter, als: 51/2 Huben zu Takatz am Rain; 2 Huben zu Vedeno, eine Hube zu Neumdorf, 1 Hube und ein Haus zu Lengburg mit einem Weingarten allda, mit beigefuegter Zuschicherung alles Schirms und Schutzes.

21. Februar 1382; PfandschaftsRevers, wodurch Graf Hermann und Wilhelm von Cilly Vettern bestaetigen, dass ihnen Anna, Diethers von Teufenbach seeligen Witwe, mehrere Gueter um die Summe per 56 Pfund Wiener Denar versetzt habe: Sie erklaeren daher, diese Gueter ihr oder ihren Erben sogleich wieder zurueckzustellen, wenn die Pfandsumme an sie berichtiget sein wird.

21. Februar 1382; Satzbrief ueber 4 Huben, welche Anna, Diethers von Teufenbach seeligen Witwe mit allen Zugehoerungen an die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly Vettern um 56 Pfund Wiener Denar gegen Wiederloesung verpfaendet.

12. Mai 1383; DienstRevers des Conrad, Schenken von Osterwitz, worin er anfuehrt und bekennt, dass ihm und seinen Vorfahren die Grafen Hermann der Aeltere, Graf Hermann der Juengere, und Graf Wilhelm, gesamt Grafen von Cilly so viele Gnaden und Gutthaten erwiesen haben, daher er auch angelobet, denselben ewiglich treue Dienste zu leisten.

29. Juni 1383; LehenRevers des Peter Scheyr, womit er bekennet, dass er seine zu Lehen gehabten Gueter und Besitzungen seinem Lehensherrn Grafen Hermann von Cilly zurueckgesagt, solche aber neuerdings von ihm wieder als Lehen empfangen habe, mit der Anmerkung, dass seine Nachkommen die Lehen jederzeit von gedachtem Lehensherrn empfangen sollen. Unter diesen Guetern ist das Dorf Koemnick auf der Supp angemerkt.

10. Februar 1384; Satzbrief, in Folge dessen Hans von Stadeck fuer sich und alle seine Erben bekennet, dass ihm Graf Hermann und Wilhelm von Cilly, Vettern, auf auesserst dringende Notduerften die Summe von 5000 Pfund guter Wiener Pfennige dargeliehen haben, wofuer er ihnen die Feste Liechtenstein in Oesterreich mit allen ihren Zugehoerungen bis zu Wiederloesing satzweise einrauemt.

30. Maerz 1384; Kaufbrief ueber eine Hube, genannt Pieschink, im Riednick, welche Hermann von Kraschach, seine Wirthin und Erben mit aller Zugehoer an Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben um 10 Pfund Wiener Pfennige verkauft haben.

25. April 1384; Lehensverleihung. Berthold, Bischof zu Freising, belehnt fuer sich und alle seine Nachfolger den Grafen Hermann von Cilly mit dem Hofe Hochenau samt aller Zugehoerung, wie ihn von ihm Otto von Sicherstein besessen, aber aufgesandt hat.

3. Mai 1384; Confirmationsbrief von Phillip de Alenconio, Patriarchen zu Aquileja, womit er den Grafen Hermann von Cilly als wahren und wirklichen Vogten des Klosters und der Kirche zu Obernburg, Benedictiner Ordens, bestaetiget, und ihm alles Recht darueber einrauemt. (Lateinisch).

3. Maerz 1384; Consens des Philipp de Alenconio, Patriarchen zu Aquileja, worin er den Grafen von Cilly gestattet, auf beweglichen Altaeren taeglich durch rechtliche Priester feierliche Messen und Hochaemter halten zu duerfen, dann aber diese Altaere in reinen und ehrbaren Orten wohl aufzubewahren. (Lateinisch).

3. Mai 1384; Lehenbrief des Philipp de Alenconio, Bischofs von Sabina, Kardinals und Patriarchen von Aquileja, Kraft welchem er dem Grafen Hermann von Cilly die Lehen ueber alle seine alten rechtmaessigen und gesetzlichen Gueter, die er und seine Vorfahrer von Altersher von der Kirche zu Aquileja und von den Herrn Patriarchen, seinen Vorfahrern zu Lehen erhalten haben, ertheilt.

4. Mai 1384; Kaufbrief, vermoeg welchem Georg von Rain seine eigenthumlich besitzenden Weinzehende zu Pletriach in dem Berg mit allen Zugehoerungen an Grafen Hermann von Cilly um 150 gute Gulden verkauft mit dem Bergrechte auf mehreren Besitzungen.

15. August 1384; Entsagbrief und Quittung des Juden Musch, des Juden Ysserlein von Mahrburg Enkel, worin er anfuehrt, dass Graf Hermann von Cilly der Aeltere, dessen Sohn auch Hermann, dann Wilhelm von Cilly ihr Vetter, alle Geldforderungen, die er an sie hatte, an ihn berichtiget haben, und erklaert daher alle darueber ausgefertigten Schuldbriefe fuer Null und nichtig.

26. Februar 1385; Lehenbrief, wodurch Gottschalk, Abt zu Moelk, oeffentlich bekennt, dass Hans von Stadeck alle ihm zu Lehen verliehenen Zehende um Liechtenstein gelegen, mit allen Zugehoerungen an die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly pro 5000 Gulden versetzt habe. Er, Abt, ertheilt demnach genannten Grafen von Cilly den Consens, obige Zehende nach Lehenund Landesrecht einzuheben und zu nuetzen.

7. Maerz 1385; Kaufbrief, vermoeg welchem Graf Hermann von Cilly seiner eigenen Schwester, Graefin Adelheid, des Grafen Ulrich von Cilly, seines seeligen Bruders Witwe, das Bergrecht zu Pletriach in dem Berge mit allen Zugehoerungen um 150 guter wohlgewogener Gulden verkauft.

13. Dezember 1385; LehenRevers von Ulrich Plesel und seinen Erben ueber den Thurm zu Praitenau und ueber eine Muehle allda mit allen Zugehoerungen allda, ausgestellt, die ihm die Grafen von Cilly zu Lehen verliehen haben.

25. April 1386; Uebergabbrief, vermoeg welchem Katharina, Graefin von Cilly und Truchsessin zu Walburg und ihr Gemahl Hans, Truchsess zu Walburg, zu den Zeiten des Herzogs Leopold von Oesterreich etc. Landvogt zu Argau, zu Thurgau und auf dem Schwarzwalde, an Bischof Albrecht zu Trient und Friedrich, beide Grafen von Ortenburg, etliche Haueser, Hofstaette, samt Muehle und Fischwaiden zu Landstrass und zu Kaltenbrunn abtreten und uebergeben.

24. Mai 1386; Revers, womit sich Eiberlein der Holnecker verbindlich macht, sein jetziges und kuenftiges Erbtheil sowohl von seiner, als seiner Gemahlin Seite Niemand andern anzufeilen, oder zu verkaufen, als nur den Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly.

25. Mai 1386; Vertrag des Abtes Andreas und des ganzen Convents zu Sittig mit dem Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly, vermoeg welchem alle obgewalteten Streitigkeiten in Ansehung ihrer Stiftungen gaenzlich beigelegt und beendet sind.

17. Juni 1386; Revers des Guardian und des ganzen KosterConvents der Minoriten zu Cilly, womit sie sich verbindlich machen, die von der Graefin Adelheid von Cilly gestifteten 2 ewigen Messen im Dorfe Pretos, welches im Urbar Sonneck gelegen ist, taeglich zu lesen, und zwar eine auf dem St. Maximiliani, der andere am St. Francisci Altare, auch werden sie im Chore des Klosters ein brennendes Licht ewig unterhalten.

18. Juni 1386; Revers des erstgenannten Guardians und Klosterconvents zu Cilly des naemlichen Inhalts.

29. Juli 1386; Kaufbrief, vermoeg welchem Wilhelm von Scherfenberg fuer sich und alle seine Erben bekennt, dass er den Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly und deren Erben seinen eigenthumlichen Thurm zu Treuen mit dem Purkstall, dann den Bauhof mit dem Markte allda, nebst mehreren Huben und Guetern und Vogteien gegen Ueberkommung anderer Gueter dafuer, verkauft habe.

29. Juli 1386; Revers des Wilhelm von Scherfenberg, worin er die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly ermaechtiget, den Thurm zu Treuen, und ueberhaupt alle Gueter, die er an sie Grafen versetz hat, an sich zu loesen.

28. August 1386; Kaufbrief von Heinrich von Kranichberg und seiner Hauswirthin Barbara, infolge dessen sie ihre eigenthumliche Herrschaft und Feste Mureck mit dem Burgberge, den Markt gleichen Namens und den Thurm Truzenau, mit allen zu erstgenannten Besitzungen gehoerigen Guetern, Rechten und sonstigen Zugehoerungen an die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly Gevettern auf ewige Zeiten unwiderruflich um die Summe von 8500 Pfund guter Wiener Denare verkaft haben, mit Zusicherung aller Gewaehrleistung.

7. September 1386; Kaufbrief vermoeg welchem Haertel Krautberger, seine Wirthin und Erben ihren Thurm zu NiedernWippach samt aller Zugehoerung, eine Wiese daselbst in der Au und etliche Huben auf verschiedenen Bezirken um 340 Mark Aglayer Denare an Grafen Friedrich von Cilly verkauft haben.

29. September 1386; Schadlosbrief des Haug von Tibein fuer Herrn Grafen Hermann von Cilly, der bei Hansen von Liechtenstein fuer ein gewisses Heurathsgut Buerge gestanden ist, und den er hiemit von aller Verbindlichkeit loszaehlt.

12. November 1386; Schuldverschreibung ueber 200 gute Gulden in Gold, welche Ulrich Gutnauer, Pfarrer zu St. Veit vor Laibach in Krain, von den Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly Gevettern erhalten zu haben bestaetiget und welche er nach innbemeldten 2 Terminen wieder abzuzahlen sich hiermit verpflichtet.

12. Maerz 1387; Vertrag der Graefin Katharina, des Grafen Hermanns von Cilly seeligen Witwe mit ihren beiden Soehnen Hermann und Wilhelm Grafen von Cilly, vermoeg welchem sie ihren Satz pro 15.000 Gulden auf der Feste Gurkfeld, welches ihre Haimsteuer ist, ihnen gegen dem ueberlaesst, dass sie ihr soviel Satz, als das Urbar zu Gurkfeld ertragen hat, aus dem Urbar der Feste Schoenstein abreichen sollen. (Im Hausarchiv).

15. Mai 1387; Lehenbrief, Johann, Bischof zu Gurk ertheilt dem Grafen Hermann von Cilly die Lehen ueber nachbemerkte, vom dasigen Gotteshause zu Lehen ruehrende Gueter, als ueber die Festen Rohatsch, Montparis, Kasternitz, Pluemstein, Saleck (Schaleck) und Sauenstein, mit allen derselben zugehoerigen Guetern und Rechten.

29. Mai 1387; Vertrag und Buendnis zwischen Johann, Bischof zu Gurk und den Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly, worin sie sich durch 6 aufeinanderfolgende Jahre in allen Angelegenheiten, besonders wider Herrn Haug von Tibein, einander beizustehen angeloben.

13. Juni 1387; Lehenbrief, Kraft welchem Albrecht, Herzog zu Oesterreich etc. die Herrschaft Traburg mit dem Burgberge und allen dazugehoeringen Guetern und Besitzungen, dem Grafen Wilhelm von Cilly und dessen Erben zu Lehen verleiht.

28. August 1387; Lehenbrief von Johann, Bischof zu Gurk, ueber 5 Schloesser, als Rabensperg, Lemberg, Neuhauss bei Tifer, Gibel am Pacher, und Ehrenstein, welche er mit allen deren Zugehoerungen an die Grafen Hermann und Wilhelm zu Cilly Gevettern lehensweise uebergibt.

10. Oktober 1387; LehenRevers des Haensel von Wippach, wodurch er bekennet, dass ihm die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly aus Gnaden den Thurm bey dem Wasser zu NiedernWippach, den er von Wilhelm und Hans von Stegberg an sich gekauft hat, zu Lehen verliehen haben. Er sendet dabei zugleich alle Gueter auf, die er vom Patriarchen zu Aglay lehensweise innehat, unter der Bedingung, wenn ihm und seinen Erben durch die Vermittlung der Grafen diese Gueter wieder verliehen wuerden, er lebenslang bei ihnen Grafen bleiben, und stets treue Dienste leisten wolle.

11. Dezember 1387; Kaufbrief von Hans und Rudel Kresel Gebruedern, welche ihren Thurm zu Cilly, St. Maximilian gegenueber, mit 4 Hofstaetten, Baumgaerten und Aeckern, samt allen sonstigen Zugehoerungen, an die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly Vettern um 390 Mark guter Alter Graetzer Denare verkauft haben.

21. Dezember 1387; LehensConsens des Probstes und Erzpriesters Albrecht, des Dechants Otto und des ganzen Convents und Capitels zu Gurk, womit sie ihren Bischof Johann ermaechtigen, alle die Lehen, die von Pettau dem Gotteshause Gurk zu Lehen sind, den Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly Vettern verleihen zu duerfen.

10. August 1388; Empfehlungsbrief, vermittelst welchem Wilhelm von Scherfenberg der Aeltere seinen Sohn der Gnade seiner Herrn Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly empfielt, und sie um Obsorge fuer dessen Gueter, liegende und fahrende Habe zu Lehen zu tragen, gebuehrend anfleht.

10. August 1388; Vermaechtnisbrief, in Folge dessen Wilhelm von Scherfenberg der Aeltere und sein Sohn auch Wilhelm verordnen, dass nach ihrer beiden toedtlichen Abgange alle ihre eigenthumliche Habe, ihre Gueter, Lehen, und sonstiges Vermoegen unter was immer fuer Namen, den Herrn Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly zufallen solle.

24. Oktober 1388; Vermaechtnisbrief ueber 6000 Gulden von der Graefin Susanna von Maidburg gebornen Graefin Hardegg Witwe, welche sie ihren Oheimen, den Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly unter der Bedingnis vermacht, wenn sie ohne Leibserben diese Welt verliesse.

7. Dezember 1388; Bekenntnis von Nachim, dem Juden zu Windischgraetz fuer sich, seine Wirthin und Erben, dass die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly, als Gerhaben des Andre von Kuensperg, alle von dessen Vater Hansen von Kuensperg herruehrende verbriefliche und unverbriefliche Geldschulden richtig und vollkommen bezahlt haben.

3. Jaenner 1389; Lehenbrief, Kraft welchem Johann Bischof zu Gurk, die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly der Verdienste wegen, die sie sich um sein Gotteshaus erworben haben, mit der Feste Kuensperg mit allen deren Zugehoerungen belehnt.

7. Jaenner 1389; LehenRevers von Hans Guetting, wodurch er bekennet, dass er die zu Lehen gehabte Hube zu Trefling seinen Herrn Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly zurueckgesagt und aufgekuendet, solche aber nachher wieder von ihnen zu Lehen erhalten habe.

19. Februar 1389; Confirmationsbrief, wodurch Johann, Patriarch zu Aquileja die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly, wie auch alle ihre Nachkommen als Voegte, und bestaendige Beschuetzer und Vertheidiger des Klosters zu Obernburg bestaetiget.

19. Februar 1389; Lehenbrief. Johann Patriarch zu Aquileja belehnt den Wilhelm, Grafen von Cilly fuer sich und im Namen des Grafen Hermann von Cilly mit dem Schlosse Obernburg und Altenburg, welches sie (die Grafen) von den Altenburgern gekauft haben; dann mit dem Schlosse Neideck, mit den Zehenden in Lemberg (Lemburg), mit dem in der neuen Kirche, dann mit dem zu St. Peter im Sennthal, mit dem in Fratzlau, in Pressberg und im Schalachthal; dann mit allen Guetern und Lehen, welche genannten Herrn von Seite ihrer muetterlichen Oheime, den Grafen von Heunburg zufallen werden.

6. Maerz 1389; GegenSatzbrief, womit Ulrich von Kelch fuer sich und seine Erben bekennet, dass die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly ihnen die Feste Puchenstein samt allen Zugehoerungen fuer dargeliehene 196 Pfund guter Wiener Denar satzund pfandweise ueberlassen haben, und bestaetigen hiebei die sogleiche Abtretung derselben gegen Ueberkommung obigen Darlehens.

6. Maerz 1389; Pfandbrief, Kraft welchem die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly das oben genannte Schloss Puchenstein mit aller Zugehoer an Ulrich Kelch um 196 Pfund guter Wiener Denar verpfaenden.

22. April 1389; Kaufbrief, vermoeg welchem Wilhelm Strassberger die Lehenschaft an den Zehenden von Getreid und Wein an den Wadraes, dann zwei Hoefe zu KleinTschernik in der St. Ruprechter Pfarre mit allen Zugehoerungen an die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly um eine nicht genannte Summe Geld verkauft.

19. August 1389; Kaufbrief, wodurch Friedrich Vischel bekennet, dass er an die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly seinen eigenen Hof, genannt Rupnak, bei Leondorf gelegen, dann 4 Aecker mit einem Garten mit allen Zugehoerungen um 130 Pfund guter Wiener und Graetzer Denar verkauft habe.

14. Oktober 1389; Kaufbrief, vermoeg welchem Liebhard Kuechel fuer sich und alle seine Erben bekennet, dass er an die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly und ihre Erben etliche Huben, in verschiedenen Ortschaften gelegen, mit allen ihren Zugehoerungen um 20 Pfund guter Wienerund Graetzer Denar verkauft habe.

1. November 1389; Ausspruch von Berthold, Bischof zu Freysingen, Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly, Ulrich von Liechtenstein zu Murau, Hansen von Liechtenstein auf Nicolspurg, und Rudolphen von Walsee, als erwaehlten Schiedsrichtern in Angelegenheit der Forderungen und Anspruechen, welche Conrad von Kreig und seine Gemahlin Anna an der Feste, Guetern und Erbschaft zu Schoenberg gegen Herzogen Albrecht zu Oesterreich etc. gestellt haben. Nach diesem Ausspruche zahlt genannter Herzog an den Kreig die praetendirte 800 Pfund Denar, dagegen entsagt dieser aller fernern Ansprueche, Rechte und Erbschaft auf Schoenberg.

11. April 1390; Schuldbrief des Juedel, des Juden Muschen Sohn von Cilly, wodurch er bekennet, dass er den Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly die Summe von 380 Gulden schuldig geworden sei, welche er, laut bedungenen Terminen, zur Zeit richtig zu bezahlen gelobet.

4. Mai 1390; Kaufbrief, von Katharina Weriant, des Chuchels seeligen Witwe, ueber ihr Leibgeding auf verschiedenen Guetern, Huben, Muehlen und Hofstaetten, welches sie den Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly um 13 Pfund Wiener Denar verkauft hat.

24. Juni 1390; Zeugbrief der Katharina, Graefin von Modrus und Vogl, worin sie bestaetiget, dass die Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly die Herrschaft und Feste Montparis mit allen Zugehoerungen um 5000 Gulden Dukaten an sie versetzt haben, welche Feste mit allen Zustaenden sie bei Ueberkommung obigen Betrages sogleich wieder abzutreten sich hiermit verbindet.

27. Juli 1390; Verschreibung von Hansen von Weissenegg und Walburga seiner Hausfrau, worin sie denen Grafen von Cilly an Eidesstatt verheissen, dass sie fuer ihre eigene Tochter bey Erreichung ihres 12. Jahres 100 Pfund guter Wienerund Graetzer Denare entrichten wollen, damit sie Grafen dieselbe ordentlich nach Belieben verheurathen koennen.

24. April 1391; Kaufbrief des Seibot von Russbach, in Folge dessen er den Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly 5 Huben als sein rechtes Erbe zu Prikernitz gelegen, mit allen Zugehoerungen um 100 Mark Schilling Denar Venediger Muenz verkauft hat.

23. Mai 1391; Bestaetigung und Quittung des Juden Hanoko von Mahrburg und seiner Wirthin, worinn sie anfuehren, dass sie von den Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly als Vormuendern des Andreas von Koenigsberg alle von dieses Pupillen Vater Hansen von Koenigsberg herruehrende Schulden bezahlt erhalten haben, und daher aller weitern Anforderung darauf entsagen.

2. September 1391; Revers des Johann, Priors und des ganzen Convents des Karthaueser OrdensKlosters in Seitz, womit sie erklaeren, fuer die Herrn Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly, wie auch fuer deren Erben maennund weiblichen Geschlechts, in ihrem Kloster St. Johann in Seitz, St. Mauritz in Gyrio und im Jokoser Thale zu Freinitz, einen ewigen Jahrtag zu begehen.

8. September 1391; Revers und Obligation von Osswald Herzog, gewesenen Richters zu Rohatsch, womit er sich verbindlich macht, alle befindlichen gerichtlichen  wie auch alle sonstigen Raitungsreste bis kuenftigen Georgi richtig zu machen, und den Grafen Hermann und Wilhelm von Cilly alles zu ersetzen, wenn Unrichtigkeit in der Raitung befunden wuerde.

19. Maerz 1393; Urkunde, darin enthalten ist, dass Graf Hermann von Cilly als Lehensherr der Pfarrkirche zu St. Ruprecht bei Nassenfuess gelegen, dieses Beneficium nur demjenigen verleihen wolle, den Friedrich und Georg von Zobelberg, oder auch deren Soehne, ebenfalls Friedrich und Georg dazu vorschlagen und recommandiren werden; auch wolle er dann denselben dem Patriarchen von Aquileja zur Confirmation unterbreiten.

25. April 1393; PfandRevers. Albrecht und Wilhelm, Vettern, Herzoge zu Oesterreich, Steyer und Kaernten etc. bekennen mit diesem Briefe fuer sich und ihre Erben, dass die edle Graefin Katharina von Podau, weiland Grafen Stephan von Vogl und Modrusch, Witwe, den Satz auf der Herrschaft Meithau von den Grafen von Cilly ab und mit Gunst besagter Herzoge an sich geloest habe. Sie verpfaenden demnach pro 1800 Pfund Wiener Pfennige an genannte Graefin die besagte Herrschaft mit allen Zugehoerungen gegen Wiederloesung um obigen Pfandschilling.

14. September 1393; Revers von Niclas Gall von Puchenstein, worin er seinem gnaedigen Herrn Grafen Hermann von Cilly fest gelobet, dass er die Feste Puchenstein, im Fall er solche zu verkaufen nothgedrungen waere, Niemand andern, als ihm Grafen verkaufen wolle.

28. Dezember 1393; Schenkungsurkunde. Johann, Patriarch zu Aquileja, ertheilt mit Uebereinstimmung seines Capitels unter dem Titel einer Schenkung den Grafen von Cilly und ihren Erben das Patronatsrecht ueber folgende 6 Kirchen, naemlich ueber die Kirche St. Martin in Fiuer, ueber St. Martin in Ponikl, ueber Beatae Mariae Virginis in Gurkfeld, ueber St. Margaretha in Bodiz, ueber St. Crucis bey Rohatsch, und ueber St. Rupertus bei Nassenfuess.

28. Dezember 1393; der naemliche Schenkungsbrief besagten Johann Patriarchens zu Aquileja fuer die Grafen von Cilly mit dem Patronatsrechte ueber obige 6 Kirchen.

21. Maerz 1395; Vermaechtnisbrief, vermoeg welchem Andreas von Koenigsberg mit Bewilligung seines Lehensherrn des Bischofs zu Gurk den Grafen von Cilly seine Feste Koenigsberg samt andern Guetern und Erbschaft dergestalt vermacht, dass ihnen Grafen nach seinem toedlichen Hintritte noch 10.000 Pfund guter Graetzer und Wiener Dukaten darauf angefallen sein sollen. Auch zaehlt er sie von allen je fuer ihn geleisteten Buergschaft los und ledig.

29. Mai 1395; LehenRevers, womit Pirss von Rotenpuechel oeffentlich bekennet, dass er seinen Hof zu Rotenpuechel mit 4 Huben allda mit allen Zugehoerungen seinem edlen Herrn Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben mit dem Bedeuten zurueckgesagt habe, dass er und seine Erben die Lehen darueber kuenftig nur vom besagten Grafen empfangen sollen.

30. May 1395; Satzbrief ueber etliche hier specificirte Gueter, Huben und Muehlen, welche Hans Toppenauer und dessen Gemahlin Margareth mit allen Zugehoerungen an Grafen Hermann von Cilly um 600 Pfund guter Wiener Denare versetzt haben.

13. Juni 1395; LehendienstRevers von Hans Toppenauer und seiner Wirthin Margareth, welche ihre eigenthumlichen Gueter in der Lapriarcher Pfarre gelegen, ihrem Lehensherrn, Grafen Hermann von Cilly zuruecksagen und aufkuenden und merken dabey an, dass ihre Erben von Niemand andern als vom gemeldten Grafen die Lehen hierueber empfangen sollen.

13. August 1395; Lehensverleihung, Kraft welcher Johann Bischof zu Gurk, den Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben mit der Feste Koenigsberg und derselben Zugehoerungen belehnt.

6. September 1397; Bulle des Papstes Bonifacius, Kraft welcher die Pfruende der vacanten Pfarrkirche in Woditz dem Grafen Hermann von Cilly, als Patronus derselben, wem immer zu verleihen das Recht zustehe, folglich ihm durch den Nicosienser Erzbischof kein Eintrag hierin geschehen koenne noch duerfe.

20. Dezember 1397; Verzichtsbrief von Agnes, des Hans von Koenigsperg seeligen Tochter und des Georg Pottendorfers ehlige Gemahlin, worin sie auf alle vaeterund bruederliche Erbschaft zu Gunsten des Grafen Hermann von Cilly verzichtet, und allen Rechten auf die Feste Koenigsberg und deren Zugehoerungen entsaget.

9. September 1398; Gabbrief vom Kaiser Sigismund etc. dem zu Folge er die Stadt Warasd im Warasdiner Comitate, mit allen Rechten und Zugehoerungen dem Grafen Hermann von Cilly und seinen Nachkommen uebergibt, worueber im Jahre 1405 die Conformation erfolgt ist. (Im Hausarchiv.)

Sine Dato 1399, ist der 9. Maerz 1399. Uebergabsinstrument, vermoeg welchem das Agramer Capitel auf Befehl des roemischen Koenigs Sigmund, und Koenigs von Ungarn etc. dem Grafen Hermann von Cilly etliche Schloesser unter dem Titel einer koeniglichen Donation auf ewige Zeiten zu besitzen uebergibt und einrauemt.

1. September 1399; Kaufbrief der Gertrud von Scherfenberg, des Hans, Schenken von Osterwitz seeligen Witwe, welche an Grafen Hermann von Cilly etliche Gueter, Muehlen, Huben, Bergrechte und Weingaerten um 400 Pfund guter Wiener Pfennige verkauft hat.

25. Februar 1400; Revers des Niclas, Abtens und des ganzen Klosters Convents zu Obernburg, womit sie sich reversiren, dass sie jene 40 Gulden, welche Graf Hermann von Cilly bisher jaehrlich an den Georg von Landstrass wegen praetendirtem Rechte an der Kirche zu Kotsch entrichtet hat, alljaehrlich selbst an gedachten von Landstrass entrichten wollen.

21. April 1400; Kaufbrief, Kraft welchem Ulrich Schrampf fuer sich, seine Hausfrau und Erben seine eigenthumlichen 5 Gueter in der Herrschaft Seldemhofen, von welcher sie zu Lehen sind, um 80 Pfund guter Wiener Denar an Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben verkauft hat.

12. Mai 1400; Lehenbrief von Hermann, Grafen zu Cilly ueber ein Haus zu Rohatsch am Burgberge gelegen, welches Gretel Retzerin lehensweise besessen, aber aufgesandt hat, und welches er Graf dem Hennslein, Buerger zu Rohatsch und dessen Bruedern Ulrich und Georg zu Lehen verleiht.

4. Juni 1400; Lehenbrief, vermoeg welchem Johann, Bischof zu Gurk aus besonders beweglichen Ursachen die Feste Reicheneck mit allen zugehoerigen Guetern dem Grafen Hermann von Cilly und dessen Nachkommen zu rechten Lehen verleiht.

23. August 1400; Lehenbrief von Wenzeslaus roemischen und zu Boehmen Koenig, Kraft welchem er das Reichslehen der Feste Rorau mit allen dazugehoerigen Guetern, Doerfern, Bergen, Rennten und Gefaellen, Rechten und Gerechtigkeiten, dem Grafen Hermann von Cilly und dessen maennlichen Erben, als maennliches Reichslehen verleiht. (Im Hausarchiv).

1. Oktober 1400; Ablassbrief von Conrad Burchard, infulirten Vicar des Aquilejer Patriarchats, vermoeg welchem er allen rechtglauebigen Christen, welche mit wahrer Reue ihre Suenden in der Capelle zu Cilly beichten und mit wirklicher christlicher Andacht dem Kirchenfeste allda, und bei den Festen unserer lieben Frau, aller Heiligen, des heiligen Kreutzes, Johannes des Tauefers etc. beiwohnen, 40 taegigen Ablass verleiht.

Sine Dato 1401; Kaufbrief ueber eine Wiese bei Droschendorf gelegen, welche Niclas Pauer, dessen Wirthin und Erben an Grafen Hermann von Cilly mit aller Zugehoer um 60 wohlgewogene gute Gulden verkauft hat.

6. Februar 1401; LehenRevers von Mert Reicheneck dem Aelteren, worin er fuer sich und alle seine Erben anfuehrt, dass ihm Graf Hermann von Cilly die von dem Gotteshause zu Gurk zu Lehen ruehrende Feste Reicheneck mit allen Zustaenden zu Lehen verliehen habe, und gelobet dabei an Eidesstatt, dass sie die Lehen hierueber nur von der Graefin von Cilly empfangen wollen und werden.

6. Januar 1401; Revers des Georg von Potendorf und seiner Gemahlin Agnes, worin sie erklaeren, dass ihnen Graf Hermann von Cilly 5 verschiedene Kauf und Satzbriefe uebergeben habe mit der Weisung, den aushaftenden Satzbetrag einzubringen und ihm Grafen die Haelfte dieses Geldbetrages einzuhaendigen.

2. Februar 1401; Revers des Michael, Priors und des ganzen Convents des Karthaueserklosters zu Gayrau, womit sie angeloben, fuer die Frau Graefin zu Cilly, Witwe als Stifterin und fuer ihren Ehegemahl, Grafen Hermann seeligen, wie auch fuer alle ihre Voreltern und Nachkommen zum Heil und Trost ihrer Seelen, oberhalb des neuen im Kreutzgang ihres Klosters gestifteten Altars, ein ewig brennendes Licht zu unterhalten auch allda die Messe fuer sie zu lesen.

9. April 1401; Confirmationsbrief vom Pabst Bonifatius IX ueber den Wochenmarkt im Staedtchen zu St. Georg unterhalb Anderberg, vermoeg welchem Johann, Bischof zu Gurk und Hermann Graf von Cilly hierueber eine Uebereinkunft eingegangen waren.

1. Januar 1402; Gewalt und Vollmacht, die Wenzeslaus roemischer und zu Boehmen Koenig, dann Sigmund, Koenig in Ungarn ausstellen, und den Grafen Hermann von Cilly bevollmaechtigen, dass dieser mit den Grafen von Ortenburg und Goerz uebereinkomme, den koeniglichen Truppen und Voelkern ihre Gebuerge und Strassen gegen Lamparten (Lombardie) zu oeffnen, und sie mit allen Nothdurften zu versehen. (Im Hausarchiv).

24. April 1402; VormundschaftslossagungsInstrument, vermoeg welchem Graf Ulrich von Montfort, Herr zu Bregens, seinen Oheim, Grafen Hermann zu Cilly der Vormundschaft ueber seine ehlige Gemahlin Guta, geboren von Stadeck entlediget und loszaehlt.

13. Oktober 1402; Schuldbrief ueber 32 Pfund guter Wiener Pfennige welche Niclas Preschel, Buerger zu Rackersburg als ein Darlehen von Herrn Grafen Hermann von Cilly empfangen zu haben bekraeftiget.

25. Oktober 1404; Lehenbrief von Conrad, Bischof zu Gurk, vermoeg welchem er die seinem Gotteshause lehenbaren Festen Rohatsch, Herberg, Montpreis mit den Huben bey der Pfarr unter Stain, die Festen Kostreiniz, Blumenstein, Presing, Helfenberg, Eckenstein, Schaleck, Sauenstein, Koenigsberg und Reicheneck, mit allen ihren Zugehoerungen dem Grafen Hermann von Cilly und seinen Erben zu Lehen verleiht.

12. Dezember 1404; Confirmationsinstrument, wodurch Antonius, Patriarch zu Aquileja, dem Grafen Hermann von Cilly und dessen Nachkommen als Voegte und Beschuetzer der Kirche zu Obernburg fuer alle Zukunft bestaetiget und confirmiert.

12. Dezember 1404; Gewalt und Vollmacht, welche Antonius, Patriarch zu Aquileja, dem Grafen Hermann von Cilly ueber die Gueter, Rechte und Einkuenfte der Kirche zu Obernburg zu schalten und zu walten einrauemt, als wenn es die Seinigen waeren; die Kirche gegen jedes Unrecht zu schuetzen und zu schirmen und ueberhaupt das Wohl derselben zu Hand haben.

7. April 1405; Lehensverleihung. Antonius, Patriarch der Kirche zu Aquileja, verleiht die durch den Tod des Herrn von Seldenhofen ihm erbschaftsweise zugefallenen Zehende im Orte Seldenhofen dem Grafen Hermann von Cilly auch lehensweise.

4. Juli 1405; Vidimus eines Kaufund VerkaufsContractes zwischen Koenig Sigismund von Ungarn und Grafen Hermann von Cilly errichtet, vermoeg welchem benanntem Grafen und dessen Erben alle Gueter, Schloesser und Staedte im Gebiete Muran, wie auch die Schloesser Schakaturn (Csakaturn), Gran mit der Possession Bedaya pro 48 Gulden im Golde, gut Gewicht, ueberlassen worden, jedoch gegen Wiederkauf.

26. Dezember 1405; Quittung ueber 40 Pfund Wiener Denare, welche Elisabeth und Peter Hauzenbeuger von dem BauleutenSchaffer zu Schaumberg auf Anordnung des Grafen Hermann von Cilly empfangen zu haben beurkunden.

25. Januar 1406; Quittung ueber 40 Pfund Wiener Pfennige, welche Barbara, des Hansen Panhalm, Pflegers zu Lobenstein Hausfrau, vom BauleutenSchaffer zu Schaumberg als die ihr von Grafen Hermann von Cilly angeschaffte Haimsteuer richtig erhalten zu haben bestaetigt.

9. Februar 1406; Lehenaufsandbrief von Peter von Merenberg, welcher fuer sich und alle seine Erben die zu Lehen habende Gueter, es seien Hoefe, Huben, Zehende, Weingaerten, Hoelzer, Wiesen, Muehlen, Hofstaette etc. dem Grafen Hermann von Cilly in so weit zuruecksagt und aufkuendet, dass alle diese Lehenbesitzungen, falls er ganz ohne LeibesErben mit Tode abginge, dann an obgenannten Grafen oder dessen Erben uebergehen sollen.

29. April 1406; Confirmation jener Verschreibung, welche Koenig Sigismund von Ungarn, Dalmazien und Croatien etc. dem Grafen Hermann von Cilly anno 1399 uebergeben hat, welcher zu Folge benanntem Grafen und seinen maennlichen Erben das Sagorer Comitat mit allen darin befindlichen Schloessern zum Besitze auf Mannsstammen eingerauemt wurde. (im Hausarchiv).

5. Mai 1406; Buendnis und bruederliche Uebereinkunft zwischen Niclas, Grafen zu Vogel und Modrusch etc., dem Grafen Hermann von Cilly und Niclasen von Zara, ihrem gnaedigen Herrn, dem Koenige in Ungarn, worin sie angeloben, sich mit Leib und Gut einander beizustehen, und aus allen Kraeften wider Jedermann einander zu helfen.

14. Oktober 1406; Bekenntnis des Veit Eitzinger mit mehreren Zeugen gefertigt, worin er anfuehrt, dass er seine ausstaendige Besoldung und alle uebrigen Forderungen, die er an Grafen Hermann von Cilly hatte, erhalten habe, und dass er durchaus an besagten Grafen keine Praetension mehr machen wolle noch werde.

15. Oktober 1406; Bekenntnis und Quittung des Jorig Kesperger des erstbenannten Gegenstandes, dass ihm sowohl die ausstaendige Besoldung, als auch das Liefergeld auf Anordnung des Grafen Hermann von Cilly ausbezahlt worden sei.

9. November 1406; Bekenntnis und Quittung des Christian Trauner des Peter Harachen und Wolfgang Dretner, dass sie wegen gemachter Reise ins Windische Land vom Grafen Hermann von Cilly den Sold, das Lieferoder Zehrgeld und den dabei erlittenen Schaden ersetzt und bezahlt erhalten haben.

24. November 1406; Kaufbrief von Hans Nepelberger ueber etliche ihm frei und eigenthumlich zugehoerige Huben, welche er mit aller Zugehoer dem Grafen Hermann von Cilly um eine nicht ausgesetzte Summer verkauft hat.

2. Dezember 1406; LehenRevers des Ostermann von Stain, Vizedoms in Krain, fuer sich und alle seine Erben, worin er bekennet, dass ihm Graf Hermann von Cilly ein Haus und Hofstatt bei Laibach gelegen, mit aller Zugehoer zu Lehen verliehen habe, und gelobet dabei, die Pflichten eines getreuen Lehenvasallens genau zu erfuellen.

Sine Dato 1407; Lehensverleihung, welcher zu Folge Graf Hermann zu Cilly aus besondern Gnaden dem Niclas Wuesten und dessen Erben etliche Huben und Gruende zu NiederPulzkau zu Lehen verleiht.

29. Januar 1407; Buergschaftsbrief von Heinrich Wildhausen, von Ott Pergauer und von Georg und Albrecht Feustritzer Gebruedern ausgestellt, die sich fuer den im Gefaengnis gewesenen Hans Feustritzer gegen Hermann Grafen von Cilly verbuergen.

25. November 1408; Uebergabbrief, infolge dessen Agnes Wartenauer (Bartenauer) die von ihrem seeligen Manne Erhard von Aich zur Morgengabe empfangene 6 Huben in der Mangelsperger Pfarr gelegen, mit aller Zugehoer an Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben uebergibt und abtritt.

1. Juli 1409; Schiedsrichterlicher Ausspruch vom Herzoge Ernst zu Oesterreich etc. zwischen Grafen Hermann von Cilly dem Aelteren, Grafen Friedrich seinem Sohne und Graefin Elisabeth, gedachten Friedrichs Gemahlin an einem, dann Hansen Trackenberger dem Juengeren am andern Theile ueber verschiedene zwischen einander entstandene Misshelligkeiten, Irrungen und Beleidigungen.

7. September 1409; Vollmacht, welche Sigmund, Koenig zu Ungarn, Dalmazien und Kroazien etc. dem Grafen Hermann von Cilly ertheilt, mit dem Christiano milite de Savargnano ueber alle und jede Vorfallenheiten zu tractieren, zu disponiren und zu schliessen.

23. Februar 1410; Kaufbrief von Wendel Rubenstein, gebornen von Pilichgraetz ueber etliche hierin specificirte Gueter, Huben und Zehende, saemtlich Lehen der Grafen von Cilly, welche sie mit allen Zugehoerungen um 151 Mark Schilling Friauler Muenz an Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben verkauft hat.

21. August 1411; GerhabsErklaerung. Johann Graf zu Schaumberg erklaeret hiermit, dass Hermann, Graf von Cilly und in dem Seger etc. in seiner Minderjaehrigkeit die Vormundschaft ueber ihn gefuehret und jene Gueter und Herrschaften waehrend dieser Zeit getreu verwaltet und gehoerig administriret habe. Da er nun zur Vogtbarkeit gelangt sei und ihm die Gueter und Herrschaften eingeantwortet worden sind, so sagt er obigen Grafen von Cilly dieser Vormundschaft los, und entsagt auch allen weiteren Anforderungen an ihn.

28. Oktober 1411; Kaufbrief ueber 2 der Grafschaft Cilly lehnbare Huben, welche Wendel Rubensteiner um 60 Mark Schilling Friauler Muenz an Grafen Hermann von Cilly verkauft hat.

3. September 1412; Kaufbrief von Ursula Auerin, gebornen Pilichgraetzer, welche unterschiedliche Gueter und Huben von ihrem Eigenthum als von ihrem vaeterlichen Erbe, an Grafen Hermann von Cilly und dessen Nachkommen um 176 Mark Schilling Aglayer Muenz verkauft hat. Sie gelobt auch diese Gueter, wie Rechtens ist, zu schirmen und entsagt aller ferneren Ansprach darauf.

6. Februar 1413; Lehenbrief, vermoeg welchem Hermann Graf von Cilly das Haus zu Rohatsch mit allen Zugehoerungen, welches vorher der Liechtenberger lehensweise besessen hat, seinem Schreiber, Hansen Weinwerch und dessen Erben zu rechten Lehen verleiht.

11. September 1413; Cession und Uebergab, vermoeg welcher Albrecht Feustritzer an Grafen Hermann von Cilly den Aelteren die Angelegenheiten wider Reinprecht von Walsee, Hauptmann in Oesterreich ob der Enns, uebergibt, worin vorkommt, dass besagter Reinprecht und dessen Anwalt ihm Feustritzer die ganze Habe und Gut mit Gewalt und ohne Recht abgenommen haben, welches gerichtlich behoben an Hauptgut und Expensen 800 Pfund Denar und taxirt auf 600 Gulden betraegt.

6. November 1413; Bulle des Pabstes Johann XXIII worin er dem Grafen Friedrich von Cilly verwilliget, einen beweglichen Altar auf einem schicklichen und ehrbaren Orte zu haben, und darauf entweder durch einen eigenen oder auch fremden Priester Messe lesen zu lassen, und dies zwar in seiner Gegenwart oder Abwesenheit. Auch duerfe er andere sonstige heilige Verrichtungen darauf geschehen lassen.

6. November 1413; Bulla erstbenannten Pabstes fuer Grafen Friedrich von Cilly, dass er auch an oben genannten Orten bei verschlossenen Thueren und ohne vorhergegangenen Glockengelauete Messe lesen und andere heilige Verrichtungen geschehen lassen duerfe und dies zwar in seiner und der Seiniger Gegenwart.

6. November 1413; Bulla benannten Pabstes fuer Grafen Friedrich von Cilly, dass jeder Beichtende bei vollkommener Reue alle 2 Jahre einmal, in Todesnoethen aber sogleich einmal vollkommene Nachlassung aller Suenden alldort erlangen solle.

6. November 1413; Bulla obigen Pabstes fuer Grafen Friedrich von Cilly, dass er auch, im Fall es noethig waere und die Geschaefte erheischten, die Messe alldort noch vor Sonnenaufgang von seinem eigenen, oder auch einem andern Priester lesen lassen duerfe.

9. November 1414; Lateinisches Vidimus ueber 4 Briefe, welche die Vogtei des Klosters zu Obernburg betreffen, dass naemlich diese Vogtey nach dem Ableben der Grafen von Heunburg an die Grafen zu Cilly und Pfannberg erbschaftsweise gekommen sei. (Im Hausarchiv).

21. November 1414; Bittgesuch des Abtes und Convents zu Obernburg worin sie den Koenig Sigismund bitten, dass er den Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben, als jure haereditario rechtmaessige Voegte ihres Gotteshauses praesentiren und sie dazu conferiren und bestaetigen moechte.

21. November 1414; Bittgesuch des Abtes Georg, und des ganzen Convents des Klosters zu Obernburg, an den Pabst Johann, dass er den Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben und Nachkommen als bestaendige und ewige Voegte und Beschuetzer ihres Gotteshauses durch ein apostolisches Schreiben bestaetigen und confirmieren moege.

Sine Dato 1415; Vidimus er abgeschriebenen Patriarchalund paepstlichen Schenkungsund ConfirmationsBriefe in Betreff des Patronatsrechtes ueber die 6 Pfarrkirchen, naemlich St. Martin in Tifer, St. Martin in Ponickl, Beatae Virginis Mariae in Gurkfeld, St. Margaretha in Bodiz, St. Crucis bei Rohatsch und St. Ruprecht bei Nassenfuess, welches Recht den Grafen zu Cilly allein zusteht. Vom Pabst Bonifacius am 28. Dezember 1393 confirmirt.

23. Januar 1415; Bulla des Pabstes Johann, wodurch er den Grafen Hermann von Cilly und dessen Nachkommen in dem Patriarchatsrechte ueber obig genannte 6 Kirchen, Aquilejer Dioeces, auf Praesentation des Johann, Patriarchen zu Aquileja, confirmirt und bestaetiget.

23. Januar 1415; Bulla des Pabstes Johann, worin er den Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben als Voegte und Beschuetzer des Gotteshauses zu Obernburg bestaetigt und confirmirt.

11. April 1415; Urkunde, Kraft welcher Sigismund roemischer und zu Hungarn und Dalmazien und Kroazien Koenig, dem Grafen Hermann von Cilly, seinem Schwager, den Bann ueber das Blut zu richten in seinen Landen verliehen habe. (Im Hausarchiv).

14. Mai 1415; Satzbrief und Urkunde, worin ersichtlich ist, dass das geistliche Capitel zu Chaschau auf Befehl des roemischen und zu Hungarn Koenigs Sigismund dem Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben die Schloesser Csakaturn und Gran mit ihren Umgebungen und Districten, die der Koenig occupirt hat, mit allen Zugehoerungen uebergeben und einantworten soll, weil er Graf Hermann ein Darlehen von 100.000 Gulden in Gold geleistet hat. Jedoch ist dem Koenige oder dessen Nachkommen das Einloesungsrecht vorbehalten.

23. Mai 1415; Ausspruch des Herzogs Ernst zu Oesterreich etc. und des Georg, Bischofs zu Passau in der Streitsache zwischen dem Bischofe Ernst zu Gurk und Grafen Friedrich zu Cilly anstatt seines Vaters Grafen Hermann und seines Bruders, auch Hermann, Confirmirten Bischof zu Freising, wegen einer Geldschuld von 1.500 Pfund Wiener Denar und 1.000 Gulden, welche der von Freising an Bischof zu Gurk schuldig ist. Da jedoch hierueber keine schriftliche Urkunde vorhanden sei, so geht der Spruch dahin, dass der Bischof zu Gurk die Haelfte dieses Betrages verlieren, die zweite Haelfte aber vom Freisinger Bischofe in 2 gleichen Raten an den zu Gurk abgezahlt werden soll. (Im Hausarchiv).

17. Juli 1415; Vidimus aller jener Privilegien, welche Koenig Sigismund zu Hungarn etc. seinem Schwager Grafen Friedrich von Cilly sowohl wegen des Schlosses Stanisniakh, als auch sonstigen Besitzungen verliehen hat, welche hiermit neuerdings confirmirt werden.

6. August 1415; Urkunde, Kraft welcher das Agramer Capitel auf Befehl und Anordnung des roemischen und zu Hungarn Koenigs Sigismund, dem Grafen Friedrich zu Cilly das Schloss Stanisniakh uebergibt und unter der Benennung Pfandschaft einraumt.

15. August 1415; Stiftbrief, wodurch Jeorig, Abt zu Obernburg und der ganze Convent allda bekennen, dass Graf Friedrich von Cilly ihrem Gotteshause bei unser lieben Frau im Sulzbach 3 Huben an dem obern Hart gelegen, in der Herrschaft und Urbar Monpreis, frei eigen uebergeben habe, dass sie in genannter Kirche ein ewigens Licht unterhalten sollen, welches sie auch zu thun hiermit angeloben.

15. Dezember 1416; Verzichtsbrief von Heinrich Apfalter fuer sich und alle seine Erben ausgestellt, mit der Bestaetigung, dass er die Erbschaft, welche ihm von dem Thurm, Pack genannt, zugefallen war, von Grafen Hermann zu Cilly richtig ueberkommen habe.

24. April 1417; Quittung ueber 200 Pfund guter Wiener Denare welche Margareth, des Andre Chymbergers seeligen Tochter und des Georg Reispergers ehlige Hauswirthin als ihre Morgengabe, welche auf den Zehenden ob Seldenhofen versichert war, vom Grafen Hermann von Cilly ausgericht und bezahlt erhalten zu haben bestaetiget.

11. Juni 1419; Bekenntnis von Agnes, weilend Grafen Friedrichs von Ortenburg seeligen Witwe, nunmehr des Pangratz Ungnad ehligen Hausfrau, darin sie anfuehrt, dass ihr seeliger Mann ihr Heiratsgut per 4.000 Gulden auf der Feste Sumereck versichert habe, welcher Betrag zu ihrem lebenslaenglichen Unterhalte bestimmt worden ist. Sie bekennet hiebei, dass sie sich dieser Summe wegen mit Grafen Hermann zu Cilly verglichen habe, welcher ihr nach ausgesetzten Bedingungen diesen Betrag hinaus bezahlen wird.

18. Juni 1419; Lehenbrief, Kraft welchem Hermann Graf zu Cilly oeffentlich bekennt, dass vor ihm der getreue Hans Meusenreiter, sein Kanzler, erschienen ist, und gebeten habe, ihm jene Gueter, welche er von Josten Helfenberger erkauft hat, in Gnaden zu Lehen zu verleihen. Er verleiht auch wirklich obigem Meusenreiter das Burgstall und Gesaess zu Pakenstein mit Leuten und sonstigen Zugehoerungen, nebst mehreren Weingaerten, Zehenden, Hofstaetten und Huben auf hierin angefuehrten Ortschaften.

17. September 1419; Lehenbrief, in Folge dessen Hermann Graf zu Cilly und in dem Seger etc. etliche Gueter, Hoefe, Bergrechte etc. alles in der Herrschaft Lemburg gelegen, dem Hans Meusenreiter, seinem Kanzler, und dessen Erben verliehen hat.

28. Februar 1420; Lehenverleihung. Koenig Sigismund zu Hungarn und Boehmen etc. hat mit Rath und Zustimmung der Churund Fuersten nach Absterben Grafen Friedrichs von Ortenburg das dem heiligen roemischen Reich heimgefallene Reichslehen derselben Grafschaft, samt allen derselben Herrschaften, Landen und Leuten seinem Schwager, Grafen Hermann zu Cilly maennlichen Descendenten, erblich und zu Mannslehen verliehen, und zwar in Beisein vieler Erzund Bischoefe, auch anderer Fuersten des Reichs. (Im Hausarchiv).

15. Juni 1420; LehenRevers, in Folge dessen Ulrich von Weispriach fuer sich und seine Erben den Grafen Hermann von Cilly ueber etliche ihm von Weispriach eigenthumlich zugehoerige Gueter als Lehensherrn erkennen; benanntlich ueber den Thurm zu Geschicz und ueber das Gericht allda und zu Vaschendorf mit mehreren Guetern.

21. Mai 1421; Lehenbrief, wodurch Hermann Graf zu Cilly dem Gregor und Jaeker von Velach einen Acker zu Velach unterhalb der Muehl, dann eine halbe Schwaig an der Stampitz, dann 8 Joch und noch 41/2 Joch Acker bei der Bruecke diesseits der Muehle, alles zu Velach gelegen, zu Lehen verleiht.

1. Januar 1422; Lehenbrief, vermoeg welchem Hermann Graf zu Cilly und Banus in den windischen Landen, dem Otto Merz auf vorhergehende gebuehrende Requisition einen Hof zu Sundolfing mit aller Zugehoerung, dann 5 Huben Ackerland, 14 Hofstaette, eine Muehl und einen Hof und 6 Gueter zu Lehen verleiht.

30. Maerz 1422; Speciale Uebereinkunft des Fraters Angeli de Senis, Generals der Minoriten, mit dem Grafen Hermann von Cilly, des Inhalts: Dass er General immer zwei Brueder dieses Ordens erwaehlen, solche als Capellaene haben und bei sich behalten wolle, wovon einer derselben jederzeit zum Guardian des Minoritenklosters in Cilly erwaehlet werden solle, welcher sowohl die geistlichenals weltlichen Angelegenheiten dieses Klosters zu besorgen habe.

3. August 1422; Kaufbrief, wodurch Christoph, Bischof zu Lokg, oeffentlich bekennt, dass er an Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben ein Gut zu Brodesko, eines zum Puch genannt, und ein halbes zu Gradisch mit aller Einund Zugehoerung, recht, redlich und unwiderruflich um 66 Mark Schilling und 10 Gulden verkauft habe.

1. September 1422; Lehenbrief, wodurch Hermann Graf zu Cilly und in dem Seger etc. ein Haus zu Laibach am Neuenmark, welches vormahls dem von Ortenburg gehoerig gewesen war, mit aller Zugehoer dem Ulrich, Schenken von Osterwitz aus besondern Gnaden zu Lehen verleiht.

Sine Dato 1423; Kaufbrief, in Folge dessen Hans von Eselsdorf fuer sich und seine Erben einen Hof zu der Ossliz in der Obern Gurker Pfarr gelegen, mit allen dessen Zugehoerungen recht und redlich an Grafen Hermann von Cilly pro 34 Mark Schilling Friauler Muenz verkauft.

13. Dezember 1423; PflegRevers, womit Andre von Graben oeffentlich bekennet, dass ihm Graf Hermann von Cilly und in dem Seger etc. die Feste Predgarten in Kaernten gelegen, mit allen Nutzungen, Vogteyen, Zinsen, Diensten und andern Zugehoerungen auf sein Lebenlang unentsetzt pflegweise uebergeben habe.

17. Dezember 1423; Versicherungsbrief, wodurch Erzherzog Ernst zu Oesterreich etc. bekennt, er habe Grafen Hermann von Cilly, dessen Pfleger, Burggrafen und Amtleute seiner Gnade versichert und fuegt hinzu, dass er auch ferner gegen alle so fort gesinnt bleiben wolle und werde.

18. Dezember 1423; Versicherungsbrief vom Erzherzog Ernst zu Oesterreich etc. fuer Grafen Hermann von Cilly, dass er diesen gegen die Liebenberger, von welchen er Hermann die Feste Reifnitz und andere Gueter pfandweise besitzt, im Fall der Zurueckforderung, vertreten wolle und werde.

19. Dezember 1423; Gnadenbrief des Erzherzogs Ernst zu Oesterreich etc. fuer Grafen Hermann von Cilly, vermoeg welchem er demselben alle von den Staedten, Herrschaften und Guetern, benanntlich von Tiefer, Hocheneck, Sachsenfeld, Feistritz, Siebeneck und Gratschach, eingenommene Guelten, Nutzungen, Zinsen und Renten gaenzlich schenket und freiwillig erlaesst.

22. Maerz 1424; Revers, wodurch sich Mertel von Flednitz, derzeit Richter und Mauthner zu Adelsperg, an Eidesstatt verbindlich macht, jaehrlich 4 Saem guten Rainfaels, solange er leben wird, an Grafen Hermann von Cilly oder an dessen Nachfolger unentgeltlich nach Cilly zu liefern; und im Fall er es unterliesse, soll er mit Leib und Gut denen Grafen von Cilly verfallen sein. Als Ursache dieser Verbindlichkeit fuehrt er an, dass er sich gegen obige Grafen verfehlet, sie ihn jedoch auf Fuerbitte etlicher Freunde von aller Strafe befreit haben.

4. April 1424; Aufnahmsbrief. Das ganze bischoefliche Capitel zu Agram nimmt Grafen Hermann zu Cilly als ihren Bruder auf und macht ihn aller Gebete, Exercitien und heiligen Verrichtungen theilhaftig.

10. August 1424; Kaufbrief von Georg Auersperger ueber 13 Huben auf verschiedenen Orten und zwar in und um Lipowetz gelegen, die er mit allen Zugehoerungen pro 313 Mark und 20 Gulden Denar an Grafen Hermann von Cilly recht und redlich verkauft hat.

1. September 1424; Kaufbrief, wodurch Christoph von Lach oeffentlich bekennet, er habe eine ihm eigens zugehoerige und dem Grafen Hermann von Cilly lehenbare Hube zu dem Lug genannt, und an der Sau gelegen, mit aller Zugehoer um 35 Mark Denar Schilling Muenz an obgenannten Grafen von Cilly kaueflich ueberlassen.

3. Dezember 1424; ein Brief vom Grafen Hermann zu Cilly, darin vorkommt, dass er seiner Tochter, Graefin Elisabeth zu Goerz und Tyrol etc. die Feste Stain im Jauenthal mit aller Zugehoer, dann das Niederhaus zu Wippach samt dem Landgerichte schenkungsweise ueberantwortet habe. (Im Hausarchiv).

11. Februar 1425; Revers des Grafen Hermann zu Cilly als Banus in den windischen Landen, ueber die vom Herzoge Friedrich von Oesterreich erhaltene Belehnung mit der Feste Waldstein mit allen Zugehoerungen, statt der an Friedrich, Bischof zu Bamberg abgetretene Feste Hertneidstein im Lauenthal.

14. Februar 1425; Revers von Herzog Albrecht zu Oesterreich etc. worin angefuehrt ist, dass Graf Hermann von Cilly und in dem Seger fuer die Stadt und Buergerschaft zu Bressland die Summe von 10.500 Gulden dargeliehen habe, welche er Herzog dem Grafen von Cilly zu bezahlen verspricht, inmittelst aber demselben und dessen Erben die Feste Liechtenstein gleichsam dafuer versetzt.

17. Februar 1425; Lehenbrief in Folge dessen Herzog Friedrich zu Oesterreich etc. die Feste Waldstein mit aller Zugehoer dem Grafen Hermann zu Cilly zu Lehen verleiht, nachdem dieser mit dem Bischofe zu Bamberg fuer die Feste Hertneidstein einen Auswechsel getroffen hatte.

26. Februar 1425; Compromiss des Herzogs Friedrich zu Oesterreich etc. in Betreff der zwischen seinem Vetter Grafen Hermann dem Aelteren von Cilly und ihm selbst entstandenen Misshelligkeiten etlicher Gueter wegen, und in Ansehung der Schaeden, welche des Herzogs Landen durch das Kriegsvolk des obigen Grafen und des Bischofs vom Bamberg zugewendet worden sind.

29. Maerz 1425; Befehl vom roemischen und zu Hungarn etc. Koenige Sigismund, worin er allen Oberen und Unterthanen des Koenigreiches Slavonien anbefielt, dem Grafen Hermann von Cilly als ihrem Banus in allen Stuecken unbedingt zu gehorchen und ihm alle und jede Seiner Majestaet und dem Fisco sonst gehoerige Einkuenfte und MeeresAbgaben von Schiffen zu reichen als seinen Unterhalt. (Im Hausarchiv).

6. Mai 1425; Lehenbrief, Ludwig, Patriarch zu Aquileja, verleiht dem Grafen Hermann von Cilly alle jene der aquilejer Kirche zustaendige Lehen, welche die vorhergehenden Patriarchen den Grafen von Cilly schon vor laengst zu Lehen verliehen hatten, und zwar das Schloss Orteneck mit Kotsche und allen seinen andern Zugehoerungen, das Schloss Polan und die Schloesser Grafenwart und Zobelberg, dann den Schlossplatz oder Ort zu seinem Schlosse Sterneck, den Landsitz Dobriach (Doebriach) bei Milstadt, dann eine Hube in Podgoriach.

6. Mai 1425; der naemliche Lehenbrief vom erstbesagten Aquilejer Patriarchen Ludwig fuer genannten Grafen von Cilly ueber obige Gueter, Festen und Herrschaften.

6. Mai 1425; Lehenbrief von Ludwig, Patriarchen zu Aquileja, welcher den Grafen Hermann zu Cilly mit allen jenen Guetern belehnt, welche dessen Vorfahrer und Eltern schon vor laengst von den Aquilejer Patriarchen zu Lehen hatten, benanntlich mit den Schloessern Obernburg, Altenburg und Neideck, dann mit den Zehenden zu Lemberg, Neukirchen bei St. Peter im Sauthal, zu Freslau and zu Presberg.

6. Mai 1425; Der naemliche erstbeschriebene Lehenbrief des Patriarchen Ludwig zu Aquileja fuer Grafen Hermann von Cilly in lateinischer Sprache.

13. Mai 1425; Lehenbrief, womit Ludwig, Patriarch zu Aquileja, bekennt, dass er dem Grafen Hermann von Cilly und in dem Seger, Banus in den windischen Landen, nebst jenen Guetern, die genannter Graf von seinem Oheim, Grafen Friedrich von Ortenburg durch Erbschaft ueberkommen hat, auch noch die Feste Loos mit aller Zugehoer fuer sich und seine Nachkommen maennlicher Linie, lehensweise innzuhaben verliehen habe.

18. Mai 1425; Willbrief vom Patriarchen Ludwig zu Aquileja mit der Auesserung, dass Graf Hermann von Cilly die Feste Loos mit allen Zustaenden, die ihm mit dem Tode des seeligen Grafen Friedrich von Ortenburg zugefallen ist, lebenslang innhaben und besitzen solle.

7. Juni 1425; LehenRevers des Sigmund Neuenhauss, derzeit Hauptmann zu Rain, womit er bekennet, dass ihm und seinen Erben Graf Hermann zu Cilly das Schloss Fuerteneck mit aller Zugehoer, nebst noch andern Guetern zu Lehen verliehen habe, mit Zusicherung aller Lehenstreue.

15. Juni 1425; Schuldbrief ueber 100 Mark Wiener Pfennige, welche Diepold Katzensteiner von Grafen Hermann dem Aelteren zu Cilly als ein wahres und aufrechtes Darlehen gegen versicherter Wiederzurueckzahlung empfangen zu haben bestaetiget.

24. Juni 1425; Revers des Christian, Abtens und des ganzen Convents zu Victring, dass sie den vom Grafen Hermann zu Cilly zu seinem und seiner Voreltern Seelenheil gestifteten ewigen Jahrtag mit einem Seelenamte wochentlich bei Verlust ihrer FundationsGueter, begehen wollen.

20. September 1425; DienstRevers des Georg Gumpelar, wodurch er sich und seine Erben verpflichtet, fuer den ihm verliehenen Zehend zu Igstorf in der Grafschaft Arttenberg, Niemand andern, als nur dem Grafen Hermann von Cilly allein treu zu dienen und zu gehorchen.

16. Februar 1427; Urkunde des gesammten Capitels zu Agram, worin angefuehrt erscheint, dass dem Grafen Hermann von Cilly, Banus von Croatien in Betreff des Schlossses Cruppa von Seite des Capitels Unrecht geschehen sei.

24. Februar 1427; LehenRevers des Wilhelm Sinzenpaumer, womit er bekennet, dass ihm Graf Hermann von Cilly aus besonderen Gnaden und seiner getreuen Dienste willen, den Thurm Sunnegg (Sonneck) mit allen dazu gehoerigen Guetern bey Ygg (Igg) gelegen, zu rechten Lehen verliehen habe, mit der Zusicherung, solche nach Lehensrecht zu besitzen, zu nuetzen und damit getreu und gewaertig zu sein.

3. Juni 1427; LehenRevers von Jobst Furchtenegger und seinen Erben ueber die Feste Furchteneck mit allen dazu gehoerigen Guetern, welche ihm Graf Hermann von Cilly zu rechten Lehen verliehen hat.

8. Februar 1428; PflegRevers von Georg Helecker, worin er bekannt macht, dass ihm Graf Hermann von Cilly und in dem Seger etc. die Feste Steyerberg in Kaernten gelegen, mit allen Nutzungen, Renten, Zinsen und sonstigen andern Zugehoerungen auf Lebenslang pflegweise ueberlassen habe, mit der Angelobung, immer ein getreuer Diener seines genannten Herrn zu sein.

10. April 1428; Lehenbrief, vermoeg welchem Graf Hermann von Cilly und in dem Seger etc. etliche Gueter und Besitzungen mit aller Zugehoer dem Hans Meisenreiter von Packenstein und dessen Gemahlin Wendlein zu rechtem Lehen verleiht. Diese Gueter sind: Der Thurm und Gesaess Gretz unerhalb Tiefer, dann 8 Hofstaette und eine Muehl allda mit einem Bergrechte, ein Hof zu Paradeiss und mehrere Hofstaette, Muehlen etc.

20. April 1428; Compromisschreiben des Hans Gresel an Grafen Hermann zu Cilly, als Compromissarium wider Herrn Bischof Ernst zu Gurk und dessen Bruder Thomann Auer und Mitgehilfen, wegen ihm zugefuegten Schaeden und Beraubungen, auch dass sein Vater unrechtmaessiger Weise gefaenglich eingekerkert worden, im Kerker verstorben sei.

24. April 1428; Auswechselbrief, in Folge dessen Andre von Graben mit Grafen Hermann von Cilly einen Gueterwechsel getroffen hat, vermoeg welchem dem von Graben 11 Huben zu Toepplitz und eine Hube zu St. Johann bei und in der Pfarre Villach gelegen, als Erbringenthum zufallen. Er von Graben hingegen an Grafen Hermann von Cilly mehrere Huben und Zehende auf verschiedenen Ortschaften gelegen, abtritt und auswechselt.

26. Mai 1428; Verschreibung und Vermaechtnis vom Grafen Hermann zu Cilly, darin er anfuehrt, dass alle seine von dem Gotteshause zu Gurk zu Lehen tragende Schloesser, Festen, Leute und Gueter, im Falle er ohne maennliche Erben mit Tode abginge, demselben Bischofe zu Gurk, seinem Gotteshause und dessen Nachkommen wieder anheim fallen sollen.

21. Juli 1428; LehendienstRevers von Ott Flemming fuer sich und alle seine Erben, womit sie sich verbindlich machen, dem Grafen Hermann von Cilly fuer die ihnen zu Lehen verliehene Feste und Herrschaft Schwarzenberg, ewiglich treu, redlich und rechtschaffen zu dienen.

1. August 1428; Lehenbrief ueber 3 Huben zu Oberndorf und Saxenfeld gelegen, welche Graf Hermann von Cilly mit aller Zugehoer dem Hans Meisenreiter und dessen Erben zu Lehen verliehen hat.

27. April 1429; Revers des Wilhelm, Priors und des ganzen Karthaueser Convents zur heiligen Dreifaltigkeit in Plettriarch, womit sie sich verbindlich machen, fuer Grafen Hermann zu Cilly gleichsam Stifter ihres Klosters, an dessen Sterbtage alljaehrlich einen Jahrestag mit 24 Kerzen und Seelenmessen zu halten, auch an diesem Tage die Armen mit einem Rocke zu bekleiden und durch 30 Tage nacheinander in der heiligen Messe seiner zu gedenken.

24. Februar 1430; Ausspruch des Herzogs Albrecht zu Oesterreich etc. in Ansehung der zwischen Herzogen Friedrich zu Oesterreich etc. und dessen Vetter Grafen Hermann dem Aelteren von Cilly entstandenen Misshelligkeiten etlicher Gueter wegen, und in Betreff der Schaeden, welche des Herzogs Landen durch das Kriegsvolk zugefuehrt worden sind. Nach diesem Ausspruche soll wieder zwischen beyden Theilen Ruhe und Frieden herrschen, und mit denen ihnen zugetheilten Ortschaften soll jeder zufrieden sein. (Im Hausarchiv).

11. Maerz 1430; Ausspruch des Ulrich, Bischofs zu Seccau, als Inquisitors und apostolischen Commissaers und Richters in der Angelegenheit des Georg Werdeckher, Rectors der Pfarrkirche in Loos, vermoeg welchem dieser (weil er sich mehr mit weltlichen als geistlichen Dingen beschaeftiget, sich in Angelegenheiten der Schloesser und Herrschaften des Grafen Hermann von Cilly widerrechtlich mischet, durch Geldspenden seine Helfer anreizet und durch verschiedene Laster und Ausschweifungen sich veraechtlich macht) als infam erklaert, aller Wuerden und Ehren enthoben, wie auch aller Functionen und Einkuenfte besagter Kirche beraubt wird.

6. Mai 1430; Satzbrief, Kraft welchem Sigmund roemischer und zu Hungarn Koenig etc. dem Grafen Hermann zu Cilly und dessen Erben nachbenannte Schloesser, Staedte und Bezirke fuer dargeliehene 28.000 Gulden in Gold versetzt und mit vollem Rechte verpfaendet; als die Stadt Byhygin mit ihrem ganzen Bezirke, dann die Schloesser Zokol, Kypach, Choka, Ermyr, Thiminen, Laab, Werehlichky und Ostroviza mit noch mehreren andern Besitzungen.

15. Juli 1431; Urkunde, Kraft welcher Friedrich, Herzog zu Oesterreich etc. dem Grafen Hermann von Cilly bei Rueckgabe der Festen und Schloesser Landstrass, Weichselberg, Stettenberg und Neustaedtel, alle Nutzungen und Guelten, die er waehrend seiner Innhabung benannter Herrschaften eingenommen hat, schenkt.

15. Juli 1431; DonationsbriefsAbschrift ueber die vom Herzoge Friedrich zu Oesterreich etc. dem Grafen Hermann von Cilly und dessen Erben als wahres freies Eigenthum geschenkten Doerfer und Suppen, genannt Comoyn, alle in des Herzogs Herrschaft Adelsperg gelegen. (Im Hausarchiv).

6. Janurar 1433; Urkunde, wodurch die Herzoge von Oesterreich, Friedrich der Aeltere und Friedrich der Juengere bekennen, dass ihnen Graf Hermann von Cilly die in Satz gehabten Herrschaften und Schloesser Landstrass, Weichselberg, Stettenberg und Neustaedtel als ihr Eigenthum zurueckgestellt und uebergen haben. Sie zaehlen daher besagten Grafen von allem, was er waehrend der Zeit des Besitzes dieser Herrschaften mehr an Nutzungen und Guelten eingenommen hat, frei und los.

15. April 1433; Vertrag und guetliche Ausgleichung der Herzoge Friedrich des Aelteren, Friedrich des Juengeren und Albrecht, Herzoge zu Oesterreich etc. mit Grafen Hermann von Cilly etc. Banus in den Windischen Landen, in Ansehung etlicher an den Confinien gelegenen Herrschaften, worueber Misshelligkeiten und Irrungen entstanden sind, die jedoch durch beiderseits abgeordnete Commissarien ausgeglichen wurden. Diese Herrschaften sind: St. Machor, Weichselberg, Rading, Weichsel, Weinberg mit ihren Gerichten und Pimarken.

15. April 1433; dieser naemliche Vertrag zwischen obigen Herzogen von Oesterreich und Grafen Hermann von Cilly wegen den Pimarken gemeldter Herrschaften.

17. Juni 1433; Bulla vom Pabste Eugen IV worin er dem Grafen Friedrich von Cilly die Gewalt ertheilt, jedem Beichtenden, der ihm immer mit reuevollem Herzen die Suenden bekennet, vollkommene Nachlassung und Verzeihung angedeihen zu lassen.

17. Dezember 1433; PflegRevers, in Folge dessen Hans von Fresach fuer sich und alle seine Erben oeffentlich bekennt, dass ihm seiner Verdienste willen und aus besonderer Gnade der edle Graf Hermann von Cilly die Feste Briesnick mit allen ihren Nutzungen und Zugehoerungen auf sein Lebelang pflegweise innzuhaben verliehen habe, und gelobet dabei solche getreu zu versehen, zu schuetzen und in gutem Bauzustande zu erhalten.

29. Dezember 1433; Kaufbrief, womit Hermann an der Goritz und seine Hauswirthin bekennen, dass sie ihren eigenthumlichen Hof in der Au unter Hellenstein dem Grafen Hermann von Cilly mit aller Zugehoer um 80 Mark guter Wiener Denare kaueflich ueberlassen haben.

19. Februar 1434; Schuldbrief von Warmund Fraunberger ueber 51 Gulden gut an Geld und schwer, welche er zur Bestreitung nothwendiger Auslagen von Grafen Hermann von Cilly und in dem Seger etc., Banus in den Windischen Landen, als ein aufrechtes Darlehen empfangen zu haben bestaetiget mit Zusicherung rechtlicher Zurueckzahlung.

22. April 1434; Ausspruch von Herzog Friedrich dem Juengeren zu Oesterreich etc. fuer sich und alle Fuersten von Oesterreich ueber etliche Huben der Herrschaft Scherfenberg, welche kuenftig nur Graf Hermann von Cilly und dessen Nachfolger wem immer zu Lehen verleihen sollen, und zu verleihen haben.

14. November 1434; Satzbrief, vermoeg welchem Hans Prickler und seine Hausfrau Ursula oeffentlich bekennen, dass ihnen Graf Hermann von Cilly etc. zu vorgefallenen Notdurften den Betrag von 200 Pfund Wiener Denar bar dargeliehen habe, wobei sie zur Sicherstellung dieser Summe ihrem Herrn Glauebiger etliche ihrer Hoefe und Gueter versetzen, benanntlich einen Hof zu Nussbaum, mehrere Huben zu Oeczendorf, mit allerley Bergrechten etc.

4. April 1435; Zeugnis des Agramer Capitels, womit bestaetigt wird, dass die vom roemischen Koenige Sigmund anbefohlene Uebergabe der halben Insel, Wegle genannt, mit den Schloessern Tersath und Buccari und allen dazu gehoerigen Hoefen, Doerfern, Flecken und Bezirken, an Grafen Hermann von Cilly durch den Mitdomherrn und Magister Fabian de Rocoycha geschehen sei. (Lieg sub 1435 Mai 22).

9. Mai 1436; Lehenbrief von Friedrich Grafen zu Cilly und in dem Seger etc. ueber einen Zehend zwischen Kirchpach und Trestorf gelegen, welchen er mit allen Zustaenden dem Georg Waidtegger verleiht, solchen nach Lehensrecht zu besitzen und zu geniessen.

11. Mai 1436; Lehenbrief, Kraft welchem Graf Friedrich zu Cilly etc. der Frau Anna Lentlin von Vellach die Lehen ueber etliche Stueck Aecker und Wiesen verleiht und solche Verleihung auch auf ihre Erben ausdehnet.

20. Mai 1436; BestaetigungsUrkunde von Johann Bischof zu Gurk ueber etliche den Grafen von Cilly verliehene Lehenschaften, welche von Herrn Hertl von Pettau und Hertneid von Friedau seinen Vettern, dem Bischof zu Gurk heimgefallen sind. Die Gueter sind: Rabensperg, Lenberg, Neuhaus, Gabel und Eckenstein mit ihren Festen und dazu gehoeringen Bezirken.

21. Mai 1436; Gerichtlicher Meldbrief von Hansen von Stubenberg, Obristen, Schenken und Hauptmann von Steyer, wegen Geldschuld und andern Forderungen an Grafen Hermann von Cilly seeligen, weswegen er auf Citation des Grafen Friedrich von Cilly bei den Landrechten in Graetz erschienen ist.

21. Mai 1436; Toedtbrief von erstbesagtem Hans von Stubenberg ueber genannte Geldschuld und Anforderungen, die er an Grafen Hermann von Cilly seeligen hatte und worueber in Graetz mit Grafen Friedrich von Cilly die Ausgleichung geschehen ist.

25. Mai 1436; Revers von Wilhelm von Pernegg, Herzogen Friedrich des Juengeren zu Oesterreich etc. Hofmeister, ueber die den Grafen Friedrich und Ulrich zu Cilly abgekaufte Feste Waldstein mit allen Zugehoerungen.

26. Juli 1436; Lehenbrief, wodurch Friedrich Graf von Cilly und in dem Seger etc. dem Jobst Sauer zwei halbe Zehende, davon der eine zu Nassenfuss beim Markte, der andere im Dorfe Loknitz gelegen, mit allen Zugehoerungen zu Lehen verleiht.

16. August 1436; Lehenbrief, Kraft welchem Ludwig, Patriarch zu Aquileja, dem Grafen Friedrich von Cilly und in dem Seger etc. die Lehen ueber die Schloesser Obernburg, Altenburg, Neydeck, Ortenegg und Kotsche (Gotsche), Polan, Gravenwerth, nebst mehr andern Schloessern, wie auch ueber die Zehende zu St. Peter, zu Fresslar, zu Presperg und dergleichen mehr auf ein Jahr verleiht.

4. November 1436; Lehenbrief von Grafen Friedrich von Cilly etc. ueber etliche Huben zu Pribetz und einen Zehend zu Prevassl mit aller Zugehoerung in der Herrschaft Ortenburg gelegen, welche er dem Jacob Ekker zu Lehen verliehen hat.

30. November 1436 (heisst 1430); Revers der Susanna Weixelberg, gebornen Eckenstein fuer sich und alle ihre Erben, dass sie ihrem gnaedigen Herrn Fuersten, Grafen Friedrich von Cilly etc. mit ihrem an sich gekauften Thurme und Gesaesse zum Winkel mit den dazu gehoerigen Guetern und Hofstaetten, dann mit dem Gute zu Ratschach und Bergrechten, eine getreue Lehensvasallin sein wolle.

17. Februar 1437; VerzichtsUrkunde und UebergabBrief von Wilhelm von Pernegg ausgestellt, vermoeg welchem er die vom Grafen von Cilly gekauften und in seine Gewalt gebrachten Gueter mit der Feste Waldstein den Grafen Hermann und Johann von Montfort, Herrn von Bregenz etc. abtritt und derselben Mannschaft uebergibt mit der Zusicherung, dass weder er noch seine Nachkommen je einen Anspruch darauf machen sollen. Es sind naemlich 7 Gueter am Feuriachbach, ein Zulehen und eine Wiese allda gelegen.

25. Februar 1437; Bittgesuch des geistlichen Chasmenser Kapitels (des geistlichen Kapitels zu Chasmens) an roemischen Kaiser Sigmund, dass er in Kraft seiner Majestaet es dahin zu verordnen geruhen wolle, dass die Grafen Friedrich und Ulrich von Cilly und in dem Seger die Feste und das Castell Medwe und das Castell Stupnick mit ihren zugehoerigen Ortschaften und Bezirken nur unter dem Titel (als PfandweiseInnhaber) besitzen sollen.

8. Maerz 1437; PflegRevers von Sigmund Rosecker, womit er oeffentlich bekennt, dass ihm und seinem Sohne Graf Ulrich von Cilly etc., die Herrschaft und Feste Hohenberg mit aller ihrer Zugehoerung auf Lebenslang pflegweise zu besitzen und zu geniessen gelassen und mit Zusicherung alles Schirmes uebergeben habe, wogegen er alle moegliche Treue und Ergebenheit angelobet.

5. April 1437; Lehenbrief von Grafen Friedrich von Cilly etc. vermoeg welchem er dem Hans Meisenreiter von Packenstein und allen dessen Erben etliche Gueter, Getreidund Wein Zehende bei Sonneck mit dem halben Forste zu rechten Lehen verleiht.

13. Juni 1437; Revers des Andreas Priors und des ganzen Convents Sancti Joannis Gotteshauses zu Seyts (Seits) CarthaueserOrdens, womit sie bekennen, dass ihnen Graf Friedrich zu Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger etc., zwei offene Briefe zur Aufbewahrung uebergeben habe, davon der eine mit 6 anhangenden Siegeln versehen und ueber Schleinitz und Sapoltschach mit ihren Zugehoerungen und ueber etliche andere Gueter lautet, der andere aber mit 3 anhangenden Siegeln versehen, und ueber etliche andere Gueter, Bergrecht und Zehenden lautet, und machen sich dabei verbindlich, solche Briefe getreu aufzubewahren, auch sie ohne Vorwissen des besagten Herrn Grafen an Niemanden abzugeben oder jemanden davon nur in Kenntnis zu setzen.

3. November 1437; Revers des Andre von Suessenheim fuer sich und alle seine Erben an Eides statt, dass er und seine Nachkommen mit dem Schlosse und der Feste Suessenheim und allen dazugehoerigen Guetern Grafen Friedrichen von Cilly stets gewaertig sein und ihn, wie auch dessen Nachfolger jederzeit als ihre rechtmaessigen Lehensherrn anerkennen wollen.

4. November 1437; LoesungsRevers, vermoeg welchem Friedrich Graf zu Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger etc. erklaert, dass er dem obigen Andre von Suessenheim die auf der Feste gleiches Namens haftende Pfandsumme per 2.000 guter Wiener Pfennige gegen Abretung derselben hinausbezahlen wolle.

4. Dezember 1437; Revers von Margaretha Ungnad Witwe, gebornen Tuemmerstorfer, worin sie erklaert, dass sie die Lehen ueber ihre Gueter, welche ihr als vaeterliches Erbe zugefallen sind, und vom Grafen Hermann von Cilly damit belehnt worden, kuenftig von den Grafen von Montfort empfangen wolle, auf welch letztere sie gefallen sind.

1. Mai 1438; Berichtschreiben von Johann Bischof zu Gurk, in welchem er den roemischen Koenig Albrecht, Herzogen zu Oesterreich etc. in Kenntnis setzt, dass zwischen ihm und den Grafen von Cilly in Betreff des Gotteshauses zu Gurk verschiedene Misshelligkeiten und Feindschaften entstanden seien, und unterwirft sich ganz dessen Ausspruche bei Ausgleichung derselben.

6. Juli 1438; Schuldbrief ueber 170 Pfund Wiener Pfennige, welche Ulrich Moser und Ursula dessen Ehegattin als ein aufrechtes Darlehen von Grafen Friedrich von Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger etc., erhalten zu haben bestaetigen mit der Angelobung, diese Schuld in 4 quartaligen Raten wieder zurueckzubezahlen.

21. September 1438; Todtbrief von Erasmus von Liechtenberg, derzeit des Grafen von Cilly Hofmeister, vermoeg welchem er einen vom Grafen Friedrich von Cilly ueber 200 Pfund Wiener Pfennige ausgestellten Schuldbrief ausser aller Wirkung setzt und als bezahlt erklaert.

19. November 1438; Privilegium des geistlichen ChasmenserCapitels, worin angefuehrt steht, Kaiser Sigmund wolle gnaedigst zu befehlen geruhen, dass die Grafen Friedrich und Ulrich von Cilly und in dem Seger das Castell Stubnick mit allen dessen Nutzungen und Zugehoerungen fuer sich, ihre Erben und Nachkommen unter dem Titel als Schenkung ewiglich besitzen moechten.

6. Februar 1439; Lehenbrief, vermoeg welchem Friedrich Graf zu Cilly des Wilhelm Elrechingers Toechter Margaretha und Apolonia und der Herren Trautmannsdorfer ehelige Hausfrauen mit dem halben Theile etlichen ihnen erblich zugehoerigen und der Grafschaft Cilly lehenbaren Guetern, Hoefen, Huben und Hofstaetten belehnt.

8. Februar 1439; Abschrift oder Vidimus eines Sentenzes gegen die Grafen von Frangepan, zu Vogel, zu Modrusch und zu Zeng, Grafen etc. in der Angelegenheit, dass sie widerrechtliche Eingriffe in das Eigenthum der Grafen Heinrich, Friedrich und Ulrich von Cilly etc. getan haben und zwar, dass sie die benannten Grafen von Cilly gehoerige Stadt und das Castell Agram, wie auch derselben incorporirte Doerfer und Flecken feindselig angefallen und Buerger, Bauern, Knechte, Vieh und ganze Herden weggefuehrt haben.

13. Februar 1439; Schuldbrief ueber 1.500 Pfund guter Wiener Pfennige, welche Christoph Katzensteiner, dann dessen Hausfrau Barbara und seine Schwester Elisabeth auf vorgefallene Notwendigkeiten vom Grafen Friedrich von Cilly etc. erhalten zu haben hiermit bekraeftigen. Zur Sicherstellung dieser Summe verpfaenden sie bis zur gaenzlichen Abstattung dieses Betrages mehrere ihrer Gueter, die in diesem Brife specificirt erscheinen.

2. April 1439; Privilegium vom Aquilejer Patriarchen Ludwig als Verordneten der heiligen Synod zu Basel, fuer den Grafen Friedrich von Cilly etc. etc., vermoeg welchem ihm nach jeder Beicht ein Ablass von 100 Tagen zugedacht und zugleich die Gewalt eingerauemt wird, einen beweglichen Altar an was immer fuer einem Orte (waere derselbe auch mit einem Bann belegt) zu errichten, und auf demselben auch bei verschlossenen Tueren, ohne Glockengelauete die Messe zu lesen und andere heilige Officia zu verrichten.

4. Juni 1439; Schuldbrief ueber 453 Pfund guter Wiener Pfennige, welche Christoph Katzensteiner, seine ehelige Hausfrau Barbara, und seine Schwester Elisabeth als ein aufrechtes Darlehen von Grafen Friedrich zu Ortenburg und Cilly etc. etc. empfangen zu haben bestaetigen, wobei die Rueckzahlungsgewissheit mit Zeugen bekraeftigt ist.

29. Juli 1439; VerzichtsUrkunde des Martin Richters, des Rathes und der ganzen Buergerschaft der Stadt MontisGraechen (vermutlich heut zu Tage Sichelberg) worin angefuehrt erscheint, dass die Grafen Friedrich und Ulrich zu Cilly etc. fuer alle ihnen zugefuegten Beleidigungen und Schaeden, ob sie ihnen selbst, oder ihren Unterthanen angethan worden sind, keinen Ersatz fordern wollen noch werden.

17. November 1439; Licenzoder Erlaubnisbrief des Johann Prestiner Bischofs fuer den Grafen Ulrich von Cilly etc. vermoeg welchem er demselben und noch andern 10 Personen, die mit ihm zu Tische sitzen, durch die vierzigtaegige Fasten das Fleischessen, wie auch von Milch und Eiern zu essen erlaubet.

15. Juli 1440; Revers des Grafen Friedrich zu Cilly fuer sich und seinen Sohn, Grafen Ulrich, worin enthalten ist, dass nach ihrem und ihrer maennlichen NachkommenschaftsAbgange der Zehend zwischen der Muhr und Traa (Drau), welchen sie innhaben, dem geistlichen Capitel zu Agram heimfallen solle.

18. Juli 1440; Cession und UebergabsInstrument, in Folge dessen das Agramer geistliche Capitel alle ihm zustaendigen Zehende zwischen der Muhr und Drau den Grafen Friedrich und Ulrich von Cilly, wie auch ihren maennlichen Nachkommen zum Genusse ueberlaesst mit dem Beisatze jedoch, dass nach deren Aussterben genannte Zehende ihrem Capitel wieder zurueckfallen sollen.

18. Juli 1440; Eben dieses naemliche UebergabsInstrument dieser Zehende zwischen der Muhr und Drau vom Agramer Capitel an die Grafen von Cilly, maennlicher Linie.

10. Dezember 1440; Geleitsbrief vom Herzoge zu Venedig fuer alle dem Grafen Friedrich zu Cilly zugehoerigen Unterthanen in dessen Staaten ungehindert ein und auszugehen.

31. Mai 1441; Kaufbrief von Niclas von Flaettach fuer sich und alle seine Erben ueber ein Gut, aus einer Hube bestehend, der Prunnhof genannt, und auf dem Zwickenberge gelegen, das er mit allen Zugehoerungen Grafen Ulrich von Cilly um einen nicht genannten Betrag verkauft hat.

13. Juli 1441; Satzund Schuldbrief von Hans Stainer ueber 1.000 gute Gulden in Gold und 500 Gulden ausgestellt, welche er zu vorgefallenen Nothdurften von Grafen Friedrich zu Cilly etc. empfangen zu haben beurkundet. Zur Sicherstellung dieser Summer verpfaendet er an obigen Herrn Darleiher sein Haus Pollisska mit aller Zugehoer.

31. August 1441; Vidimirte Abschrift eines Compromisschreibens des Agramer Capitels fuer den Bischof Johann (Bischof von Lydien) und Suffragen des Agramer Capitels und fuer Ludwig Gossel decretorum licentiatum, und fuer den Fuersten Johann de Blagay (Plagay) als Schiedsrichter in der Streitsache wegen den zwischen der Muhr und der Drau gelegenen Zehenden, worueber Uneinigkeiten zwischen obigem Agramer Capitel und den Grafen von Cilly vorgefallen sind.

1. September 1441; das naemliche Compromisschreiben des Agramer Capitels wegen erst angefuehrten Zehenden zwischen der Muhr und Drau, in Folge dessen der Genuss dieser Zehende den Grafen von Cilly bis auf Absterben ihres Mannsstammes verbleiben, dann aber dem Kapitel wieder anheimfallen solle.

5. September 1441; Schiedsrichterlicher Ausspruch in erst besagter Streitsache wegen den Zehenden zwischen der Muhr und Drau, worueber zwischen dem Grafen von Cilly und dem Agramer Capitel Misshelligkeiten entstanden sind.

8. September 1441; Befehl und Procuratorium der Grafen zu Cilly in der Angelegenheit wegen den strittigen Zehenden zwischen der Muhr und Drau sich an den Pabsten zu wenden.

3. Oktober 1441; Lehenbrief von Johann, Bischof zu Gurk, welcher dem Friedrich Grafen zu Cilly und allen dessen Erben die dem Gotteshause Gurk lehenbare Festen, als Rohatsch, Herberg, Montpreis mit den Huben bei der Pfarre Stain, Kastreunitz, Plumenstein, Schalleck, Saunstein, Koenigsberg und Reicheneck, zu Lehen verleiht.

18. Maerz 1442; Kaufbrief, vermoeg welchem Frau Agnes von Stubenberg, geborene von Pettau, frei eigenthumliche Feste Heckhenberg (Hochhenberg) mit allen dazugehoerigen Ehren, Rechten, Freiheiten, Gewohnheiten, Bergrechten, Zinsen, Guelten und sonstigen Zugehoerungen, nichts davon ausgenommen, dem Grafen Friedrich von Cilly und dessen Erben um 1.300 Pfund guter Wiener Denar mit Zusicherung des Schirms, verkauft.

15. April 1442; Uebergabsbrief, in Folge dessen Graf Friedrich zu Cilly etc. seinem geliebten Sohn Ulrich Grafen zu Cilly etc. zur Stiftung der Kaplanei unserer lieben Frauen zu Peterwick die Muehle an der Loesing gelegen, mit allen Zugehoerungen uebergibt, um selbe hierzu zu verwenden.

17. April 1442; Kaufbrief. Hans Sepacher, Burggraf zu Fledink (Flednick) bekennt mit diesem Briefe, dass ihm Graf Ulrich zu Cilly etc. das Haus und die Feste Stain bei Radmannsdorf mit dem Burgstall und 5 Mark Schilling Guelt um dargegebene 300 Gulden verkauft und gegen Reichung jaehrlicher 50 Mark Schilling lehensweise ueberlassen habe.

5. Dezember 1442; Vidimirte Abschrift eines Bittgesuches vom Agramer Capitel an den Pabst Eugen IV um gnaedigste Confirmation der Ausgleichung zwischen diesem Capitel und den Grafen von Cilly etc. wegen den strittigen Zehenden, gelegen zwischen der Muhr und Drau.

5. April 1443; Revers des Priors Heinrich und des ganzen Convents zu Obernburg, worin sie denen Grafen von Cilly als Vogten ihres Gotteshauses den Gehorsam angeloben und bitten zugleich, dass diese ihnen wider alle ihre Feinde,besonders aber gegen ihren gewesenen Abt Rudolph (weil dieser ihr Gotteshaus alles Geldes, aller Kleinodien, Briefe und sonstiger Urkunden naechtlicherweise ohne Wissen und Willen des Convents beraubt habe) beistehen moechten, zumahl sie diesen solcher Handlungen wegen nicht mehr als ihren Abt annehmen, sondern sich nach den bestehenden Regeln und Grundsaetzen der Religion einen andern waehlen wollen.

24. Juni 1443; Kaufbrief, vermoeg welchem Hans Fuertenecker fuer sich und alle seine Erben an Grafen Friedrich zu Cilly etliche Hoefe, Forste, Aecker und Wiesen mit mehreren Huben, alles zu Gleynach gelegen, mit allen Zugehoerungen recht und redlich um 3101/2 Mark guter Wiener Pfennige verkauft, und ueber den richtigen Empfang obigen Betrages zugleich quittiret.

28. Juni 1443; Vermaechtnisbrief, wodurch Wendel des seeligen Hans Meisenreuters Witwe, bekennet, dass sie wegen einer gewissen Geldschuld per 1.500 Gulden, die ihr seeliger Mann dem edlen Grafen Friedrich zu Cilly etc. schuldig geworden war, alle ihre Gueter, Hoefe, Bergrechte, Zehende, Muehlen und Weingaerten, auch sonst alle andere Habe, ihm Grafen zu Cilly dergestalt vermacht habe, dass er nach ihrem toedtlichen Hintritte davon wie mit seinem wahren Eigenthume Gebrauch machen koenne und solle.

31. August 1443; Bulla Confirmationis vom Pabsten Eugen IV ueber die Uebereinkunft zwischen dem Agramer Capitel und denen Grafen von Cilly wegen den zwischen der Muhr und Drau gelegenen Zehenden.

11. Dezember 1443; Revers von Grafen Ulrich zu Cilly fuer sich und seinen Vater Friedrich zu Cilly ausgestellt, des Inhalts, dass sie ihres Schwagers, Grafen Heinrichs zu Goerz Sohn, Grafen Johann, ordentlich, wie es sich fuer einen solchen jungen Herrn gebuehret, verziehen wollen.

11. Dezember 1443; Revers vom Grafen Ulrich zu Cilly und Ortenburg etc. wegen der Gerhabschaft und Regierung des Grafen Heinrich zu Goerz und Tyrol hinterlassener LeibsErben und Kinder, wie auch deren Land und Leuten. (Im Hausarchiv).

10. Mai 1444; Schuldbrief, wodurch Ulrich Graf zu Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger, oeffentlich bekennet, dass er dem Georg Kollnitzer und allen dessen Erben die Summe von 1.400 gute wohlgewogener Gulden ungarischer Dukaten schuldig geworden sei und sichert diesem seinem Glauebiger bis zu wieder erfolgenden Zurueckzahlung, an Zinsen zu Johanni 70 Gulden und zu Martini ebenfalls 70 Gulden, folglich jaehrlich 140 Gulden zu bezahlen.

8. September 1444; Befehl des Grafen Ulrich zu Cilly an seinen Amtmann zu Goldenstein, Georgen Waydtecker, dass er einige Gueter, welche seine (des Grafen) Schwestern und deren Geschwister als Versatz haben, nun aber auf einen ewigen Wiederkauf an sie verkauft hat, wie die vorzuzeigenden Kaufbriefe ausweisen werden, an sie abtreten und uebergeben solle.

29. September 1444; Buendnis des Stephan von Frangepan, Grafen zu Vegel, zu Modrusch und Zeng, etc. mit Ulrich Grafen zu Cilly und Ortenburg etc. sich in allen Gelegenheiten wechselseitig beizustehen und sowohl offensiv als defensiv sich Huelfe zu leisten gegen Jedermann, nur gegen den roemischen und ungarischen Koenig nicht.

1. November 1444; Revers des Lienhard, Priors und des ganzen Convents zu Gayrau, wodurch sie bekennen, dass die Grafen Friedrich und Ulrich zu Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger etc. in ihrem Gotteshause 4 neue Zellen und den Unterhalt fuer 4 Ordensbrueder gestiftet haben, und geloben hiermit feyerlich, diese Zellen bald aufzubauen und sie mit neu aufzunehmenden 4 Ordensbruedern zu besetzen.

7. Dezember 1444; Buendnis zwischen Reinprecht von Walsee, Marschallen in Oesterreich, Obristen Truchsess in Steyer und Hauptmann in Oesterreich ob der Enns, dann Grafen Ulrich zu Cilly und Ortenburg etc. gegen alle Gebrueder von Krabaten, naemlich gegen weilend Niclasen Grafen zu Vegel und Modrusch Soehne, sich jederzeit beizustehen, sobald diese Krieg anfingen, Einfaelle machten, oder auf was immer fuer eine Art ihre beiderseitigen Unterthanen beschweren moechten.

5. Januar 1445; Lehenbrief, Kraft welchem Friedrich Graf zu Cilly und zu Ortenburg etc. 2 Huben, dann die Hofstatt und Wiese zu Fegaun gelegen, mit aller Zugehoer, dem Hans Prueckler und dessen Soehnen und Toechtern aus Gnaden zu rechten Lehen verleiht.

22. Juni 1445; Revers des Vicars und des ganzen Convents der Brueder St. Pauli, ersten Eremiten regulaeren Chorherrn Sancti Benedicti des Klosters Beatae Virginis Mariae vom Agramer Vorgebirge, wodurch sie sich verbindlich machen, zu Folge Stiftung des Ulrich Grafen von Cilly, Ortenburg und in dem Seger, alle Sonnabende, nur mit Ausnahme des einzigen OsterSonnabends, eine gesungene heilige Messe zu Ehren der heiligen Mutter Gottes feierlich zu halten, alles zum Trost und Seelenheil des Stifters und dessen Gemahlin, Voreltern und Nachkommen.

6. Juli 1445; (heisst 1345) Lehenbrief von Ulrich, Bischof zu Gurk, womit er bekennt, dass er die Feste Montpreis (Montparis) mit allen ihren Zugehoerungen, nachdem solche Heinrich von Montparis und dessen Gemahlin Elisabeth zurueckgesagt und aufgekuendet haben, dem Grafen Friedrich zu Cilly etc. und dessen Erben und Nachkommen zu Lehen verliehen habe.

13. Dezember 1445; Erklaerung des Rainold von Rozgon, darin angefuehrt ist, er habe Grafen Ulrich zu Cilly etc. die Summe von 10.000 Gulden in Gold mit welchen sich dieser fuer Vladislaus, Koenig von Pohlen verbuergt hatte, ganz und gar erlassen, und erklaert, sochen Betrag hiermit berichtiget.

30. Januar 1447; Lehenbrief, in Folge dessen Friedrich, Graf zu Cilly und Ortenburg etc. dem Andree von Graben, einen halben Hof zu Gerlach, den Christian von Gerlach lehensweise besessen, aber zurueckgesagt hat, mit aller Zugehoer zu Lehen verleiht.

17. April 1447; Revers des Abtes und Convents zu Obernburg, Kraft welchem sie sich verbindlich machen, fuer des Grafen Friedrich von Cilly, wie auch fuer dessen Vorfahren und Nachkommen Seelen alle Tage in der Frauenkapelle ihres Gotteshauses allda eine heilige Messe zu lesen, auch alle Sonnabende Abends vor unserer lieben Frauen zu singen und alle Quartember einen Jahrtag abends mit einer gesungenen Vigil, und Morgens mit einem Seelenamte, worunter nicht nur von den ConventsMitgliedern, sondern auch von andern Priestern Messe gelesen werden soll, zu begehen.

30. Juni 1447; Vermaechtnisbrief, worin Hans Altenberger fuer sich und alle seine Erben bekennt, dass, wenn er ohne Erben mit Tode abgehen sollte, die Feste Raudneck mit allen dazu gehoerigen Guetern, Pimarchen, Gerechtigkeiten und sonstigen Zugehoerungen seinem gnaedigen Herrn Grafen Friedrich von Cilly zufallen, und ihm solche ueberantwortet werden solle.

10. November 1447; Bulla des Pabstes Nicolaus V fuer Grafen Friedrich von Cilly mit der Begnadung, dass ihm, wo  und wem er immer beichten wolle, auch jene Suenden, welche sich der roemische paepstliche Stuhl nur alein zu vergeben sich vorbehalten hat, ein Mal im Leben und ein Mal beim Abscheiden verziehen sein.

10. November 1447; Bulla vom Papst Nikolaus V worin er Grafen Friedrich von Cilly etc. durch die vierzigtaegige Fasten von allen Fastenspeisen enthebt und ihm erlaubt, Fleisch, Eierund Milchspeisen zu geniessen, welches auch fuer alle uebrigen gebotenen Fasttage im Jahre zu gelten hat.

15. Juni 1448; Kaufbrief ueber eine Hube im MitterAmt Reifnitz an der Strassen gelegen, welche Anna Willigraner mit aller Zugehoer dem edlen Grafen Friedrich von Cilly etc. um 26 Pfund Denar und 2 Pfund Schilling recht und redlich verkauft.

7. Oktober 1448; Revers von Eberhard Seys, Prior, und vom ganzen Convent des PredigerOrdensklosters zu Pettau, Kraft welchem sie sich verbindlich machen fuer die Grafen von Cilly sonderheitlich aber fuer den Grafen Friedrich und fuer dessen Vater Hermann alle Sonntage auf der Kanzel zu beten, wofuer sie alljaehrlich 2 Mark Pfennige aus dem Urbar zu Rohatsch beziehen.

24. November 1448; Pfandverschreibung, vermoeg welcher Ulrich, Graf zu Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger etc., Ban in den windischen Landen, bekennt, dass ihm Margaretha weiland Asem Ellingers Witwe, 2.000 Pfund guter Wiener Pfennige dargeliehen habe, wofuer er ihr bis zur Tilgung dieser Schuld das Haus Jochnstein und den Sitz Sparbach bei Berchtoldsdorf gelegen, mit allen Zugehoerungen pfandweise uebergibt.

6. Januar 1449; Offensivund DefensivAllianzVertrag zwischen Michel, des heiligen roemischen Reichs Burggrafen zu Maidburg, Grafen zu Hardeck etc. einen Teils und zwischen Friedrich und Ulrich Grafen zu Cilly, zu Ortenburg und in dem Seger etc. andern Teils, sich wechselseitig in allen Vorfallenheiten treue Huelfe und Beistand zu leisten, jedoch jeder auf selbsteigene Kosten.

17. Mai 1449; Lehenbrief von Friedrich Grafen zu Cilly und Ortenburg etc. welcher der Barbara, Hermann des Unratt ehelichen Wirthin, eine Wiesmad im Kopanick gelegen und 3 Mader Gras in der Kulharten unter der Wegscheid zu Lehen verleiht.

1. Dezember 1449; Revers, wodurch Baltasar von Liechtenberg oeffentlich bekennt, dass ihn Graf Friedrich zu Cilly und Ortenburg etc. im lehenbaren Besitze der Feste Costel auf lebenslang gelassen habe, wesswegen er angelobet, solche fortan getreu innzuhaben, zu schirmen und zu schuetzen; auch soll nach seinem toedtlichen Hintritte Costel sogleich an besagten Grafen zurueckfallen.

30. Dezember 1449; Pfandverschreibung, Kraft welcher Ulrich Graf zu Cilly und Ortenburg etc. an Margareth Ellinger fuer dargeliehene 3.000 Pfund Pfennige das Haus Jochenstein und den Sitz Sparbach mit allen Renten, Zinsen, Guelten und sonstigen Zugehoerungen verpfaendet.

26. Januar 1450; Freiheitsbrief, Kraft welchem der roemische Koenig Friedrich etc. auf Ansuchen und Bitten des Ulrich Grafen zu Cilly etc. die Untertanen zu Sparbach und Sittendorf wohnhaft bis auf Wohlgefallen, von Entrichtung des Umgelds befreit.